Blasenschwäche in den Wechseljahren

Blasenschwäche WechseljahreBlasenschwäche in den Wechseljahren ist das Gefühl, die Kontrolle über die Blase immer mehr zu verlieren. Hilflosigkeit stellt sich ein und es folgt der soziale Rückzug. Die Angst, jemand könnte davon erfahren ist groß. Laut Urologen leiden zwei Drittel aller Frauen an Blasenschwäche in den Wechseljahren. Blasenentzündungen treten immer häufiger auf, die Blase wird schwächer, in vielen Situationen kann Urin ungewollt austreten. Für die Betroffenen ist dies peinlich und unangenehm und wenn die Diagnose erst einmal Inkontinenz lautet, bricht für viele Frauen eine Welt zusammen. Dabei kann mit gezielten Maßnahmen der Blasenschwäche in den Wechseljahren, entgegen gewirkt werden. Sobald man versteht, was mit dem eigenen Körper in den Wechseljahren passiert, ist bereits ein entscheidender Schritt getan und ein rundum beschwerdefreies und selbstbestimmtes Leben wird wieder greifbar. Dank moderner Hilfsmittel können Sie jede Inkontinenzform in den Griff bekommen und ein aktives Leben, ohne Einschränkungen führen. Wichtig ist jedoch, die passenden Hilfsmittel zu finden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Hormone als Hauptgrund
  2. Blasenschwäche als Spätfolge der Schwangerschaft
  3. Behandlungsmöglichkeiten
  4. Die richtigen Hilfsmittel wählen

Blasenschwäche in den Wechseljahren: Hormone als Hauptgrund

Ein erster Hinweis auf die Wechseljahre sind meist seltener werdende, unregelmäßige Periodenblutungen. Wenn dann weitere Symptome wie beispielsweise Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Erschöpfungszustände dazukommen, ist klar, dass sich der Körper verändert. Schuld daran ist der weibliche Hormonhaushalt.

Wie ist die Blase betroffen?

Mit Einsatz der Wechseljahre stellen die Eierstöcke langsam aber sicher ihre Funktion ein, der Körper produziert weniger Östrogen und der Eisprung wird immer seltener. Der sinkende Östrogenspiegel sorgt dafür, dass die Blase sensibler wird und auf reizende Stoffe im Urin reagiert. Dies führt dazu, dass man häufiger Harndrang verspürt und auf die Toilette muss. Eine weitere Nebenwirkung des veränderten Hormonhaushalts ist die Erschlaffung des Bindegewebes, das eine Stützfunktion für die Blasenmuskulatur inne hat. Dies sorgt außerdem dafür, dass die Organe insgesamt leicht absinken und so entsteht eine Krümmung der Harnröhre. Das bedeutet, dass der Blasenschließmuskel mit der Arbeit des “Haltens” nicht mehr hinterherkommt, was eine Harninkontinenz zur Folge haben kann. Durch einen sinkenden ph-Wert, der natürliche Schutzwälle stört und eine schlechtere Durchblutung der Schleimhäute können Viren und Bakterien nun leichter eindringen, was häufiger in einer Blasenentzündung endet.

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Blasenschwäche als Spätfolge der Schwangerschaft

Mütter wissen, dass die Geburt eines Kindes eine Erfahrung ist, die das Leben für immer verändert. Leider gilt dies auch für mögliche Spätfolgen einer Schwangerschaft, denn die Beckenbodenmuskulatur wird durch Schwangerschaft und Geburt, sowie das anschließende Tragen des Kindes, einer starken Zusatzbelastung ausgesetzt. Dies begünstigt später eine möglicherweise auftretende Blasenschwäche in den Wecheljahren. Das Resulat ist, dass gerade bei Belastungen wie Niesen, Husten, Treppensteigen oder schwerem Heben die Blasenmuskulatur nicht mehr ganz dicht halten kann und einzelne Tropfen, bis hin zu größeren Mengen Urin, ungewollt in der Unterhose landen. Der Urologe spricht in solchen Fällen von Belastungsinkontinenz, Übergewicht kann die Symptome noch verstärken. Auch beim Geschlechtsverkehr kann dies zum ungewollten Urinverlust führen, weshalb viele Frauen in den Wechseljahren die Lust auf körperliche Liebe verlieren können. Lassen Sie sich beraten, welche Lösung für Sie die Beste ist.

Blasenschwäche in den Wechseljahren: Behandlungsmöglichkeiten

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, mit der Blasenschwäche in den Wechseljahren umzugehen. Sanubi hat die wichtigsten für Sie zusammengefasst.

Beckenbodentraining

Mit gezieltem Beckenbodentraining wird die Muskulatur wieder gestärkt.Beckenbodentraining In vielen Fällen kann die Inkontinenz fast komplett besiegt werden. Die einfachste Variante des Beckenbodentrainings ist es, einfach seltener zur Toilette zu gehen. Indem man dem Harndrang bewusst widersteht, trainiert man Kopf und Körper, mit dem Problem aktiv umzugehen. Der beste Weg jedoch ist es, zusammen mit einem Physiotherapeuten grundlegende Übungen zu erlernen, um gezielt die Muskulatur zu stärken und so die Harninkontinenz unter Kontrolle zu bekommen. Einfache Einsteigerübungen wären “Die Brücke“, “Die Diagonale“, “Der Buckel” und “Das Fahrrad“.

Hormontherapie

Hormontherapie bei Blasenschwäche

Bei einer andauernden Inkontinenz können Ärzte eine Hormontherapie empfehlen, um die Defizite der Natur mit Ergänzungsmitteln auszugleichen, und gezielt die Symptome der Harninkontinenz zu lindern. Sprechen Sie hier am besten Ihren Arzt direkt an und lassen Sie sich beraten. Grundsätzlich sollte man einen aktiveren Lebensstil anstreben und sich regelmäßig sportlich betätigen. Dazu gehört auch gute Ernährung und viel Flüssigkeitsaufnahme. Eine Operation ist nur in seltenen Fällen notwendig und stellt in der Regel das letzte Ressort dar.

Blasenschwäche in den Wechseljahren: Die richtigen Hilfsmittel wählen

Eine Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens sollte Inkontinenz keinesfalls bedeuten. Unabhängig von einer Hormontherapie und, oder dem Beckenbodentraining sollten Frauen unbedingt auf geeignetes Inkontinenzmaterial zurückgreifen, um sich schnell wieder als Herrin der Lage zu fühlen. Der Griff ins Regal für Produkte, die eigentlich für den Umgang mit der Regelblutung, ist jedoch immer der falsche. Denn Einlagen, deren Aufbau auf das Aufsaugen von Blut ausgerichtet sind, können Urin nicht binden, und führen meist zu unangenehmen Gerüchen, die auch die Umwelt wahrnehmen kann. Spezielle Inkontinenzeinlagen oder Windeln für Erwachsene sind eigens dafür konzipiert, Tröpfchen oder größere Mengen Urin im Inneren zu absorbieren, und somit ein rundum trockenes Gefühl, ohne Geruchsbildung, zu ermöglichen. Interessierte sollten sich auch hier von Experten beraten lassen, denn die Unterschiede zwischen verschiedenen Marken und unterschiedlichen Produkttypen sind immens. Für eine geschulte Kontinenz-Expertin ist es kein Problem, mit nur wenigen Fragen sofort den richtigen Inkontinenzartikel zu identifizieren, und vor allem auch wichtige Tipps zu geben, beispielsweise zur Anlegetechnik.

TIPP: Bei vorhandenem Pflegegrad, stehen einer Person Pflegehilfsmittel im Wert von 40€ zu. Darunter fallen viele nützliche Hilfsmittel, die das Leben leichter machen. Sanubi liefert schnell, genau die Pflegehilfsmittel, die benötigt werden!

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