Hilfsmittel

Älter werden ist kein Prozess, den man als leicht bezeichnen kann. Schreitet die Zeit voran, geht es vielen Senioren gleich. Langsam, aber sicher lässt man nach. Tätigkeiten, die früher leicht von der Hand gingen, sind auf einmal schwer geworden. In den meisten Fällen realisiert man selbst erst spät, wie sehr man Hilfe nötig hat. Die gute Neuigkeit ist jedoch, dass diese Veränderungen nicht nur normal sind, sondern auch keinen Weltuntergang markieren. Ganz besonders heutzutage gibt es unzählige Hilfsmittel, wie etwa Hilfsmittel für die Pflege, für Sicherheit, sensorische Hilfsmittel, Hilfsmittel zur Körperpflege, für die Mobilität und medizinische Hilfsmittel. Sie alle sorgen dafür, dass Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen auch weiterhin selbstbestimmt, selbstständig und zufrieden leben können. Sanubi listet für Sie die wichtigsten Hilfsmittel auf, gibt Beispiele und erklärt die Kostenübernahme.

Was sind Hilfsmittel?

Bevor man sich ausführlicher mit dem Thema Hilfsmittel auseinandersetzt sollte man zunächst klären was genau unter dem Begriff Hilfsmittel verstanden wird. Sanubi hat für Sie die folgende Definition formuliert.

“Bei Hilfsmitteln handelt es sich um Produkte, die dazu dienen bei einer betroffenen Person den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen sollen.”

pflege zu HauseGeregelt wird die Versorgung mit Hilfsmittel im fünften Sozialgesetzbuch (SGB V), insbesondere in §33.¹ Konkret sind Hilfsmittel ein essentielles Element der Gesundheitsversorgung und finden Anwendung auf vielen verschiedenen Gebieten. Bei Kranken unterstützen Hilfsmittel bei der Genesung, Menschen mit Behinderung können aufgrund von Hilfsmitteln wieder besser am Alltag teilnehmen und älteren Menschen wird durch Hilfsmittel möglich gemacht, weiterhin unabhängig und selbstbestimmt ihr Leben zu leben. Auch wenn es sich oft bei Hilfsmitteln um Medizinprodukte handelt, gibt es hier nichtsdestotrotz eine klare Abgrenzung. Medizinprodukte können auch in Krankenhäusern oder Arztpraxen zum Einsatz kommen, während Hilfsmittel ausschließlich für Privatpersonen gedacht sind.

Welche Hilfsmittel gibt es?

Hilfsmittel gibt es in verschiedenster Form und Ausführung. Generell kann man sich einen Überblick über alle Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes verschaffen. Dort werden, laut §139 des fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V)², die von den Krankenkassen finanzierten Hilfsmittel systematisch strukturiert und in ihrer Gesamtheit aufgeführt. Allerdings handelt es sich dabei um eine, für den normalen Leser, wohl etwas dröge, relativ kompliziert aufgebaute Liste. Aus diesem Grund hat Sanubi für Sie alle relevanten Hilfsmittel kategorisch zusammengefasst und erklärt Ihnen alles Wissenswerte dazu.

1. Hilfsmittel für die Pflege

Hilfsmittel für die Pflege fallen sehr unterschiedlich aus. Die wichtigsten darunter sind wahrscheinlich Pflegehilfsmittel. Ganz wichtig beim Thema Pflegehilfsmittel ist zunächst, dass diese nicht wie die meisten Hilfsmittel über die Krankenkasse abgerechnet werden, sondern stattdessen von der Pflegeversicherung bzw. der Pflegekasse bezahlt werden. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass jede Person in Deutschland, die über einen Pflegegrad, von Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 bis Pflegegrad 5, verfügt, ein Anrecht auch Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€ hat.

Die im Rahmen dieser Regelung übernommenen Pflegehilfsmittel umfassen folgende Produkte:

  • Einmalhandschuhe
  • Einfach verwendbare Bettschutzeinlagen
  • Wiederverwendbare Bettschutzeinlagen
  • Desinfektionsmittel:
    • Flächendesinfektion
    • Händedesinfektion
  • Schutzschürzen, sowohl einmalig verwendbare, als auch wiederverwendbare
  • Mundschutz
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Neben Pflegehilfsmitteln deckt der Bereich der Hilfsmittel für die Pflege noch weitere Produkte ab, ganz besonders erwähnenswert ist hier Inkontinenzmaterial. Darunter fallen verschiedene Inkontinenzartikel, wie etwa Inkontinenzeinlagen, Pants oder Windeln für Erwachsene. Je nach Inkontinenzart finanzieren die Krankenkassen, ab einem mittleren Inkontinenzgrad, die Inkontinenzversorgung, bis zu einem gewissen Maximalbetrag. Da viele Krankenkassen hier unterschiedlich hohe Kosten übernehmen und zudem immer verschiedene Unternehmen haben, die die Belieferung mit Inkontinenzprodukten gewährleisten sollen, bietet sich eine individuelle Recherche an. Beim Thema Inkontinenz, umgangssprachlich auch Blasenschwäche genannt, sollte man definitiv nicht davor zurückschrecken, sich zu informieren, insbesondere über Inkontinenzformen, und anschließend entsprechend rasch zu handeln.

2. Hilfsmittel für Sicherheit

Wird man älter, können sich ganz plötzlich, brandgefährliche Situationen ergeben, insbesondere bei Tätigkeiten, die früher noch problemlos möglich waren. Aus diesem Grund wurde eine Vielzahl von Hilfsmitteln entwickelt, die die Sicherheit ihrer Nutzer gewährleisten sollen. Dadurch werden potentiell lebensgefährliche Umstände, wie etwa ein Unfall im Bad, wo man es nicht mehr zum Telefon schafft, vermieden. Insgesamt sorgen diese Hilfsmittel damit für Sicherheit bei Betroffenen und lassen gleichzeitig auch Angehörige aufatmen. Sanubi stellt im folgenden Verlauf die wichtigsten Hilfsmittel für Sicherheit vor.

Hausnotruf

Eines der wichtigsten Hilfsmittel, das die Sicherheit gewährleisten soll, ist der Hausnotruf. Ein Hausnotrufsystem sorgt dafür, dass in Notfällen Hilfe so schnell wie möglich eintrifft. Die betroffene Person trägt dann einen wasserdichten Sender, der per Knopfdruck ein entsprechendes Notrufsignal sendet. Der jeweilige Hersteller setzt dann umgehend die Notrufzentrale in Kenntnis, je nach Vereinbarung können zusätzlich Verwandte benachrichtigt werden. Darüber hinaus bieten die unterschiedlichen Anbieter verschiedene Pakete an, wo weitere Dienste hinzugefügt werden können, wie beispielsweise eine sichere Schlüsselaufbewahrung.

Mobiler Notruf

Der mobile Notruf ist dem Hausnotruf nicht unähnlich, unterscheidet sich aber dahingehend, dass er auch außerhalb der eigenen vier Wände eingesetzt werden kann. Der mobile Notruf kommt in der Regel ebenfalls als kleiner Sender, der mit einem entsprechenden Notrufknopf ausgestattet ist. Per Knopfdruck kann so ein Notrufsignal gesendet werden, die Zentrale wird informiert, je nach Anbieter wird zunächst Kontakt mit dem Betroffenen aufgenommen oder sofort die passenden Helfer informiert. An sich ist der mobile Notruf eine sehr praktische Sache, man darf aber nicht vergessen, dass auch hier die Gefahr eines Funklochs besteht, wo das Absenden des Notrufs nicht möglich ist.

Mobiltelefone für Senioren

Auch Mobiltelefone werden speziell für die Bedürfnisse von Senioren entwickelt. Diese sogenannten Seniorenhandys sind in der Regel mit größeren Tasten, einfacher zu lesenden Displays und mitunter auch vereinfachten Funktionen ausgestattet. Durch die damit leichter gewordene Handhabung, soll es älteren Menschen möglich gemacht werden, besser mit der neuen Technologie zurechtzukommen. Dadurch können sie, insbesondere außerhalb der eigenen Wohnung, jederzeit Hilfe benachrichtigen, sollten sie in eine brenzlige Situation kommen.

Hilfsmittel für die Sicherheit von Demenzkranken

Menschen, die unter Demenz leiden, benötigen in vielerlei Hinsicht, auf sie zugeschnittene Hilfe. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln, die die Sicherheit von dementen Menschen gewährleisten sollen. Darunter fallen Demenz-Ortungssysteme, die dazu dienen verloren gegangene Menschen zu finden. Des weiteren gibt es verschiedene Warnmelder, die demente Menschen auf Gefahren im Alltag hinweisen, wie etwa ein angelassener Herd oder ein laufender Wasserhahn. Mittlerweile gibt es auch sogenannte AAL-Systeme, bzw. “Ambient Assisted Living”. Darunter versteht man komplett vernetzte Systeme, die einen Hausnotruf mit anderen Hilfsmitteln verbinden und so gefährdete Personen rundum absichern.

INFO: Auch wenn Pflegehilfsmittel nicht für Sicherheit sorgen, so erleichtern sie doch den Alltag um ein Vielfaches. Wussten Sie schon, dass Menschen mit Pflegegrad Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€ haben?

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3. Sensorische Hilfsmittel

Windelträger beim KartenspielenSensorische Hilfsmittel finden in allen Bereichen Anwendung, wo die Sinne einer betroffenen Person beeinträchtigt sind und dementsprechend eine Hilfestellung notwendig geworden ist. Dabei reichen die Hilfsmittel von kleinen Alltagshelfern bis hin zu nicht mehr wegzudenkenden Lebensrettern. Sanubi stellt Ihnen die gängigsten sensorischen Hilfsmittel vor.

Hörgeräte

Hörgeräte, bzw. Hörhilfen, gehören höchstwahrscheinlich zu den wichtigsten Hilfsmitteln, die es derzeit für älter werdende Menschen auf dem Markt gibt. Die Ohren und Trommelfelle sind zwei der wenigen, menschlichen Sinnesorganen, die über eine niedrige, kaum vorhandene Regenerationsfähigkeit verfügen. Das lässt Hörgeräte umso essentieller werden. Heutzutage gibt es verschiedene Hörhilfen, mit unterschiedlichen Funktionsweisen, auf dem Markt.
Die folgenden Hörgeräte gibt es:

  • Hinter-dem-Ohr-Geräte
  • Ex-Hörer-Geräte
  • Im-Ohr-Geräte
  • Taschenhörgeräte
  • Hörbrillen
  • Knochenleitungshörgeräte
  • Tinnitusmasker

Sprechhilfen

Sprechhilfen ermöglichen Menschen mit eingeschränktem oder mitunter auch gar nicht mehr vorhandenem Sprachvermögen wieder besser mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Auch Sprechhilfen kommen in verschiedenen Ausführen.
Auf folgende Sprechhilfen kann man unter anderem zurückgreifen:

  • Stimmverstärker
  • Stimmprothesen
  • Stimmersatzhilfen

Sehhilfen

Sehhilfen sind die zweite, extrem bedeutsame Untergruppe der sensorischen Hilfsmittel. Sehhilfen sind optische oder optoelektronische Hilfsmittel und können sowohl eingesetzt werden, um das Sehvermögen von Menschen zu verbessern, als auch zur Rehabilitation der Sehfähigkeit. Grundsätzlich kann man dementsprechend zwei große Unterteilungen bei den Sehhilfen vornehmen.
Die Unterteilungen, inklusive Beispiele, sehen wie folgt aus:

  1. Sehhilfen zur Verbesserung der Sehfähigkeit sind:
    • Brille
    • Kontaktlinse
    • Lupe
    • Lupenbrille
    • Bildschirmlupe
  2. Sehhilfen zur Rehabilitation der Sehfähigkeit sind meist entsprechend angepasste Sehhilfen zur Verbesserung der Sehfähigkeit, wie etwa:
    • Spezialbrillen, z. B. UV-Schutzbrillen
    • Besondere Kontaktlinsen
    • Modifizierte Lupen, Lupenbrillen oder Bildschirmlupen
    • Bei Verletzungen können Verbandschalen oder Verbandlinsen zum Einsatz kommen

4. Hilfsmittel zur Körperpflege

Pflegehilfsmittel zum VerbrauchDas Badezimmer ist nicht nur ein extrem wichtiger Ort für das tägliche Leben, sondern auch ein Ort großer Gefahren für alternde Menschen. Beim Waschen kann man ausrutschen und auch sonst gibt es viele Möglichkeiten sich zu verletzen. Aus diesem Grund wurden gerade für das Badezimmer zahlreiche Hilfsmittel entwickelt. Sanubi stellt Ihnen die wichtigsten vor.

Toilettenhilfen

Unter Toilettenhilfen versteht man alle Hilfsmittel, die Personen die Möglichkeit geben, die Toilette einfacher, besser oder selbstständiger zu verwenden. Darunter fallen eine große Menge verschiedener Produkte, beginnend bei Bettpfannen, Toilettenstühlen, Toilettensitzerhöhungen, über Toiletten mit Unterdusche oder eingebautem Lift, bis hin zu Toiletten-Armstützen und Toiletten-Rückenstützen.

Badewanneneinsätze & Badewannensitze

Badewanneneinsätze sind Hilfsmittel, die direkt in die Badewanne integriert werden, häufig durch Saugnäpfe fixiert. Sie dienen dazu den Badevorgang zu erleichtert und verringern die Länge der Wanne, womit sie sowohl beim Einstieg helfen, als auch beim Waschen innerhalb der Badewanne. Badewannensitze haben eine ähnliche Funktion, allerdings handelt es sich dabei um designierte Sitzgelegenheiten, die insbesondere für Menschen konzipiert sind, die sich nicht mehr in die Wanne legen können. Badewannensitze kommen in vielen unterschiedlichen Ausführungen und können je nach Bedarf und individueller Situation, sowohl direkt in die Wanne gestellt, als auch an den Seiten befestigt werden.

Liftsysteme für das Badezimmer

Auch für das Badezimmer gibt es verschiedene Liftsysteme, die Menschen mit eingeschränkten körperlichen Fähigkeiten, die Möglichkeit geben, in der Badewanne ein Vollbad zu nehmen. Liftsysteme für die Badewanne kommen in unterschiedlichen Ausführungen, beispielsweise als aufblasbare Kissen, als Komplettsysteme, inklusive Sitz, oder als Tuchlifter.

Haltegriffe, Stützen und Aufrichthilfen

Haltegriffe, Sicherheitsgriffe, Aufrichthilfen und Stützen aller Art sind von einem barrierefreien Bad nicht trennbar. Die verschiedenen Hilfsmittel dienen dazu, das Leben zu erleichtern und den Nutzern des Badezimmers zusätzliche Sicherheit zu geben. Wichtig ist, dass die verschiedenen Griffe stets stabil montiert sind und nur dort angebracht werden, wo die Bausubstanz eine gefahrlose Verwendung garantieren kann.

TIPP: Insbesondere im Badezimmer können Pflegehilfsmittel sehr nützlich sein. Vergessen Sie nicht, dass Menschen mit Pflegegrad ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€, haben.

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5. Hilfsmittel für die Mobilität

Hilfsmittel für die Mobilität helfen Menschen, denen das Gehen und Stehen zunehmend schwerer fällt. Je nach Einschränkungsgrad gibt es hier eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die beim einfachen Gehstock anfangen und bei einem vollautomatischen Rollstuhl aufhören. Je nach individueller Situation, Lebenslage und Beeinträchtigung lässt sich somit das passenden Hilfsmittel für die Mobilität finden. Sanubi erklärt Ihnen im Detail welche Optionen Sie haben.

Gehhilfen

Bei Gehhilfen handelt es sich um die einfachste Form eines Hilfsmittels, das zur Mobilität verwendet wird. Gehilfen kommen in verschiedenen Ausführungen, wobei die schlichteste Variante der Gehstock ist. Oftmals ist dieser zur besseren Handhabung mit mehreren Bodenstützen ausgestattet. Braucht man schon etwas mehr Hilfestellung kann man beispielsweise auf einen Gehgestell oder einen Rollator zurückgreifen. Insbesondere der Rollator ist eine sehr beliebte Gehhilfe, da er sehr vielseitig ist. Zum einen verfügt ein Rollator nämlich über eine bequeme Sitzfläche, zum ausruhen. Zum anderen muss er selten angehoben werden und ist mit seinen Rädern, inklusive Bremse, vielseitig einsetzbar. Mitunter verfügt der Rollator auch über einen Korb, wo Einkäufe oder sonstiges transportiert werden können.

Rollstühle

Rollstühle finden dann Anwendung, wenn eine Gehhilfe nicht ausreicht um die Mobilitätseinschränkungen von Betroffenen entsprechend auszugleichen. Keineswegs muss das jedoch heißen, dass ein Rollstuhlfahrer zwingenderweise nicht mehr gehen kann. Insbesondere ältere Menschen nutzen Rollstühle womöglich nur für bestimmte Dinge, wie etwa längere Ausflüge, Unternehmungen außer Haus oder schlichtweg zur Bewältigung längerer Strecken. Neben Rollstühlen, die man schieben kann, gibt es auch welche, die über einen elektronischen Motor verfügen. Ebenjene Ausführung ist ganz besonders geeignet für Menschen, die trotz eingeschränkter Mobilität noch selbstständig unterwegs sein wollen.

Elektromobile

Elektromobile, mitunter auch Scooter genannt, richten sich an Menschen, die sich besonders komfortabel fortbewegen wollen. Elektromobile verfügen über vier Räder und einen umweltfreundlichen Elektromotor, der in der Regel zu Hause an der Steckdose aufgeladen werden kann. Die sogenannten Scooter kommen in verschiedenen Varianten, deren Reichweite unterschiedlich ist, genauso wie die jeweilige Fortbewegungsgeschwindigkeit und die Ausstattung. Möchte man auf ein Elektromobil zurückgreifen bietet sich eine umfangreiche Recherche an, um genau das Produkt zu finden, das auf die eigenen Bedürfnisse zurechtgeschnitten ist.

Lagerungshilfen

Lagerungshilfen kann man im weiteren Sinne auch zu den Hilfsmitteln für die Mobilität zählen und sie richten sich an Menschen, die körperlich schon sehr eingeschränkt sind und mitunter einen hohen Bedarf an Pflege haben. Unabhängig davon ob die Pflegeleistungen im Rahmen der häuslichen Pflege, bzw. der ambulanten Pflege erfolgen, oder im stationären Umfeld, wie etwa beim betreuten Wohnen, sollen Lagerungshilfen vermeiden, dass betroffene Personen sich wundliegen oder an Dekubiti und ähnlichem leiden. Lagerungshilfen kommen in verschiedensten Varianten, die von einfachen Schaumstoffringen und dergleichen, bis hin zu Spezialbetten reichen.

Lifte als Hilfsmittel

Auch Lifte können als Hilfsmittel für die Mobilität eingesetzt werden. Insbesondere Treppenlifte, die in verschiedenen Ausführungen hergestellt und angeboten werden, können das Leben von vielen Menschen stark erleichtern. Von der Pflegeversicherung, bzw. der Pflegekasse wird ein Treppenlift allerdings nicht als Hilfsmittel angesehen, sondern stattdessen als wohnumfeldverbessernde Maßnahme behandelt. In diesem Rahmen kann auch eine finanzielle Unterstützung von bis zu 4.000€ gewährt werden.

6. Medizinische Hilfsmittel

Medizinische Hilfsmittel gehören zur letzten wichtigen Unterkategorie der Hilfsmittel. In den Bereich der medizinischen Hilfsmittel fallen grundsätzlich Hilfsmittel, die entweder zur Nachbehandlung eines medizinischen Eingriffs verwendet werden oder einen solchen vermeiden sollen. Im Fall von älteren Menschen sind besonders Blutdruckmessgeräte oder Blutzuckermessgeräte für Diabetiker erwähnenswert. Aber auch Bandagen, Einlagen, Kompressionsstrümpfe, Prothesen oder Orthesen gehören zu den medizinischen Hilfsmitteln.

Hilfsmittel: Die Kosten

Wie vielseitig Hilfsmittel beschaffen sein können wurde im bisherigen Verlauf umfassend abgeklärt. Dementsprechend fallen auch die jeweiligen Kosten für die Hilfsmittel extrem unterschiedlich aus. Eine komplette Übersicht über die Preise von verschiedenen Hilfsmitteln ist aus mehreren Gründen nicht möglich. Zum einen gibt es eine so große Zahl von Produkten, die alle unterschiedliche Anwendungsgebiete haben und dementsprechend in zahlreichen, individuell einzigartigen, Situationen Anwendung finden können. Zum anderen gibt es eine Vielzahl von Herstellern, die alle Hilfsmittel von unterschiedlicher Qualität herstellen. Darüber hinaus bieten sehr viele Verkäufer Hilfsmittel an und bedingt dadurch können sich abermals massive Differenzen bei den Preisen ergeben. Insgesamt kann Sanubi Ihnen also keine konkrete Zahl zu den Hilfsmitteln geben, die Sie benötigen. Davon abgesehen sei Ihnen jedoch ans Herz gelegt, sich ausführlichst zu informieren und das sowohl über Ihre eigene Situation, als auch die verfügbaren Produkte auf dem Markt.

HINWEIS: Pflegehilfsmittel zum Verbrauch stehen Menschen mit Pflegegrad, im Wert von bis zu 40€, zu. Unabhängig von anderen Hilfsmitteln, die benötigt werden, können Pflegehilfsmittel eine tolle Ergänzung darstellen.

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Kostenübernahme von Hilfsmitteln

Arzt unterschreibtAuch die Kostenübernahme von Hilfsmitteln gestaltet sich alles andere als einfach. Grundsätzlich kann zunächst festgestellt werden, dass die Hilfsmittelversorgung in den meisten Fällen durch die gesetzliche Krankenversicherung, bzw. bei Privatversicherten die private Krankenversicherung, gewährleistet werden muss. Welche Hilfsmittel übernommen werden, lässt sich aus dem Hilfsmittelverzeichnis, das basierend auf der gesetzlich festgelegten Hilfsmittel-Richtlinie erstellt worden ist. Sofern die Hilfsmittel also im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt werden, wird als nächstes ein Rezept vom Arzt benötigt. Hat dieser eine entsprechende Bescheinigung erstellt, gilt es als nächstes das Rezept bei der Krankenkasse einzureichen und wenn alles seine Richtigkeit hat, dann kann man wenig später mit den dringend benötigten Hilfsmitteln rechnen. Lehnt die Krankenkasse den Antrag hingegen ab, hat man immer noch die Möglichkeit bei der Pflegeversicherung bzw. der Pflegekasse anzusuchen. Unter gewissen Umständen kann man dort einen Zuschuss bekommen, oftmals geht dies aber mit einem Pflegefall einher, insbesondere wenn schon Pflege zu Hause, wie etwa durch pflegende Angehörige oder eine 24-Stunden-Pflege, beispielsweise durch polnische Pflegekräfte, durchgeführt wird. Ganz wichtig ist hier jedoch auch, dass im Falle einer Behandlungspflege, trotzdem die Krankenkasse für die Versorgung von Hilfsmitteln verantwortlich ist, nicht die Pflegekasse, wie man fälschlicherweise annehmen könnte.

Ein erfülltes Leben führen, mit den richtigen Hilfsmitteln

Es gibt nicht viele Dinge, die alle Menschen vereinen, aber das Älterwerden ist eines davon. Alternde Personen stehen vor vielen Problemen und Herausforderungen. Oft sieht man sich selbst nicht in der Lage diese alle alleine zu bewältigen, aber glücklicherweise muss man das auch nicht. Hilfsmittel sind genau dazu da, sie unterstützen uns in allen Lebenslagen und gleichen aufkommende Schwächen aus. Was genau unter dem Begriff Hilfsmittel verstanden werden muss, legt das Hilfsmittelverzeichnis fest, welches auf der Basis von einer, von Verordnungen gestützten, Hilfsmittel-Richtlinie, vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, erstellt worden ist. Ganz besonders hervorzuheben sind allerdings Pflegehilfsmittel, denn diese unterscheiden sich auf zweifache Art von den anderen Hilfsmitteln. Pflegehilfsmittel werden nämlich in der Regel zum einen von der Pflegeversicherung bzw. der Pflegekasse übernommen und zum anderen sind sie unabhängig vom Hilfsmittelverzeichnis geregelt. Ansonsten kann man bei dringendem Bedarf damit rechnen, dass die benötigten Hilfsmittel von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Grundsätzlich gilt vor allem eines und zwar, dass man sich gut mit dem Thema Hilfsmittel auseinandersetzen sollte. Ist man richtig informiert, sollte man auch nicht zu stolz sein, auf Hilfsmittel zurückzugreifen. Schließlich werden wir alle irgendwann Hilfsmittel benötigen. Ist man einmal gut versorgt, kann man schnell wieder ein erfülltes Leben führen.

WICHTIG: Vergessen Sie nicht, dass Menschen mit Pflegegrad ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€, haben. Sanubi liefert schnell genau die Produkte, die benötigt werden.

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Quellenverzeichnis

1. Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V), §33
2. Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V), §139