Arthrose

Arthrose ist eine unangenehme und mitunter sehr schmerzhafte, degenerative Gelenkkrankheit, die vor allem bei älteren Menschen häufig vorkommt. In Deutschland leiden ungefähr 5 Millionen Menschen an Arthrose, zwei Drittel davon sind über 65 Jahre alt. Weltweit ist Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung, in der Fachsprache auch Arthropathie genannt, überhaupt. Arthrose führt dabei nicht immer zu Symptomen, unterscheidet sich von einer regulären, altersbedingten Gelenkabnutzung aber deutlich. In den meisten Fällen kann man Arthrose relativ gut behandeln, sei es mit konservativen Methoden oder einem chirurgischem Eingriff. Sanubi erklärt Ihnen in diesem Artikel alles Wichtige, das Sie zum Thema Arthrose wissen müssen im Detail, inklusive der verschiedenen Stadien, der Ursachen und der Therapieformen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Arthrose?
  2. Arthrose: Klassifizierung
  3. Diagnose Arthrose
  4. Arthrose: Ursachen
  5. Arthrose: Behandlungsmöglichkeiten
  6. Arthrose ist eine Alterskrankheit

Was ist Arthrose?

Arthrose ist mit Sicherheit den meisten Menschen ein Begriff und vor allem wenn man älter ist, kommt es nicht selten vor, dass man mit den Symptomen der Gelenkkrankheit zu kämpfen hat. Nichtsdestotrotz hat Sanubi der Vollständigkeit halber noch einmal eine klare Definition der Erkrankung für Sie aufgestellt.

“Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die sich im Schweregrad der Gelenkabnutzung deutlich von normalem, altersbedingtem Gelenkverschleiß unterscheidet.”

Am häufigsten betroffen ist in Deutschland das Knie, genauer gesagt das Kniegelenk, aber auch andere Körperstellen können darunter leiden, wie etwa die Schulter, die Wirbelsäule, die Hüfte, die Fingergelenke, die Zehengelenke, sowie die Sprunggelenke. Arthrose ist zudem ein häufiger Grund für Arztbesuche beim Hausarzt und auch Sanubi rät bei den entsprechenden Anzeichen unbedingt einen Fachmann aufzusuchen. Darüber hinaus soll an dieser Stelle betont werden, dass Arthrose und Arthritis klar voneinander getrennt werden müssen. Arthritis ist nämlich anders als Arthrose meist eine Autoimmunerkrankung, hat dementsprechend andere Ursachen und wird mit anderen Therapieformen behandelt.

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Arthrose: Klassifizierung

Arthrose, bzw. die jeweiligen Unterformen und Ausprägungen können auf verschiedene Arten untereinander abgegrenzt werden. Die erste Unterscheidung, die es vorzunehmen gilt, ist die zwischen primärer und sekundärer Arthrose. Eine primäre Arthrose liegt dann vor, wenn eine biologische Minderwertigkeit des Knorpelgewebes im Gelenk als Ursache angenommen wird. Inwiefern diese zustande kommt muss für die Diagnose zunächst nicht bekannt sein. Von einer sekundären Arthrose spricht man, wenn als Grund eine entzündliche Veränderung, eine mechanische Überlastung oder eine metabolische Störung ausgemacht werden kann. In der heutigen Forschung wird die Verteilung dieser verschiedenen Arthroseformen relativ hitzig diskutiert und es gibt keinen allgemeinen Konsens, darüber welche prävalent ist. Darüber hinaus kann Arthrose in verschiedene Stadien des Krankheitsverlaufs unterteilt werden.

Der Beginn ist stets eine Knorpelschädigung, die im weiteren Verlauf in folgende Schweregrade übergeht:

  • Stadium 1: Die Knorpelschicht wird rauer und es kommt zu einer Ausdünnung. Zusätzlich treten tangentiale Fissuren auf.
  • Stadium 2: Granulationsgewebe und ein minderwertiger Faserknorpel ersetzen den ursprünglich vorhandenen hyalinen Knorpel. Aus dem nekrotischen Knorpelgewebe und Knochengeweben bilden sich sogenannte Pseudozysten, die auch Geröllzysten genannt werden.
  • Stadium 3: Erste Ulcerationen, also Geschwüre, treten auf. Das Bindegewebe und die Knorpelzelle wachsen stark an.
  • Stadium 4: Die Knochenplatte des Gelenkes flacht ab. Um den dadurch stark erhöhten Druck auszugleichen, bilden sich Randwülste am Knochen, die auch als Osteophyten bezeichnet werden.

Diagnose Arthrose

behandlungWill man Arthrose richtig diagnostizieren beginnt dies in der Regel mit einem Anamnesegespräch bei dem Gelenkschmerzen festgestellt werden. Der nächste Schritt auf dem Weg zur Diagnose ist eine klinische Untersuchung der betroffenen Stelle bzw. der betroffenen Stellen. Untersucht werden in diesem Rahmen die Gelenkkontur, die Funktionalität des Gelenks, die umgebende Muskulatur und die Stabilität der Bänder. Bei Bedarf kommt es zusätzlich zu einer bildgebenden Untersuchung, wie etwa einer Computertomographie, kurz CT, Röntgen bzw. Röntgenaufnahmen, sowie Röntgenbildern oder einer Magnetresonanztomographie, kurz MRT. Hierbei geht es auch darum andere Krankheiten auszuschließen, insbesondere eine Arthritis muss unbedingt ausgeschlossen werden. In seltenen Fällen kann eine Arthroskopie notwendig sein. Im Zuge des medizinischen Fortschritts haben sich darüber hinaus Möglichkeiten ergeben Arthrose schon im Frühstadium zu erkennen. Dieser Umstand ist vor allem zur Erforschung experimenteller Therapiemöglichkeiten von großem Vorteil.

Arthrose: Ursachen

Für Arthrose gibt es verschiedene Ursachen nach denen ebenfalls eine Abgrenzung möglich ist. Da allerdings nicht alle Ursachen bekannt sind, ist diese nicht besonders gründlich, weshalb in der Regel eine Unterscheidung zwischen primärer Arthrose und sekundärer Arthrose genügt. Grundsätzlich kann eine Abgrenzung zwischen Arthrosis alcaptonurica, Arthrosis urica und einer hämophilen Arthrose. Bei ersterer handelt es sich um eine seltene Krankheit, die auf eine vermehrte Ablagerung von Homogentisinsäure in den Gelenken zurückgeführt werden kann. Arthrosis urica tritt dann auf wenn Harnkristalle einen mechanischen Effekt auf den Knorpel haben und eine hämophile Arthrosis liegt dann vor, wenn regelmäßige intraartikuläre Blutungen bei Hämophilie festgestellt werden können, ein Umstand der auch als Blutergelenk bezeichnet werden kann. Selbstverständlich gibt es darüber hinaus noch weitere Ursachen. Ganz klassisch muss hier die Dysplasie von Gelenken angeführt werden, in anderen Worten aufgrund der Fehlbildung eines Gelenkes kommt es zu einer ungleichen, also konzentrierten Gewichtsverteilung, die wiederum den Gelenkverschleiß zur Folge hat. Ist hingegen eine Verletzung die Ursache der Arthrose, dann spricht man von einer posttraumatischen Arthrose. Des weiteren können verschiedene Medikamente, wie etwa bestimmte Antibiotika zu Arthrose führen. Zusätzlich gilt ein hohes Alter als Risikofaktor, genauso wie mechanische Überbelastung, Übergewicht und Traumata bzw. Mini-Traumata. Bei der sekundären Arthrose werden zusätzlich zahlreiche Ursachen in Erwägung gezogen, darunter befinden sich unter anderem mechanische, metabolische, chemische, hormonelle, neurologische und genetische Gründe.

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Arthrose: Behandlungsmöglichkeiten

Leidet man unter Arthrose gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, die je nach individueller Situation angemessen oder deplaziert sein können. Sanubi rät Ihnen unbedingt Arzt aufzusuchen, denn nur ein Fachmann kann wirklich helfen und genau sagen, welche Form der Therapie die beste für den jeweiligen Patienten ist. In jedem Fall stehen zwei Dinge im Vordergrund einer erfolgreichen Arthrosebehandlung. Einerseits geht es darum eine Schmerzfreiheit des Patienten zu gewährleisten, andererseits sollen die mechanischen Einschränkungen des Gelenks, bzw. die Veränderungen des Gelenks bestenfalls verhindert werden. Geht es um die Verabreichung von Medikamenten, kursieren im Moment zwei unterschiedliche Konzepte und zwar SYSADOA und DMOAD. SYSADOA ist ein Akronym für Symptomatic Slow Acting Drugs in Osteoarthritis, einer Strategie bei der langsam wirkende Medikamente verabreicht werden, die die Symptome behandeln. Der Verlauf der Arthrose wird hierbei nicht beeinflusst. DMOAD steht für Disease Modifying Osteoarthritis Drugs, früher auch Chondroprotektiva genannt und versucht den Verlauf von Arthrose positiv zu gestalten. Gemeint ist damit ein langsamerer Knorpelabbau, bzw. Knorpelverlust und eine Verbesserung der Knorpelregeneration. Des weiteren erwähnenswert ist der teils erwiese Placebo-Effekt, der bei Arthrose in verschiedenen Studien eine relativ große Wirksamkeit gezeigt hat. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich noch sehr viel mehr Behandlungsmöglichkeiten. Welche genau das sind, erklärt Ihnen Sanubi im weiteren Verlauf dieses Artikels.

Konservative Therapieformen

Die konservativen Therapieformen sind grundsätzlich erprobt und nicht invasiv. In anderen Worten Operationen sind im Rahmen einer konservativen Arthrosetherapie nicht vorgesehen. Stattdessen beginnt man in der Regel mit umfassender Aufklärungsarbeit, um sicherzugehen, dass der Patient über seine Situation Bescheid weiß und auf Basis dieses Wissens erste, eigenständige Schritte auf dem Weg zur Besserung unternehmen kann. Gemeint ist damit mehr Bewegung, eventueller Gewichtsverlust und überhaupt mehr Aufmerksamkeit im Alltag. Darüber hinaus können viele verschiedene Medikamente verabreicht werden, sowohl zur Bekämpfung von Symptomen, der Behandlung von Schmerzen, als auch zur positiven Beeinflussung des Krankheitsverlaufs. Welche der zahlreichen Wirkstoffe optimal für einen Betroffenen sind, bringt man am besten durch einen Besuch bei seinem Arzt in Erfahrung. Begleitend dazu wird auch eine physikalische Therapie empfohlen. Diese kann eine Physiotherapie, eine Wärmetherapie, Elektrotherapie und diverse weitere Verfahren beinhalten. Zusätzlich sollte man unbedingt auf Hilfsmittel zurückgreifen, ein Gehstock beispielsweise kann oftmals eine große Stütze sein. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von zum Teil experimentellen, zum Teil umstrittenen Behandlungsmethoden, die ebenfalls den konservativen Therapieformen zugeordnet werden können.

Sanubi gibt Ihnen im folgenden Verlauf einen groben Überblick, darüber welche das sind:

  • Diverse kühlende Maßnahmen, bei Überhitzung der Gelenke
  • Akupunktur
  • Interleukin-1-Antagonist-Therapie
  • Weidenrinden-Extrakte
  • Glucosamin
  • Chondroitin
  • Hyaluronsäure, unter anderem zur Produktionssteigerung von Gelenkflüssigkeit
  • Goldimplantation
  • Pulsierende Signaltherapie
  • Umstellung der Ernährung

Operative Verfahren

In bestimmten Fällen von Arthrose können auch diverse chirurgische Verfahren zum Einsatz kommen, was aber grundsätzlich vom jeweiligen Gelenk und dem Zustand in dem sich dieses befindet abhängt. An der Hüfte, genauer gesagt bei der Hüftarthrose, auch Coxarthrose, wird oftmals eine sogenannte Korrekturosteotomie, also eine operative Gelenkumstellung des Beckens und Oberschenkels empfohlen. Braucht man einen kompletten Gelenkersatz empfiehlt sich eine Endoprothese. Bei der Kniegelenksarthrose, in der Fachsprache Gonarthrose genannt, bietet sich eine Arthroskopie zur Gelenkspülung des Gelenkspalts an oder aber diverse Prothesen, wie etwa eine Schlittenprothese oder eine bikompartimentelle Prothese. Darüber hinaus können verschiedene Formen der Knorpeltransplantation, wie etwa eine Autotransplantation oder eine autologe Chondrozyten-Implantation, vorgenommen werden. Der Gelenkersatz wurde schon mehrfach erwähnt und stellt im Rahmen der operativen Eingriffe die einzige wirklich dauerhafte Lösung dar. Nichtsdestotrotz können auch hierbei gewisse Schwierigkeiten, wie ein Materialbruch oder Infektionen nicht ausgeschlossen werden, selbst wenn der Eingriff von einem erfahrenen Chirurg durchgeführt wird. Zusätzlich lockert sich die eingesetzte Endoprothese spätestens nach 10 Jahren und muss ausgetauscht werden. Dieser Umstand konnte bis jetzt nicht behoben werden, was dazu führt, dass der Eingriff bevorzugt erst jenseits der 60 durchgeführt wird. Darüber hinaus kann es gerade bei älteren Patienten zu Komplikationen kommen, da mit jedem Austausch der Knochen weiter geschwächt und ausgelaugt wird. Osteoporose kann in vielen Fällen erschwerend hinzukommen.

Arthrose ist eine Alterskrankheit

Arthrose, bzw. der Verschleiß der Gelenkknorpel, ist eine Krankheit die große Beschwerden, vor allem im Alter verursachen kann. Die in diesem Zusammenhang, vor allem durch Belastung entstehenden, Knorpelschäden können starke Schmerzen verursachen, insbesondere wenn sie von Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen wie Rheuma begleitet werden. Deshalb kommt es nicht selten vor, dass ältere Menschen, die an Arthrose leiden, Pflege in Anspruch nehmen müssen. Diese Pflegeleistungen können sowohl in der häuslichen Pflege, also der Pflege zu Hause, zum Beispiel durch polnische Pflegekräfte im Rahmen einer 24-Stunden-Pflege, erbracht werden oder aber in der vollstationären Pflege, wie es etwa beim betreuten Wohnen der Fall ist. Mitunter kann es in einem Pflegefall aber auch dazu kommen, dass pflegende Angehörige gefordert sind. Das heißt jedoch nicht, dass es immer soweit kommen muss. Bei anderen Betroffenen ist die Beweglichkeit nämlich kaum eingeschränkt und sie können mitunter noch lange Zeit beschwerdefrei leben. Wichtig ist nur eines und zwar, dass man bei den ersten Anzeichen zum Arzt geht und sich dort ausreichend beraten lässt. Nur wer adäquat behandelt wird, kann dauerhaft seine Lebensqualität sichern.

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