Blasenschwäche

Bei der Harninkontinenz, umgangssprachlich auch Blasenschwäche genannt, kommt es zum unkontrollierten Abgang kleinerer Harnmengen, sprich einem unkontrollierten Harnverlust. Eine Blasenschwäche entwickelt sich oft langsam, man gewöhnt sich daran und findet Wege, damit umzugehen, ohne die Aufmerksamkeit anderer zu erwecken. Man passt Stück für Stück den Alltag an die Verfügbarkeit von Toiletten an und versteckt sich, anstatt darüber zu reden. Die Angst, jemand könnte davon erfahren vermischt sich mit ungekannten Schamgefühlen und definiert den Umgang mit der Blasenschwäche. Letztlich kommt man damit zurecht und es geht irgendwie. Man denkt sich jede Woche wieder, dass niemand etwas mitbekommen hat, schließlich passiert es so oft ja gar nicht und Risiken will man auch keine eingehen. Wenn sich im Alltag das Gefühl eingestellt hat, dass die Harninkontinenz endlich unter Kontrolle ist, fühlt man sich wieder sicher. Leider bedeutet das auch, dass man in einer solchen Situation vor Ausflügen oder Trips ins Ungewisse zurückschreckt und sich mehrmals überlegt, ob die Freizeitgestaltung noch möglich ist. An dieser Stelle ist dann der Zeitpunkt erreicht, an dem man sich voll und ganz von der Inkontinenz beherrschen lässt. Doch das muss nicht sein, denn es gibt Mittel und Wege trotz Blasenschwäche ein aktives und unbeschwertes Leben zu führen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Arten der Harninkontinenz
  2. Blasenschwäche: Häufige Ursachen
  3. Blasenschwäche: Die Behandlung
  4. Blasenschwäche bei Männern
  5. Blasenschwäche bei Frauen
  6. Behalten Sie die Kontrolle, trotz Blasenschwäche

Blasenschwäche: Arten der Harninkontinenz

Es werden mehrere Arten der Blasenschwäche unterschieden. Sanubi listet die häufigsten Inkontinenzformen für Sie auf und erklärt die dazugehörigen Symptome.

Belastungsinkontinenz

Bei der Belastungsinkontinenz, auch Stressinkontinenz genannt, geht der Harnverlust mit einer Erhöhung des Drucks im Bauchraum einher. Typische Situationen sind das Heben schwerer Gegenstände, Niesen, Husten oder Lachen. Je nach Ausprägung der Inkontinenz genügt schon ein niedriger Druck um den Urinverlust herbeizuführen.

Dranginkontinenz

Die Dranginkontinenz wird umgangssprachlich auch als “überaktive Blase” bezeichnet. Wie der Name schon vermuten lässt, zeichnet sich die Dranginkontinenz durch den plötzlichen Drang aus, urinieren zu müssen. Je nach Ausprägung des Harndrangs ist es für Betroffene schwer, bis zur nächsten Toilette einzuhalten.

Nachtröpfeln

“Da hilft kein Schütteln und kein Klopfen, in die Hose geht der letzte Tropfen”. Das Sprichwort umschreibt recht treffend, was unter Nachtröpfeln zu verstehen ist. Nach dem Toilettengang treten noch ein paar Tropfen Urin aus. Das liegt daran, dass die Blase, trotz Toilettengang, nicht vollständig entleert wurde.

Blasenschwäche: Häufige Ursachen

Auch wenn Harninkontinenz vermehrt im Alter auftritt ist es keine typische Alterserscheinung. Es gibt verschiedene Ursachen und Sanubi hat die häufigsten für Sie zusammengefasst.

Geschwächte Beckenbodenmuskulatur

Blasenschwäche geschwächte Beckenbodenmuskulatur

Der Beckenboden besteht aus Muskeln und Bindegewebe und hat unter anderem die Hauptaufgaben “anspannen” und “entspannen”. Funktioniert das Anspannen nicht mehr richtig, kann es zum Harnverlust und somit zur Inkontinenz kommen. Um dem Nachlassen der Beckenbodenmuskulatur entgegen zu wirken, bietet sich ein entsprechendes Beckenbodentraining an. Beliebte Übungen sind “Die Brücke“, “Der Buckel“, “Die Diagonale” und “Das Fahrrad“.

Eingriffe im Beckenraum

Blasenschwäche Eingriffe im Beckenraum

Operationen sind meist mit Nebenwirkungen verbunden. So kann beispielsweise eine Prostataoperation den unerwünschten Nebeneffekt einer Harninkontinenz nach sich ziehen. Über ein entsprechendes Risiko kann Sie am besten Ihr Arzt informieren. Auch während der Behandlungspflege kann es zu Problemen mit der Blase kommen.

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Schwangerschaft

Blasenschwäche Schwangerschaft

Bei einer Schwangerschaft wird der Beckenboden stark beansprucht und überdehnt. Das kann zur Folge haben, dass die Blase nicht mehr richtig geschlossen werden kann. So kann es, wenn auch meist nur vorübergehend, zu einer Harninkontinenz kommen.

Wechseljahre

Blasenschwäche Wechseljahre

Eine aufkommende Blasenschwäche in den Wechseljahren liegt an dem weiblichen Hormonhaushalt. Der Östrogenspiegel sinkt und sorgt für eine Überempfindlichkeit der Blase.

Blasenschwäche: Die Behandlung

In den meisten Fällen ist eine erfolgreiche Behandlung der Inkontinenz möglich. Die Beschwerden können so gänzlich eliminiert oder zumindest deutlich reduziert werden. Mit modernen Hilfsmitteln kann ein weitestgehend normales Leben wieder selbstverständlich werden. Wie so oft in der Medizin ist die Zeit ein kritischer Faktor, denn je früher Maßnahmen zur Behandlung der Blasenschwäche eingeleitet werden, desto besser sind die Chancen auf ein Gelingen. Im Gespräch mit einem Arzt des Vertrauens können schnell geeignete Therapiemöglichkeiten für die individuelle Form der Inkontinenz aufgezeigt werden. Sobald ein Rezept vorliegt, ist in den meisten Fällen, im Zuge der Inkontinenzversorgung mit Inkontinenzmaterial, eine umfassende Erstattung durch die Krankenkasse möglich. Dazu zählen Inkontinenzeinlagen, Windeln für Erwachsene, Pants oder andere passende Blasenschwächeprodukte, die Hygiene und geruchsneutrale Absorption zu jeder Zeit gewährleisten. Doch auch für Selbstzahler und für den Einstieg gibt es günstige Lösungen in hoher Qualität.

Blasenschwäche bei Männern

Es gibt spezielle Artikel, die im Fall von Blasenschwäche bei Männern, bzw. Inkontinenz bei Männern zur Anwendung kommen. Ein solcher Artikel wäre die Abri-Man Herrenbinde. Sie weist nicht nur hervorragende Absorptionseigenschaften auf, sie ist zugleich an die männliche Anatomie angepasst und bestehen aus weichem, atmungsaktivem Material, das zuverlässigen Auslaufschutz mit höchstem Komfort verbindet. Darüber hinaus gibt es weiteres Inkontinenzmaterial, beispielsweise Zinksalben oder spezielle Bettschutzeinlagen. Sollten Sie Fragen dazu haben, zum Beispiel, ob die Saugkraft einer bestimmten Inkontinenzeinlage ausreichend ist, scheuen Sie sich nicht davor zurück, sich mit Experten in Verbindung zu setzen und von deren Expertise zu profitieren.

Blasenschwäche bei Frauen

Selbstverständlich ist auch Inkontinenz bei Frauen ein großes Thema, ganz besonders kann es zu einer Blasenschwäche in den Wechseljahren kommen. Auch hier gibt es eine breite Auswahl von Inkontinenzartikeln, die die Anatomie weiblicher Anwender berücksichtigen. Neben den komfortabel und sicher abschließenden Damenbinden finden sich auch passende Lösungen für Frauen mit Blasenschwäche, die an den Rollstuhl gebunden sind. Bei Unklarheiten zu diesen Produkten, können Sie selbstverständlich ebenfalls einen Fachmann Ihres Vertrauens befragen.

Behalten Sie die Kontrolle, trotz Blasenschwäche

Blasenschwäche ist ein Thema, das viele Menschen betrifft und worüber die wenigsten sprechen. In unserer Gesellschaft bricht man ein großes Tabu, wenn man zugibt, dass man unter einer Inkontinenzart leidet. Dabei muss man sich von der eigenen Blasenschwäche gar nicht kontrollieren lassen. Hat man das Problem erst einmal erkannt, kann man sich ohne weiteres Hilfe holen. Nur so kann man garantieren, dass man nachhaltig gut damit umgeht und gleichzeitig weiterhin seinen Verpflichtungen im Alltag nachkommen kann. Nicht nur das, hat man erst einmal den Rat von einem Fachmann eingeholt, dann steht man schnell wieder mit beiden Beinen im Leben. Schließlich ist der nächste Schritt auch der letzte, man muss sich nämlich nur passende Inkontinenzartikel zulegen und schon hat man die Blasenschwäche wieder im Griff. Ist das einmal passiert, dann kann man nicht nur Verpflichtungen erfüllen, sondern auch sein Leben genießen.

TIPP: Bei vorhandenem Pflegegrad, stehen einer Person Pflegehilfsmittel im Wert von 40€ zu. Darunter fallen viele nützliche Hilfsmittel, die das Leben leichter machen. Sanubi liefert schnell, genau die Pflegehilfsmittel, die benötigt werden!

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