COPD

COPD ist eine schwerwiegende Krankheit, die sich immer rasanter verbreitet und auch in Deutschland mehr und mehr Menschen betrifft. In erster Linie sind zwar vor allem jetzige oder ehemalige Raucher von der Lungenkrankheit betroffen, aber auch Nichtraucher können unter den Auswirkungen von COPD leiden. Zu früheren Zeiten hat man COPD oft einfach nur als Raucherlunge umschrieben, ohne die Symptomatik und die Parallelen bei den vielen Betroffenen näher beleuchtet zu haben. Nicht nur die wachsende Zahl der Erkrankten ist beängstigend, auch die Tatsache, dass COPD nach wie vor unheilbar ist, sorgt bei Ärzten, sowie Patienten gleichermaßen, für Besorgnis. Sanubi erklärt Ihnen im folgenden Artikel alles Wichtige über COPD und spricht dabei sowohl Symptome, Ursachen und den Krankheitsverlauf, als auch die Behandlungsmöglichkeiten, an.

Inhaltsverzeichnis

  1. COPD: Definition
  2. Die Symptome von COPD
  3. Besteht Ansteckungsgefahr bei COPD?
  4. COPD: Ursachen
  5. COPD: Diagnose und Krankheitsverlauf
  6. Behandlungsmöglichkeiten bei COPD
  7. COPD: Die Früherkennung ist essentiell

COPD: Definition

Trotz der zunehmenden Häufigkeit von COPD, wissen viele Menschen in Deutschland immer noch nicht genau was eigentlich mit COPD gemeint ist. Aus diesem Grund hat Sanubi für Sie zuerst einmal eine Definition vorbereitet:

“COPD leitet sich von der englischen Abkürzung für “Chronic Obstructive Pulmonary Disease” ab, die sich auf Deutsch in “chronisch-obstruktive Lungenerkrankung” übersetzen lässt. Bezeichnet werden unter dem Begriff COPD eine Sammlung von chronischen Lungenerkrankungen, sowie Atemwegserkrankungen, die stets mit zunehmenden Einschränkungen der Lungenfunktion und Lungenemphysemen verbunden sind.”

Konkret versteht man unter COPD also nicht eine bestimmte Krankheit, sondern eine Ansammlung von Erkrankungen, die allesamt dieselben Symptome, denselben Krankheitsverlauf und ähnliche Möglichkeiten zur Behandlung haben. Generell kommt es am Ende der Erkrankung stets zur Bildung von Lungenemphysemen. Betroffen von COPD sind in den meisten Fällen Raucher oder solche, die es einmal waren. Aber auch Passivrauchen und die Umweltverschmutzung, genauer gesagt die Luftverschmutzung, befördern die Verbreitung von COPD und verringern somit die Lebenserwartung von Betroffenen.

Die Symptome von COPD

Die Symptome von COPD lassen sich immer in drei Kategorien einordnen. Diese drei Leitsymptome werden oft auch als “AHA”-Symptome bezeichnet, was auf die jeweiligen Anfangsbuchstaben zurückzuführen ist. Sanubi hat für Sie die einzelnen Symptome aufgelistet.

1. Atemnot

Eine der wichtigsten Symptome bei COPD ist die Atemnot, auch Dyspnoe genannt, welche mit zunehmendem Verlauf der Krankheit immer schlimmer wird. In den Anfangsstadien von COPD kann es sein, dass man gar nicht oder nur marginal mit Atemnot zu kämpfen hat. Je weiter COPD jedoch voranschreitet, umso schlimmer wird die Kurzatmigkeit und die Atemnot. In den letzten Stadien bekommt man sogar schon im Sitzen oder Liegen kaum mehr Luft.

2. Husten

COPD Patienten leiden in der Regel immer unter einem chronischen Husten, der auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden kann, in der Regel aber an einer chronischen Bronchitis, Asthma oder ähnlichem liegt. Besonders schlimm ist der Husten oft in der früh, zieht sich aber durch den ganzen Tag hindurch. Im Volksmund wurde dieser Husten früher oft auch als klassischer Raucherhusten bezeichnet.

3. Auswurf

Das letzte zentrale Symptom von COPD ist der ständige Auswurf, der insbesondere in der früh besonders voluminös sein kann. Viele COPD-Erkrankte husten über den Tag verteilt ungefähr 60 ml Schleim hoch. In der Wissenschaft wird dieser Schleim als Sputum bezeichnet, der im Falle von COPD äußerst zähflüssig ist und sich meist durch eine bräunliche Färbung auszeichnet. Anhand des Sputums kann die Diagnose “COPD” oftmals gestellt oder bestätigt werden.

Besteht Ansteckungsgefahr bei COPD?

COPD ist nicht ansteckend, in anderen Worten man braucht beim Kontakt zu COPD-Patienten absolut keine Angst zu haben, sich selbst anzustecken. Trotzdem ist ein gewisses Maß an Vorsicht geboten, denn COPD-Kranke sind oft sehr anfällig für eine Erkrankung der Atemwege, wie etwa eine Lungenentzündung oder eine Bronchitis. Ob diese durch Viren oder Bakterien verursacht wird, ist irrelevant. Wichtig ist allerdings, dass man beim Umgang mit Menschen, die unter COPD leiden, besonders hygienisch vorgeht. Das dient zum Schutz beider Seiten, denn der Patient soll dabei genauso wenig erkranken, wie sich die Kontaktperson bei ihm anstecken soll, falls dieser schon krank ist. In einem solchen Fall sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch ganz besonders hilfreich.

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COPD: Ursachen

Im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten sind die Ursachen für COPD in der Regel relativ klar definiert und trotzdem gibt es Ausnahmen. Sanubi erklärt Ihnen im folgenden Verlauf alle Ursachen, die zur chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung, einem Lungenemphysem, sowie den jeweiligen Begleiterkrankungen, vor allem chronischer Bronchitis oder Asthma, führen können.

● Rauchen und Passivrauchen

Die überwältigende Mehrheit aller COPD-Erkrankten sind Raucher oder solche, die es einmal waren. Studien sprechen von ungefähr 90 Prozent. Rauchen führt zu einer übermäßigen Konzentration von freien Sauerstoffradikalen im Atemtrakt. Zusätzlich schädigen die zahlreichen Schadstoffe im Zigarettenrauch die Selbstreinigungsfunktion der Lunge. Nicht nur Raucher selbst sind einem massiv erhöhten COPD-Risiko ausgesetzt, auch Menschen, die den Rauch passiv inhalieren, laufen Gefahr der gefährlichen Lungenkrankheit zum Opfer zu fallen.

● Umweltverschmutzung

Die zweite große Ursache von COPD ist die Umweltverschmutzung, ganz besonders Luftverschmutzung, die vor allem in den Städten entwicklungsschwächerer Länder teils extreme Ausmaße annehmen kann. Aber auch Staubpartikel in der Luft befördern die Ausbreitung von COPD.

● Berufliche Belastung

Auch gewisse berufliche Belastungen wirken sich schlecht auf das COPD-Risiko aus. Darunter fallen vor allem organische und anorganische Stäube, die beispielsweise in Baumwollfabriken, Webereien und Seilereien vorkommen. Selbiges gilt für chemische Stoffe, wie Gase und ähnliches. Eine Folge dieser Belastungen kann dann eine chronische Bronchitis sein, die häufig auch mit Asthma verbunden ist.

● Infektion

Studien haben ergeben, dass auch Infektionen die Gefahr an COPD zu erkranken fördern können. Vor allem eine virusbedingte Lungenentzündung in der Kindheit kann sich in späteren Jahren negativ auswirken.

● Ernährung

Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen. Ernährt man sich sehr nitrithaltig, zum Beispiel durch die Aufnahme von Nitropökelsalzen, läuft man Gefahr dadurch das Risiko an COPD zu erkranken zu fördern. Diese Erkenntnisse sind in Forscherkreisen jedoch nicht unumstritten, so ist nämlich nicht geklärt, ob nicht eher ein kausaler Zusammenhang zwischen Rauchen und der Aufnahme von Nitriten gegeben ist.

● Vererbung

COPD kann ebenfalls durch eine entsprechende Vererbung begünstigt werden. Erbliche Faktoren, wie ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel in der Genetik spielen dabei eine Rolle und können zu einem erhöhten COPD-Aufkommen führen.

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COPD: Diagnose und Krankheitsverlauf

Am Beginn der COPD-Erkrankung steht immer die Diagnose, die hauptsächlich auf Basis eines Lungenfunktionstests gestellt wird. Anhand dieses Tests wird eine erste Einstufung vorgenommen, diese kann auf unterschiedlichen Modellen beruhen, die als Leitfaden dienen. Sanubi erklärt das wichtigste Verfahren, die sogenannte GOLD-Richtlinie, die von der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease, abgekürzt GOLD, entwickelt wurde.

Schweregrad FEV1* Symptomatik Exazerbationsrisiko
A ≥ 50 % Wenige Symptome Gering
B ≥ 50 % Vermehrt auftretende Symptome Gering
C < 50 % Wenige Symptome Hoch
D < 50 % Vermehrt auftretende Symptome Hoch

*FEV1 beschreibt das forcierte exspiratorische Volumen in der ersten Ausatmungssekunde, in anderen Worten, es handelt sich dabei um einen Indikator des Lungenvolumens.

COPD ist eine Krankheit die nicht linear verläuft, sprich die Verschlechterungen finden nicht regelmäßig, sondern schubartig, statt. Das ist ein wichtiger Faktor, den sowohl Menschen, die an COPD erkrankt sind, als auch solche die mit Erkrankten zu tun haben, beachten sollten. Diese Krankheitsschübe nennt man Exazerbationen.

Im Falle von COPD geht eine solche Exazerbation, also eine Verschlimmerung, mit den folgenden Symptomen einher:

  • Stark verschlechterte Atemnot
  • Stärkerer Husten
  • Engegefühl im Brustbereich
  • Mehr Auswurf, der zäher und verfärbt sein kann
  • Fieber
  • Müdigkeit

Generell sind die Verschlechterungen unumkehrbar, treten sehr plötzlich auf und können im fortgeschrittenen Stadium von COPD mitunter sehr gefährlich sein. Die drei Leitsymptome, Atemnot, Husten und Auswurf, verschlechtern sich im weiteren Verlauf selbstverständlich auch. Das führt dazu, dass COPD-Kranke im Endstadium der Krankheit, komplett immobil werden und selbst in diesem Zustand unter schwersten Beeinträchtigungen leiden.

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Behandlungsmöglichkeiten bei COPD

Die schlechte Nachricht bei COPD lautet, dass bis jetzt kein Heilmittel im eigentlichen Sinne bekannt ist. Dementsprechend zielt die Behandlung auf zwei Dinge ab, einerseits wird versucht das Fortschreiten der Krankheit einzudämmen oder aufzuhalten. Andererseits wird versucht die Symptome zu mindern, beziehungsweise abzuschwächen. Um diese Zielsetzungen zu erreichen gibt es verschiedene Therapieformen. Sanubi zählt für Sie, im folgenden Verlauf, die wichtigsten davon auf.

Rauchstopp

Der erste Schritt auf dem Weg zur Behandlung von COPD ist immer das sofortige Aufhören mit dem Rauchen. Rauchen fördert nicht nur ein Voranschreiten der Krankheit, sondern trägt auch maßgeblich zur Verschlimmerung aller Symptome bei. Kommt es hingegen zum Rauchstopp kann man extrem schnell eine Verbesserung aller Beeinträchtigungen feststellen. Ganz wichtig ist es sich vor Augen zu führen, dass es absolut keine Alternative zur Einstellung des Rauchens gibt. Weigert man sich und raucht weiterhin, wird sich der eigene Zustand unweigerlich, rasch verschlimmern.

Medikamente

Auch bei COPD werden verschiedene Medikamente zur Linderung der Beschwerden und zum Eindämmen der Krankheitsverschlechterung eingesetzt. Die meisten dieser Medikamente sind inhalierbar und werden durch den Einsatz von Inhalatoren verabreicht. Wichtig zu beachten ist, dass man bei der Einnahme dieser Medikamente, mit Hilfe des Inhalators, schwerwiegende Fehler bei der Inhalation begehen kann. Aus diesem Grund ist es ratsam eine entsprechende Einweisung durch einen Fachmann in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen dieser Therapie werden bestimmte Wirkstoffe verabreicht. Darunter fallen Bronchodilatoren, dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die die Atemwege erweitern und so die Atemnot reduzieren. Des weiteren gibt es Glucocorticoide, die meist im fortgeschrittenen Stadium angewendet werden und dazu dienen eine weitere Exazerbation zu vermeiden. Sie können nicht nur inhaliert werden, sondern sind auch als orale Präparate verfügbar. Darüber hinaus existieren noch PDE-4-Hemmer, die ebenfalls für die Therapie von COPD zugelassen worden sind. PDE-4-Hemmer können bei richtiger Dosierung die Symptome von COPD behandeln.

Atemhilfen

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit von COPD sind Atemhilfen, dabei gibt es vor allem zwei wichtige Therapieformen. Die erste ist eine regelmäßige Sauerstoffverabreichung. Eine langfristige Sauerstoffzufuhr kann dazu führen, dass sich der Zustand des Patienten signifikant verbessert. Es können so Komplikationen, wie Rechtsherzinsuffizienz, Lungenhochdruck und eine zunehmende Verschlechterung der Symptome vermieden werden. In der Regel erfolgt die Behandlung unter Zuhilfenahme eines Schlauches, der über eine Nasenbrille, den Sauerstoff (O2) aus einer Sauerstoffflasche freisetzt. Die zweite Möglichkeit ist die der Beatmung. Hier wird in den meisten Fällen eine Heimbeatmungstherapie empfohlen, bei der der Patient nicht ganztags, sondern meist über Nacht, künstlich beatmet wird. Das geschieht immer dann, wenn der Körper nicht mehr dazu in der Lage ist die notwendige Atemarbeit selbst zu verrichten.

Lungenvolumenreduktion

Im Rahmen der COPD-Therapie ist eine Lungenvolumenreduktion unter gewissen Bedingungen eine gangbare Möglichkeit. Falls es dazu kommen sollte, gibt es zwei Herangehensweisen. Bei der bronchoskopischen Lungenvolumenreduktion werden endobronchiale Einwegventile bronchoskopisch in die entsprechenden Lungenlappen eingesetzt. Dabei geht es darum besonders beanspruchte Lungenlappen vom Rest der Lunge abzutrennen, sodass diese besser mit Sauerstoff versorgt werden kann. Vor allem bei Nichtrauchern, die gleichzeitig nicht übergewichtig sind, ist diese Behandlung oft eine gangbare Methode. Die andere Option ist eine chirurgische Lungenvolumenreduktion, wo versucht wird die eben beschriebenen Veränderungen, auf chirurgischem Weg zu erreichen.

Lungentransplantation

Der letzte Ausweg bei einer COPD-Erkrankung im Endstadium ist die Transplantation einer Lunge. Dazu kommt es in der Praxis jedoch nur in den seltensten Fällen, da die Komorbidität bei vielen COPD-Patienten sehr groß ist. In anderen Worten viele Menschen, die an COPD leiden, haben oftmals auch noch andere Erkrankungen, die dazu führen, dass eine Lungentransplantation ausgeschlossen werden muss.

COPD: Die Früherkennung ist essentiell

COPD ist eine schwerwiegende Krankheit, die sich nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland immer weiter ausbreitet. Betroffen sind zwar hauptsächlich Raucher, bzw. Menschen, die damit aufgehört haben, aber auch Nichtraucher können COPD zum Opfer fallen, teilweise durch Passivrauchen, teilweise aufgrund von Erkrankungen oder erblichen Merkmalen. Da COPD zum jetzigen Standpunkt weder heilbar ist, noch rückgängig gemacht werden kann, ist es umso wichtiger, dass eine Früherkennung alsbald stattfindet. Bemerkt man erste Anzeichen der Leitsymptome von COPD, also Atemnot, Husten und Auswurf, die sogenannten AHA-Symptome, dann sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. In jedem Fall ist es mehr als ratsam mit dem Rauchen aufzuhören. Zigaretten verschlimmern nicht nur die Symptome, sie fördern auch die Exazerbation von COPD. Darüber hinaus gibt es weitere Optionen zur Behandlung, die nicht nur die Symptome lindern, sondern auch eine Verschlimmerung eindämmen oder sogar verhindern. Darunter fallen Medikamente, Atemhilfen und Lungeneingriffe. Wichtig ist, dass man nicht davor zurückschreckt zum Lungenfacharzt zu gehen und sich untersuchen zu lassen. Danach kann man vom Fachmann über seinen Zustand und die Therapieformen informiert werden. Ist COPD einmal erkannt, kann mit der Krankheit gut umgegangen werden. Nur wenn man Symptome ignoriert, läuft man Gefahr nicht nur das eigene Leiden zu verschlimmern, sondern befördert zusätzlich den weiteren Verlauf der Lungenkrankheit.

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