Hörgeräte

Unsere Ohren sind sensible Organe, die uns das Hören ermöglichen. Da eine Regeneration in vielen Fällen nicht oder nicht vollständig möglich ist, kommt es häufig vor, dass Menschen, nicht nur in Deutschland, unter Schwerhörigkeit leiden. Die Gründe dafür können vielfältig sein und von dauerhaftem Lärm, über Verletzungen, bis hin zu Krankheiten reichen. Oftmals ist der einzige Weg zur Besserung, das Verwenden eines Hörgerätes. Hörgeräte kommen in verschiedenen Ausführungen und haben dementsprechend, je nach individueller Situation, ihre Berechtigung. Gerade deshalb ist es wichtig sich gut mit dem Thema zu beschäftigen, vor allem wenn man selbst in Erwägung zieht auf ein Hörgerät zurückzugreifen. Sanubi erklärt Ihnen in einer großen Übersicht alles Wichtige, das Sie zum Thema Hörgeräte wissen müssen. Es werden nicht nur alle relevanten Arten von Hörgeräten, bzw. Hörsystemen, vorgestellt, auch bei der Auswahl stehen wir Ihnen zur Seite und geben Ihnen darüber hinaus noch wertvolle Tipps und Tricks.

Inhaltsverzeichnis

  1. Hörgeräte: Definition und Anwendung
  2. Ursachen, die Hörgeräte notwendig machen
  3. Verschiedene Bauformen von Hörgeräten
  4. Hörgeräte: Die richtige Auswahl treffen
  5. Hörgeräte: Kosten und Kostenübernahme
  6. Tipps zur Verwendung von Hörgeräten
  7. Hörgeräte sind essentielle Helfer im Alltag

Hörgeräte: Definition und Anwendung

Grundsätzlich soll zunächst geklärt werden, wann von einem Hörgerät gesprochen werden kann und wann nicht. Deshalb hat Sanubi für Sie eine passende Definition vorbereitet:

“Hörgeräte sind technische Hilfsmittel, die bei Menschen mit Hörschädigung helfen, indem sie Hördefizite ausgleichen oder lindern. Schwerhörige können mit Hilfe von Hörgeräten ihr Sprachverständnis verbessern, sich sozial besser eingliedern und erhalten unter Umständen auch Hilfe beim Spracherwerb.”

In Deutschland sind nach unterschiedlichen Schätzungen ungefähr 12 – 16 Millionen Menschen von Schwerhörigkeit betroffen. Davon verwenden zwischen 30 und 40 Prozent der Betroffen eine Hörhilfe, bzw. ein Hörgerät. Viele schwerhörige Menschen schrecken auch heutzutage noch davor zurück Ihre Hördefizite mit einem Hörsystem zu behandeln. Grund dafür ist die soziale Stigmatisierung, die beim Tragen von Hörgeräten empfunden wird. Dementsprechend wird die Entwicklung neuer Hörgeräte immer mehr in die Richtung gelenkt, wo man die Hilfsmittel nicht mehr von Bluetooth-Headsets oder vergleichbarem unterscheiden kann.

Ursachen, die Hörgeräte notwendig machen

Hörgeräte können aufgrund von verschiedenen Ursachen notwendig werden. Grundsätzlich ist jedoch immer ein Funktionsdefizit des Hörorgans gegeben. Gleichzeitig lassen sich die Ursachen in zwei Kategorien unterteilen. Zum einen kann eine Schädigung der Schallleitung vorliegen, zum anderen kann eine Schädigung der Schallempfindung gegeben sein. Ist die Schallleitung beschädigt, kann der Schall, in anderen Worten können Geräusche, nicht richtig ins Innenohr geleitet werden. Spricht man von einer Schädigung der Schallempfindung, ist damit gemeint, dass die Wahrnehmung im Ohr nicht mehr einwandfrei funktioniert. Im Klartext heißt das, dass die Reizweiterleitung im Hörnerv beschädigt ist. Je nachdem wie schwer die Hörschädigung ist, wird die Hörschwelle in einen höheren Schallbereich verschoben. Zusätzlich wird die Hördynamik erschwert.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Verschiedene Bauformen von Hörgeräten

Es gibt nicht nur verschiedene Arten von Hörschädigungen, auch die Ausprägung dieser Probleme kann sich gravierend unterscheiden. Dementsprechend wurden eine Reihe von unterschiedlichen Hörgeräten entwickelt. All diese Hörlösungen sollen Schwerhörigkeit bekämpfen, gehen dabei aber andere Wege. Sanubi hat für Sie die wichtigsten Formen von Hörgeräten zusammengefasst und informiert Sie umfassend über die jeweiligen Eigenschaften, Vorteile und Nachteile.

Hinter-dem-Ohr-Geräte

Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO) bestehen aus einem Gehäuse, das hinter der Ohrmuschel platziert wird, einem dazugehörigen Schallschlauch, der das Gehäuse mit dem Einsatz verbindet, der in das Ohr des Betroffenen eingesetzt wird. Das Gehäuse bietet viel Platz für die Batterie und die dazugehörige Elektronik. Aus diesem Grund ist ein Hinter-dem-Ohr-Gerät sehr flexibel einsetzbar und eignet sich somit für die Behandlung aller möglichen Formen von Schwerhörigkeit. Insbesondere bei schwereren Beeinträchtigungen der Hörfähigkeit, auch Altersschwerhörigkeit kann darunter fallen, eignet sich ein Hinter-dem-Ohr-Gerät, da eine hohe Verstärkung möglich ist. Darüber hinaus sind diese Art von Hörgeräten leicht zu reinigen und verfügen über eine lange Batterielaufzeit. Der einzige Nachteil, der sich mitunter für die Nutzer ergeben kann, ist, dass ein Hinter-dem-Ohr-Gerät relativ offensichtlich ist. Wer also unauffällige Hilfsmittel bevorzugt, sollte eine andere Lösung in Betracht ziehen.

Ex-Hörer-Geräte

Ex-Hörer-Geräte (RIC) sind von der Beschaffenheit Hinter-den-Ohr-Geräten nicht unähnlich, funktionieren dennoch anders. Der Einsatz ist bei Ex-Hörer-Geräten nicht mit dem Gehäuse durch einen Schallschlauch verbunden, sondern lediglich durch eine dünne Kabelleitung. Der Schallwandler ist dementsprechend aus dem Gehäuse ausgelagert. Somit ist der Einsatz größer und erlaubt keine Durchlässigkeit, sprich alle Töne müssen durch das Hörgerät wahrgenommen werden. Ex-Hörer-Geräte eignen sich ebenfalls für alle Arten von Hörschädigungen und können dabei sogar noch verstärkender wirken als Hinter-dem-Ohr-Geräte. Die Bauweise ist gleichzeitig trotz allem kompakt und durch die wesentlich dünnere Verbindung zwischen Gehäuse und Einsatz, der sich im Vergleich tiefer im Gehörkanal befindet, ist die gesamte Optik um einiges unauffälliger. Nichtsdestotrotz muss man bei der Hörverstärkung keine Einbußen hinnehmen, die Qualität ist klar, es gibt keine Störgeräusche und der Energieverbrauch ist ebenfalls sehr gering.

Im-Ohr-Geräte

Im-Ohr-Geräte (IdO) befinden sich, wie der Name schon sagt, komplett im Ohr. Somit kann man vorweg feststellen, dass es sich dabei um die unauffälligsten aller Hörgeräte handelt. Wie genau die Technik hinter den Im-Ohr-Geräten funktioniert, ist je nach Unterart anders. Es gibt also verschiedene Varianten.

Sanubi hat die wichtigsten für Sie aufgelistet:

  • In-The-Ear (ITE): Das Gehäuse füllt die Ohrmuschel komplett aus, kann bei Bedarf aber so eingefärbt werden, dass es weniger auffällig ist. Diese Art von Hörgerät ist heutzutage kaum mehr verbreitet, da der Fortschritt der Technik kleinere Modelle möglich gemacht hat.
  • In-The-Canal (ITC): In-The-Canal-Geräte befinden sich im Gehörgang und schließen mit dem Ende dessen ab. Diese Art von Im-Ohr-Gerät ist in der Regel der beste Kompromiss aus Sichtbarkeit, Sauberkeit und technischen Funktionen.
  • Completely-In-The-Canal (CIC): Completely-In-The-Canal-Geräte befinden sich im Gehörgang, schließen noch im Gehörgang ab und sind von außen kaum sichtbar. Um sie wieder entfernen zu können, verfügen sie in der Regel über eine Schnur. Aufgrund der geringen Größe werden sie meist nur bei sehr schwacher Hörschädigung verwendet.
  • Invisible-In-The-Canal (IIC): Invisible-In-The-Canal-Geräte sind noch kleiner als Completely-In-The-Canal-Geräte und schließen so tief im Gehörgang ab, dass sie überhaupt nicht von außen gesehen werden können. Sie verfügen ebenfalls über eine Schnur, mit der man sie wieder entfernen kann.
  • Vorkonfektionierte Im-Ohr-Geräte: Wie der Name schon sagt handelt es sich bei vorkonfektionierten Im-Ohr-Geräten, um Hörgeräte, die nicht angepasst werden müssen. Aufgrund dieser Beschaffenheit sind sie nur bei schwachem Hörverlust und entsprechend passender Gehörgangs-Anatomie sinnvoll. Selbst in diesen Fällen können sie ungenau sein und stellen somit eher eine Übergangslösung dar.

Generell sind Im-Ohr-Geräte weniger leistungsfähig als die meisten Alternativen und eignen sich dementsprechend für Menschen, die einerseits unter geringem Hörverlust leiden und andererseits großen Wert auf Diskretion legen. Darüber hinaus sind Im-Ohr-Geräte oft anfällig für Verschmutzung, durch Schweiß, Ohrenschmalz oder Defekte, was eben genau der Tatsache geschuldet ist, dass sie sich komplett im Gehörgang befinden.

Andere Hörgeräte

Neben den bisher aufgelisteten Hörgeräten gibt es noch eine ganze Reihe von anderen Hörsystemen, die allesamt wesentlich weniger häufig verbreitet und in ihrem Anwendungsbereich oftmals weitaus spezieller konzipiert sind. Besonders erwähnenswert sind an dieser Stelle vor allem sogenannte Tinnitusmasker oder Tinnitusnoiser. Besagte Tinnitus-Hörgeräte dienen vor allem dazu die Leiden einer Tinnituserkrankung zu lindern, was oftmals durch die Einspielung eines bestimmten Tones bewerkstelligt werden soll. Häufig handelt es sich dabei um ein Geräterauschen, das den Tinnitus überspielen soll. Das Ganze gibt es auch als sogenanntes Tinnitusinstrument, wo die Funktion des Tinnitusmaskers mit der eines Hörgerätes kombiniert wird. Des weiteren gibt es Knochenleitungshörgeräte, die bei bestimmten Erkrankungen zur Anwendung kommen. Hier wird der Schall nicht über die Luft getragen, sondern erreicht das Innenohr durch Vibrationen des Knochens. Darüber hinaus gibt es sogenannte Hörbrillen, wo das Hörgerät, also die Technik des Hörgerätes in den Bügeln der Brille verborgen ist. Zu guter Letzt müssen noch Implantate erwähnt werden, bei denen es sich zwar um keine Hörgeräte im eigentlichen Sinne handelt, die aber trotzdem exzellente Hörhilfen sein können.

TIPP: Wussten Sie schon, dass Menschen mit Pflegegrad ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€ haben? Pflegehilfsmittel sind vielseitig einsetzbar und können sehr hilfreich sein.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Hörgeräte: Die richtige Auswahl treffen

Bevor man sich ein Hörgerät zulegt, gilt es zunächst erst einmal die Schwerhörigkeit festzustellen, gehen Sie also, besonders mit fortschreitendem Alter, regelmäßig zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt, kurz HNO-Arzt. Damit ist es aber noch nicht getan, seien Sie auch im Alltag aufmerksam. Werden Sie häufig von Mitmenschen darauf angesprochen, dass Sie nicht alles verstanden haben, was Ihnen gesagt wurde? Überhören Sie womöglich die Klingel des öfteren? Müssen sich Menschen in Ihrem Umfeld oft wiederholen? All das können Anzeichen für eine aufkommende Schwerhörigkeit sein. Ist diese einmal festgestellt, gilt es das Ausmaß der Beeinträchtigung zu erfassen, in der Regel ist hier ebenfalls der HNO-Arzt der beste Ansprechpartner. Je nachdem wie ausgeprägt die Schwerhörigkeit ist, ergibt sich schon einmal eine Vorauswahl an Hörgeräten. Als nächstes sollten Sie in ein Fachgeschäft gehen und sich beraten lassen. Achten Sie dabei besonders darauf, dass Sie mit dem Hörgerät auch wirklich wieder alles verstehen. Darüber hinaus sollte es richtig auf Sie eingestellt sein, bequem im Ohr liegen und Ihren Vorstellungen von Diskretion entsprechen. Nur wenn alle diese Kriterien erfüllt sind, werden Sie das neue Hörgerät gut und gerne tragen wollen.

Hörgeräte: Kosten und Kostenübernahme

Geht es um die Kosten von Hörgeräten so ist, wie bei vielen anderen Dingen im Leben, nach oben lange keine Grenze gesetzt. Je hochwertiger das Produkt ist, je ausgefallener das Design, umso teurer wird das Hörgerät und sogenannte Premium-Hörgeräte können bis zu 5.000 Euro pro Ohr kosten. Das heißt allerdings keineswegs, dass Sie tief in die Tasche greifen müssen, oder dass ein so teures Modell überhaupt notwendig ist. In vielen Fällen unterscheiden sich die teuersten Modelle vor allem beim Design und nicht bei der hörverstärkenden Wirkung. Grundsätzlich kann mit einer staatlichen Unterstützung gerechnet werden, wenn man ein Hörgerät braucht. Dafür gibt es allerdings einige Kriterien, zunächst muss ein Hörverlust von mindestens 30 Dezibel gegeben sein. Sobald das festgestellt wird, in der Regel ist hier ein entsprechendes Gutachten notwendig, kann man die Zuzahlung für das Hörgerät beantragen. Besagtes Hörgerät muss zur Kostenübernahme einige Anforderungen erfüllen, da dem Gesetzgeber daran gelegen ist, sicherzugehen, dass Schwerhörige mit dem neuen Hörgerät auch wirklich wieder möglichst nahe an das Hörvermögen von Normalhörern kommen.

Folgende Ausstattungsmerkmale müssen gegeben sein:

  • Das Hörgerät muss volldigital sein
  • Es muss mindestens über drei Hörprogramme verfügen
  • Mindestens vier einstellbare Frequenzkanäle müssen vorhanden sein
  • Mehrmikrofontechnik, Störlärmunterdrückung und Rückkopplungsunterdrückung müssen gegeben sein

Sind alle diese Kriterien erfüllt kann grundsätzlich eine Kostenübernahme erfolgen. Behandelt wird diese, wie die meisten anderen Hilfsmittel auch, im fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) und zwar genauer gesagt in §33¹ und §36². Zusätzlich gibt es einige, gerichtliche Grundsatzurteile, die die Ansprüche präzisieren. Dementsprechend ist die Krankenversicherung, also die Krankenkasse für eine Kostenübernahme verantwortlich. Diese halten sich bei den jeweiligen Beträgen an die Hilfsmittel-Richtlinie, welche einen Wert von 784,94 Euro für das erste Hörgerät und 1.412,89 Euro für eine beidseitige Hörgerätversorgung vorgibt. Mitunter kann je nach Krankenkasse auch mit einer höheren Unterstützung gerechnet werden. Für Privatversicherte gelten individuelle Regelungen, die von dem individuellen Versicherungsvertrag abhängig sind. Generell kann mit dem Betrag, der von der Krankenkasse übernommen wird, in den meisten Fällen nur ein Basismodell finanziert werden. Will man ein hochwertigeres Modell nutzen, kommt man um eine Aufzahlung aus der eigenen Tasche nicht umhin. Beachten Sie an dieser Stelle, dass eine Zuzahlung von 10 Euro pro Hörgerät ohnehin bei allen Versicherten über 18 verlangt wird, sofern keine Sonderregelung vorliegt. Darüber hinaus gilt seit einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2009 auch die Regelung, dass ein hochwertigeres Modell von der Krankenkasse übernommen werden muss, sofern man nachweisen kann, dass dies notwendig ist, um den nötigen Behinderungsausgleich zu gewährleisten. Besonders bekante Hersteller von Hörgeräten sind unter anderem Kind, Siemens und Widex.

TIPP: Auch Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden, im Wert von bis zu 40€, pro Monat vom Staat bezahlt. Zuständig ist in diesem Fall die Pflegeversicherung. Sanubi liefert nicht nur hochwertige Pflegehilfsmittel, sondern übernimmt auch die dazugehörige Korrespondenz mit der Pflegekasse.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Tipps zur Verwendung von Hörgeräten

Hat man sein neues Hörgerät erst einmal erhalten, können sich einige Dinge ändern. Vor allem der Gebrauch kann am Anfang mehr Arbeit, als Segen sein. Auch wenn es um die Instandhaltung des neuen Geräts geht, können Fehler gemacht werden. Das alles muss jedoch nicht sein, denn Sanubi hat für Sie einige wichtige Tipps und Tricks zusammengetragen, die Ihnen die Umstellung leichter machen sollen.

● Wählen Sie das richtige Gerät und achten Sie auf eine optimale Anpassung

Seien Sie bei der Auswahl und der Anpassung Ihres Hörgerätes so sorgfältig wie möglich. Das heißt holen Sie erst die Diagnose von einem HNO-Arzt ein und gehen Sie anschließend zu einem Hörakustiker Ihres Vertrauens. Lassen Sie sich dort beraten und wählen Sie das Hörgerät, das am besten zu Ihren individuellen Anforderungen passt. Danach sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen, das gewählte Hörgerät, vom Hörakustiker, in jeder Hinsicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu lassen. Störgeräusche, nicht optimal eingestellte Verstärkung und vieles mehr können große Probleme bereiten und womöglich dazu führen, dass Sie Ihre Hörhilfe nicht gerne tragen. Das kann alles durch eine sorgfältige Auswahl und Einstellung des Hörgerätes vermieden werden.

● Stellen Sie sicher, dass das Hörgerät immer mit Strom versorgt ist

Egal ob Sie sich für ein Hörgerät entscheiden, das von Akkus betrieben wird, oder eines das auf Batterien angewiesen ist, es ist essentiell, dass das Gerät über ausreichend Strom verfügt. Nur so kann eine optimale Leistung des Hörgerätes garantiert werden. Wenn Sie also das Piepsen hören, dass das Ende der Akkulaufzeit oder der Batterielaufzeit ankündigt, zögern Sie nicht lange und laden Sie den Akku wieder auf oder tauschen Sie die leere Batterie aus.

● Vernachlässigen Sie die Sauberkeit des Hörgeräts nicht

Hörgeräte sind Gebrauchsgegenstände, die jeden Tag zum Einsatz kommen. Das heißt auch, dass sie dementsprechenden Belastungen ausgesetzt sind. Dazu gehört vor allem Schweiß und Ohrenschmalz. Sorgen Sie also dafür, dass die Geräte regelmäßig fachgerecht gereinigt werden. Darüber hinaus sollte man stets darauf achten, dass die Hörgeräte trocken sind. Oftmals bietet sich dazu eine Trockenbox oder ähnliches an. Darin können Sie das Hörgerät nachts lagern und morgens dann sicher sein, dass Ihr Alltagshelfer voll funktionsfähig ist.

● Meiden Sie gebrauchte Hörgeräte

Das Internet ist voll davon und auch im privaten Umfeld können sich vermeintliche Schätze, also Hörgeräte, in den Schränken verbergen. Was auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen wirkt, ist auf den zweiten Blick nur selten eine gute Idee. Dafür gibt es mehrere Gründe, der offensichtlichste ist zunächst, dass gebrauchte Geräte selten auf dem richtigen Stand sind. Zweitens müssen sie auf Sie angepasst werden, was schnell teuer werden kann. Darüber hinaus handelt es sich dabei um den Besitz der Krankenkasse, sollten die Hörgeräte ursprünglich von ihr bezahlt worden sein. Zu guter Letzt erfolgt bei gebrauchten Hörgeräten niemals eine Kostenübernahme, egal woher sie stammen.

● Beachten Sie eventuelle Zusatzfunktionen

Die Technik von vielen Hörgeräten ist in der heutigen Zeit sehr ausgereift. Oftmals sind verschiedene Zusatzfunktionen möglich. Beispielsweise kann das Hörgerät über eine Bluetooth-Funktion verfügen und so beispielsweise mit einem IPhone, IPad oder einem ähnlichen Gerät verbunden werden. Das ist allerdings nicht das einzige, was heutzutage möglich ist, auch für das Radio oder das Fernsehgerät gibt es unter Umständen spezielle Funktionen. Am besten Sie fragen schon beim Erwerb des Hörgeräts Ihren Hörakustiker des Vertrauens.

Hörgeräte sind essentielle Helfer im Alltag

Schwerhörigkeit ist keine Seltenheit und vor allem mit zunehmendem Alter sind viele Menschen in Deutschland davon betroffen. Hörgeräte sind essentielle Helfer, um den Verlust des Hörvermögens auszugleichen und einen unbeschwerten Alltag zu ermöglichen. Leider haben viele schwerhörige Menschen mit einer Stigmatisierung im täglichen Leben zu kämpfen und meiden deshalb die Hörhilfen, insbesondere jene Hörgeräte die gut sichtbar sind. Das ist allerdings genau der falsche Schritt. Unbehandelte Schwerhörigkeit beeinträchtigt nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern kann mitunter gefährlich sein oder zu einer verminderten Leistungsfähigkeit im Berufsleben führen. Aus diesem Grund rät Sanubi den falschen Stolz zu ignorieren, zum Arzt oder Akustiker zu gehen und seine Probleme konstruktiv anzupacken. Schwerhörigkeit ist nichts wofür man sich schämen muss und ist zudem weit verbreitet. In diesem Sinne empfiehlt es sich, sobald man die ersten Anzeichen einer verminderten Hörfähigkeit bemerkt, nach einem geeigneten Hörgerät zu suchen. Sind Sie erst einmal mit dem richtigen Modell versorgt, trägt das Hörgerät dazu bei, dass Ihnen auch weiterhin nichts entgeht und Sie Ihr Leben genießen können.

WICHTIG: Vergessen Sie nicht, dass Menschen mit Pflegegrad ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€, haben. Sanubi liefert schnell genau die Produkte, die benötigt werden.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Quellenverzeichnis

1. §33, fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V)
2. §36, fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V)