Pflegehilfsmittel Gratis – Alles zum Thema

Pflegehilfsmittel gratis

Die fürsorgliche Betreuung und Pflege von Angehörigen ist nicht immer einfach. Neben Engagement und Zeit ist auch der finanzielle Aufwand teilweise enorm. Um die finanzielle Belastung zu verringern, haben Sie, unter zu erfüllenden Bedingungen, Anspruch auf die Kostenübernahme bestimmter Pflegehilfsmittel. Sie erhalten dann die Pflegehilfsmittel gratis, in der Sanubi Pflegebox, jeden Monat.

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Pflegehilfsmittel Gratis – Anspruch

Im Sozialgesetzbuch, kurz SGB, wird der Anspruch auf Pflegehilfsmittel geregelt. Innerhalb des SGB wird zwischen zwei verschiedenen Pflegehilfsmittel-Gruppen unterschieden. §33 SGB V definiert die Förderung von technischen Pflegehilfsmitteln und in §40 SGB XI wird der Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch präzisiert.

Einen Anspruch auf Pflegehilfsmittel gratis gibt es in dem Sinne nicht. Viel mehr übernimmt die jeweilige Pflegekasse bzw. Ihre Pflegeversicherung die Kosten bzw. beteiligt sich an den Aufwendungen zur Pflegehilfsmittel-Beschaffung, je nach Art des Pflegehilfsmittels.

Pflegehilfsmittel Gratis – Produktgruppen

Wie gerade schon angedeutet, gibt es Unterschiede bei der Pflegehilfsmittel-Einteilung. Zum einen gibt es die technischen Pflegehilfsmittel, die  in den Produktgruppen 50 – 53 im Hilfsmittelverzeichnis des GKV Spitzenverbandes aufgelistet sind. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind auch im Hilfsmittelverzeichnis zu finden, allerdings unter der Bezeichnung Produktgruppe 54.

Generell werden die Aufwendungen für Hilfsmittel der Produktgruppen 50 – 53 nicht vollständig übernommen, sie sind also auf keinen Fall gratis Pflegehilfsmittel. Bei Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch kann allerdings der Eindruck entstehen, dass man eine gratis Leistung von der Pflegekasse erhält, da die Kosten in Höhe von bis zu 40€ für die monatliche Versorgung mit Pflegehilfsmitteln vollständig bezuschusst wird.

Sowohl die Teil- als auch die Komplett-Kostenübernahme sind an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die später im Text weiter erläutert werden.

Pflegehilfsmittel Gratis – Technische Pflegehilfsmittel

Technische Pflegehilfsmitteln werden wie folgt unterteilt:

  • Produktgruppe 50: Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege, z.B. Pflegebetten, Pflegestühle oder Toilettenstühle
  • Produktgruppe 51: Pflegehilfsmittel zur Körperpflege/Hygiene, z.B. Urinflasche oder Waschsysteme
  • Produktgruppe 52: Pflegehilfsmittel zur selbstständigen Lebensführung/Mobilität, z.B. Rollstühle oder Gehhilfen
  • Produktgruppe 53: Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden, z.B. Lagerungskissen

gratis PflegehilfsmittelDie Ausstattung mit diesen Pflegehilfsmitteln kann die Grundausstattung oder die Ersatzbeschaffung beinhalten. In den überwiegenden Fällen  wird eine Eigenbeteiligung fällig. Es kann auch vorkommen, dass diese Art der Hilfsmittel nur leihweise zu erhalten ist. Dann ist meist eine Ausbildung über den richtigen Gebrauch notwendig.

Pflegehilfsmittel Gratis – Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch gratisPflegehilfsmittel zum Verbrauch werden in Produktgruppe 54 aufgelistet. Darunter fallen Handschuhe zum Einmalgebrauch, diverse Mittel zur Desinfektion, Bettschutzeinlagen, Schutzschüren und Mundschutze.


Einmalhandschuhe
sind sehr nützlich in der ambulanten Pflege.

Die Betreuung und Versorgung Pflegebedürftiger macht den Einsatz von verschieden Desinfektionsmitteln erforderlich. Flaschendesinfektionsmittel sorgen dafür, dass alkoholbeständige Oberflächen von z.B. Gegenständen und Medizinprodukten keimfrei sind. Die sehr kurzen Einwirkzeiten und die gleichzeitig sichere Behandlung machen dieses Hilfsmittel unabdingbar in der Pflege.

Händedesinfektion findet besonders oft in der ambulanten Pflege Anwendung, da es sowohl den Pflegenden als auch den Pflegebedürftigen vor der Übertragung krankheitserregender Keime schützt. Durch eine regelmäßige Desinfektion der Hände kann die Keimverschleppung signifikant vermindert werden.

Bettschutzeinlagen eigenen sich ideal, um Betten, Matratzen oder Stühle zu schützen. Die flüssigkeitsundurchlässige Rückseite sorgt für einen zuverlässigen Seitenauslaufschutz. Trotz der im Vordergrund stehenden Schutzfunktion der Bettschutzeinlage, bietet die weiche Oberfläche für einen angenehmen Komfort beim Sitzen bzw. Liegen. Bettschutzeinlagen sind in zwei verschieden Ausführungen erhältlich: für den Einmalgebrauch oder für die Wiederverwendung.

Schutzschürzen kann man als Einmalschürze oder als wiederverwendbare Schürze erhalten. In der täglichen Pflege ist der Einsatz meistens nicht notwendig, ist jedoch nützlich bei Kontakt mit Menschen, die an Inkontinenz leiden, um die Kleidung des Pflegenden vor Verschmutzung zu schützen.

Hat der Pflegebedürftige ein schwaches Immunsystem und muss aus diesen Grund vor Ansteckungen geschützt werden, ist der Einsatz eines Mundschutzes unbedingt notwendig.

Pflegehilfsmittel Gratis – Voraussetzung für Kostenübernahme

PflegestufeEinen gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch haben, gem. §78 Absatz 1 SGB XI in Verbindung mit §40 Absatz 2 SGB XI, Pflegebedürftige, die ambulant gepflegt werden und eine Pflegestufe haben. Die Hilfsmittelpauschale in Höhe von bis zu 40€ wird von der zuständigen Pflegekasse übernommen. Die Hilfsmittel sind also nicht gratis, jedoch für den Betroffenen kostenlos, wenn die Pflegeversicherung die Kosten übernimmt.

Übersicht der Pflegestufen:

  • Pflegestufe 0 bezeichnet Menschen, die an einer eingeschränkten Alltagskompetenz leiden, z.B. durch eine Demenzerkrankung.
  • Pflegestufe 1 wird auch als erhebliche Pflegebedürftigkeit bezeichnet und beschreibt Pflegebedürftige, die täglich Unterstützung bei mindestens zwei Verrichtungen der Grundpflege brauchen. Der zeitliche Aufwand beträgt 90 Minuten täglich, von denen mindestens 46 Minuten auf die Grundpflege entfallen.
  • Pflegestufe 2 (Schwerpflegebedüftigkeit) wird von Betroffenen in Anspruch genommen, die wenigstens dreimal täglich zu unterschiedlichen Tageszeiten Unterstützung bei der Grundpflege und mehrmals wöchentlich bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand beträgt drei Stunden pro Tag, wobei zwei Stunden auf die Grundpflege entfallen.
  • Pflegestufe 3, auch als Schwerstbedürftigkeit definiert, betrifft Pflegebedürftige, die rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen sind und mehrmals die Woche Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich brauchen. Die durchschnittliche Pflegezeit beträgt fünf Stunden. Vier Stunden werden dabei mindestens für die Grundpflege aufgewendet.

Eine weitere Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass die benötigten Hilfsmittel auch im Pflegehilfsmittelverzeichnis aufgelistet sind. Bei technische Pflegehilfsmitteln kann es zu einer Zuzahlungspflicht kommen, jedoch übersteigt diese den Wert von bis zu 25€ nicht.

Mit der Pflegereform 2017 werden aus Pflegestufen die Pflegegrade. Wir haben alles Wichtige für Sie zusammengefasst:

Pflegehilfsmittel Gratis – Lieferung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich mit Pflegehilfsmitteln einzudecken. Zum einen kann man monatlich Apotheken oder Sanitätshäuser aufsuchen, um die benötigten Pflegehilfsmittel besorgen.
Die einfachere und zeitsparendere Methode wäre jedoch die monatliche Lieferung über einen Pflegehilfsmittel-Service, wie Sanubi. Einmal im Monat erhalten sie eine, auf Ihre Bedürfnisse angepasste, Pflegehilfsmittel-Box im Wert von bis zu 40€. Die monatliche Zusendung von Hilfsmitteln ist für Sie dabei kostenfrei. Alles was Sie tun müssen ist, uns den Antrag auf Kostenerstattung, der dem erstem Pflegehilfsmittel-Paket beiliegt, ausgefüllt und unterschrieben zurückzusenden. Sanubi klärt dann alle Formalitäten mit Ihrer Pflegekasse. Dieser Service ist für Sie ebenfalls kostenlos.

Pflegehilfsmittel Gratis – Inkontinenzversorgung

Blasenschwäche

Die Inkontinenzversorgung erfolgt nicht über die Pflegehilfsmittel. Inkontinezmaterial muss zusätzlich zu den Pflegehilfsmitteln besorgt werden. Für den Fall, dass eine Pflegebedürftige Person an Inkontinenz leidet, muss der behandelnde Arzt die Inkontinenz diagnostizieren  und ein entsprechendes Rezept für den Betroffenen ausstellen, das bei der Krankenkasse eingereicht werden kann. Die Krankenkassen übernehmen dann die Kosten für die notwendige Inkontinenzversorgung. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, schauen Sie auf myKomfort vorbei, dort haben wir Ihnen alle Informationen zum Thema, sowie zur Rezepterstattung bereitgestellt.