Inkontinenzarten

Es gibt eine Vielzahl von Inkontinenzarten, die sich je nach Form, Art, Intensität und Ursache der Inkontinenz unterscheiden. BlasenschwächeAllgemein kann man erstmal zwischen der Harninkontinenz, umgangsprachlich auch Blasenschwäche, und der Stuhlinkontinenz unterscheiden. Bei der Harninkontinenz kommt es zum unkontrolliertem Austritt von Harn, bzw. Urinverlust. Bei der Stuhlinkontinenz zum unkontrollierten Stuhlverlust. Gerade bei der Blasenschwäche gibt es jedoch noch eine Reihe von unterschiedlichen Inkontinenzarten. Sanubi hat die wichtigsten dieser Inkontinenzarten für Sie zusammengefasst, damit Sie sich einen Überblick verschaffen können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Inkontinenzarten: Belastungsinkontinenz
  2. Inkontinenzarten: Dranginkontinenz
  3. Inkontinenzarten: Mischinkontinenz
  4. Inkontinenzarten: Reflexinkontinenz
  5. Inkontinenzarten: Überlaufinkontinenz
  6. Inkontinenzarten: Stuhlinkontinenz
  7. Inkontinenzarten: Die Versorgung zählt

Inkontinenzarten: Belastungsinkontinenz

Bei der Belastungsinkontinenz verliert man unter Belastung unkontrolliert Urin. Anhand der Intensität der Belastung kann man die Belastungsinkontinenz weiter unterteilen. Je schwerer die Belastung ist bei der Urin verloren geht, desto leichter der Inkontinenzgrad. Verliert man also nur unter starker Belastung Urin, ist der Inkontinzgrad sehr gering. Verliert man hingegen schon bei leichter Belastung bzw. fast keiner Belastung, z. B. beim Schlafen Urin, ist der Inkontinenzgrad stärker. Für eine genaue Klassifizierung spielt allerdings auch die Menge an Urin, sowie der Zeitraum eine Rolle. Meist zeichnet sich die Belastungsinkontinenz jedoch durch geringen Urinverlust beim Husten, Lachen oder Heben aus. Sie ist die häufigste Inkontinenzart und tritt hauptsächlich bei Frauen auf. Das liegt daran, dass eine häufige Ursache für das Auftreten dieser Inkontinenzart ein geschwächter Beckenboden ist, welcher oft nach Geburten oder im Rahmen einer Blasenschwäche in den Wechseljahren auftritt. Die Belastungsinkontinenz kann durch gezieltes Beckenbodentraining stark vermindert werden.

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Inkontinenzarten: Dranginkontinenz

Bei der Dranginkontinenz tritt der Urinverlust meist sehr plötzlich auf. Oft so plötzlich, dass es viele Betroffene nicht mehr rechtzeitig zur Toilette schaffen. Daher ist gerade hier eine ausreichende und bedarfsgerechte Versorgung mit Inkontinenzmaterial, wie beispielsweise Windeln für Erwachsene, wichtig. Grund für das plötzliche Auftreten ist der Blasenmuskel, welcher sich unkontrolliert zusammenzieht. So passiert es unverhofft und oft, auch bei nur halb gefüllter Blase, dass man plötzlich urinieren muss. Dieser Umstand macht es sehr schwierig Vorherzusehen wann der Harndrang sich bemerkbar machen wird. Die Dranginkontinenz wird umgangssprachlich auch überaktive Blase genannt und tritt vermehrt im Alter auf.

Inkontinenzarten: Mischinkontinenz

Die Mischinkontinenz ist genau genommen keine eigene Inkontinenzart. Sie verbindet Symptome der Inkontinenzarten Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz. Leidet man also unter Symptomen, die sowohl zur Belastungsinkontinenz, wie auch zur Dranginkontinenz gehören, spricht man von einer Mischinkontinenz. Betroffen von der Mischinkontinenz sind häufiger Frauen als Männer.

Inkontinenzarten: Reflexinkontinenz

Leidet ein Betroffener unter Reflexinkontinenz, so äußert sich diese häufig in Form von unkontrollierbaren Nervenreflexen, zum Teil auch Zuckungen. Dieser Umstand führt dazu, dass der Patient außerstande ist seinen Harndrang zu kontrollieren, was ungewollten Urinverlust zur Folge hat. Besagter Harnverlust passiert dabei ohne dass die betroffene Person überhaupt das Bedürfnis verspürt auf die Toilette gehen zu müssen. Das liegt daran, dass im Gehirn des Patienten nicht die richtigen Signale rechtzeitig gesendet werden. Aus diesem Grund kommt der Impuls, dass die Blase voll ist, niemals an.

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Inkontinenzarten: Überlaufinkontinenz

Die Überlaufinkontinenz ist eine Inkontinenzart bei der sich die Blase beim urinieren nicht vollständig leert. Das liegt in der Regel an einer blockierten Harnröhre, ein Umstand welcher wiederum auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden kann. Ist man von der Überlaufinkontinenz betroffen hat man ständig das Gefühl, dass man auf die Toilette gehen muss. In den meisten Fällen sind es Männer die an dieser Inkontinenzart leiden, was daran liegt, dass eine Vergrößerung der Prostata insbesondere als Verursacher der Überlaufinkontinenz bestimmt werden kann.

Inkontinenzarten: Stuhlinkontinenz

Anders als die bisherigen Inkontinenzarten ist die Stuhlinkontinenz keine Harninkontinenz, denn wie der Name schon sagt, kann der Betroffene einer Stuhlinkontinenz seinen Stuhlgang gar nicht oder zumindest nicht mehr vollständig kontrollieren. Dieser Umstand kann durch eine Vielzahl verschiedener körperlicher Einschränkungen begründet sein, und es bietet sich in jedem Fall an bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen. Ist man als Patient von einer Stuhlinkontinenz betroffen merkt man zwar, dass man auf die Toilette muss, schafft es aber nicht mehr bis dorthin. Betroffene einer Stuhlinkontinenz sind Männer wie Frauen gleichermaßen.

Inkontinenzarten: Die Versorgung zählt

Inkontinenzarten VersorgungInkontinenz ist auf den ersten Blick ein schwieriges Thema, ganz besonders wenn es darum geht wie genau sich diese Inkontinenz gestaltet. Dementsprechend viele verschiedene Inkontinenzarten gibt es, die alle unterschiedliche Ursachen haben und deren Symptome sich auch etwas unterscheiden. Wichtig ist, dass sie sich frühzeitig um die entsprechende Inkontinenzversorgung kümmern. Das bedeutet zum einen, dass man sich ausreichend informiert, am besten beim Arzt. Zum anderen gilt es das richtige Inkontinenzmaterial zu besorgen, wie etwa Inkontinenzeinlagen oder Windeln für Erwachsene. Stehen erst einmal die richtigen Inkontinenartikel zur Verfügung, bekommt man sein Leben schnell wieder in den Griff. Sobald die Normalität wieder eingekehrt ist, kann auch das Leben wieder genossen werden.

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