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Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel sind Hilfsmittel, die vor allem in der häuslichen Pflege Anwendung finden. Sie sollen die Beschwerden einer pflegebedürftigen Person, die einer Pflegestufe angehört, lindern oder dazu beitragen, dass diese ein selbstständigeres Leben führen kann. Pflegehilfsmittel müssen – je nach Art der Hilfsmittel – nicht komplett aus eigener Tasche gezahlt werden. Hier erhalten Sie alle Informationen zu Pflegehilfsmitteln, deren Kostenübernahme sowie nützliche Tipps und Tricks.

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Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel – Unterschiede einfach erklärt

Bitte nicht verwechseln: Hilfsmittel sind nicht gleich Pflegehilfsmittel. Wir unterscheiden also erst mal grundsätzlich zwischen Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln. Hilfsmittel erhält man grundsätzlich mit einem Rezept. Ansprechpartner für die Kostenübernahme ist also die Krankenkasse. Pflegehilfsmittel werden von der Pflegekasse getragen. Sie benötigen hier also kein Rezept. Es bietet sich jedoch an – falls möglich – zusätzlich eine ärztliche Empfehlung einzureichen. Hier eine kurze Übersicht, die etwas Licht ins Dunkel bringen soll:

Hilfsmittel

Inkontinenzartikel, wie Windeln für Erwachsene, sind beispielsweise Hilfsmittel. Hilfsmittel dienen der Sicherung des Erfolgs einer Krankenbehandlung oder zur Vorbeugung einer Behinderung. Voraussetzungen für eine Kostenübernahme ist ein Inkontinenz-Rezept, das vom Arzt ausgestellt werden muss. Mehr dazu unter “Inkontinenz in der Pflege”.

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel sind beispielsweise Einmalhandschuhe, Schutzschürzen oder Desinfektionsmittel. Pflegehilfsmittel dienen der Erleichterung von Beschwerden eines Pflegebedürftigen oder sollen zur selbständigeren Lebensführung des Pflegebedürftigen beitragen. Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Pflegekasse ist das Vorhandensein einer Pflegestufe und dass die Pflege zuhause, z. B. von einem Angehörigen, erfolgt. Auch hier gehen wir später noch genauer drauf ein.

Als Träger unterscheiden wir also die Krankenkasse und die Pflegekasse. Grundsätzlich kann man sagen: erst prüfen, ob die Krankenkasse leisten muss, falls nicht, ist sicherlich die Pflegekasse Ihr richtiger Ansprechpartner. Dieser Text beschäftigt sich fast ausschließlich mit Pflegehilfsmitteln, Hilfsmittel werden hier nicht weiter thematisiert.
Doch welche Pflegehilfsmittel gibt es denn nun überhaupt?

Welche Pflegehilfsmittel gibt es?

Wie wir ja bereits wissen, sind Pflegehilfsmittel Geräte oder Sachmittel, die zu Erleichterungen in der häuslichen Pflege führen sollen und / oder dazu beitragen sollen, dass die pflegebedürftige Person ein selbstständigers Leben führen kann. Pflegekassen unterscheiden hier grundsätzlich zwei Arten an Pflegehilfsmitteln:

  • technische Pflegehilfsmittel
  • zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

Schauen wir uns die Beiden doch einmal genauer an.

Technische Pflegehilfsmittel

PflegehilfsmittelAlle zur Kategorie “Technische Pflegehilfsmittel” gehörenden Geräte sind in den Produktgruppen 50-53 aufgelistet. Produktgruppen? Ja, das ist nichts anderes als das Hilfsmittelverzeichnis des GKV Spitzenverbandes, in dem aufgeführt ist, welche Pflegehilfsmittel es gibt. Die Unterteilung sieht wie folgt aus:

  • Produktgruppe 50: Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege, z. B. Pflegebetten, Pflegezubehör, Pflegestühle, Toilettenstühle
  • Produktgruppe 51: Pflegehilfsmittel zur Körperpflege / Hygiene, z. B. Urinflaschen, Bettschutzeinlagen, Waschsysteme
  • Produktgruppe 52: Pflegehilfsmittel zur selbstständigeren Lebensführung / Mobilität, z. B. Rollstühle, Gehhilfen
  • Produktgruppe 53: Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden, z. B. Lagerungskissen

Eine Ausstattung mit Pflegehilfsmitteln kann die Grundausstattung oder die Ersatzbeschaffung beinhalten. Technische Hilfsmittel werden teils nur leihweise überlassen, deshalb kann das Überlassen der Pflegehilfsmittel auch an eine Ausbildung zu deren Gebrauch gebunden sein. Sie unterliegen meist auch einer Eigenbeteiligung, doch dazu später mehr.

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel zum VerbrauchJetzt wird alles etwas einfacher und übersichtlicher. Wir sind nämlich bei den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch angekommen. Diese sind in der Produktgruppe 54 zu finden und werden wie folgt definiert: Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel sind solche Hilfsmittel, die wegen der Beschaffenheit ihres Materials oder aus hygienischen Gründen nur einmal benutzt werden können, also zum Einmalgebrauch gedacht und in der Regel für den Wiedereinsatz nicht geeignet sind. Um das ganze zu veranschaulichen, hier ein Überblick:

  • Bettschutz
  • Desinfektionsmittel
  • Handschuhe
  • Schutzschürzen
  • Mundschutz

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Man merkt schnell, dass diese Hilfsmittel in erster Linie die Arbeit der pflegenden Person erleichtern sollen und zum Einmalgebrauch gedacht sind. Haben wir an alles gedacht? Nicht ganz: Inkontinenzmaterial wurde bisher noch gar nicht erwähnt, obwohl es, bei vorhandener Pflegestufe, häufig benötigt wird. Da Inkontinenzartikel nicht von der Pflegekasse sondern von der Krankenkasse gezahlt werden, da es Hilfsmittel sind, gehen wir hierauf später noch näher ein.
Wo ist der Anspruch auf Pflegehilfsmittel verankert und wer hat Anspruch?

Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Das Sozialgesetzbuch regelt den Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Auch hier kommen wir nicht um die Unterscheidung zwischen Hilfsmitteln SGB V §33 und Pflegehilfsmitteln SGB XI §40 herum. Die Versorgung von pflegebedürftigen – in der häuslichen Pflege befindlichen – Personen mit Pflegehilfsmitteln wird also im SGB XI §40 geregelt.

Wichtig: Zu beachten ist, dass es sich nur um die häusliche Pflege handelt, für stationäre Pflegeheimbewohner gelten abweichende Regelungen. Hier ist normalerweise das entsprechende Heim für die Versorgung mit Pflegehilfsmitteln zuständig.

Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden, falls Anspruch besteht, mit einer Pauschale von 40 Euro monatlich vergütet. Falls Sie etwas von 31 Euro gehört haben, liegt das daran, dass das früher die Pauschale war. Seit 2015 sind es jedoch 40 Euro / Monat. Mehr dazu im Kapitel Kostenübernahme. Folgende drei Kriterien müssen erfüllt sein um Anspruch auf die Pauschale zu haben:

  • Es muss eine Pflegestufe vorhanden sein (später mehr zu den Pflegestufen)
  • Die Pflege muss zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft erfolgen
  • Eine angehörige Person oder ein Pflegedienst muss die Pflege durchführen

Schauen wir uns kurz an, welche Pflegestufen es gibt und wie diese definiert sind, das hilft uns selbstständig eine Eingliederung in die jeweilige Pflegestufe vorzunehmen.

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Welche Pflegestufen gibt es?

PflegestufeEs gibt 4 Pflegestufen. Je höher die Pflegestufe, desto intensiver ist der Pflegebedarf. Welcher Pflegestufe man angehörig ist hängt grundsätzlich vom Pflegeaufwand ab, wobei es hier noch eine Unterscheidung zwischen dem Pflegeaufwand insgesamt und der Grundpflege gibt. Genauer betrachtet sehen die Pflegestufen wie folgt aus:

  • Pflegestufe 0: Erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz, Es muss ein Bedarf in der Grundpflege geben, der Umfang ist irrelevant
  • Pflegestufe 1: Pflegeaufwand insgesamt 90 min, davon Grundpflege: 46min täglich
  • Pflegestufe 2: Pflegeaufwand 180min, davon Grundpflege 120min
  • Pflegestufe 3: Pflegeaufwand 300min, davon Grundpflege 240min

Kostenübernahme von Pflegehilfsmitteln

Inkontinenz-Rezept§40 im SGB VI ist uns ja bereits bekannt, hier wird der der Anspruch auf die Pflegehilfsmittel geregelt. Das sieht ungefähr so aus: “Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen…”.

Die Pflegekasse hat Vertragspartner, bei denen die Pflegehilfsmittel bezogen werden können. Das ist jedoch nicht vorgeschrieben, Sie können die Pflegehilfsmittel jederzeit auch woanders beziehen, müssen dann jedoch für mögliche Mehrkosten selber aufkommen. Am besten einfach bei Ihrer Pflegekasse mal nachfragen, welche Leistungserbringer denn als Vertragspartner zur Verfügung stehen. Übersichtlicher könnte man es so darstellen:

  • Pflegehilfsmittel bei denen es ein Festbetrag gibt – Die Pflegekasse übernimmt die Kosten im Rahmen des Festbetrags
  • Pflegehilfsmittel bei denen es keinen Festbetrag gibt
  • Beim Vertragspartner – Pflegekasse übernimmt die Kosten bis zum vereinbarten Preis
  • Ohne Vertragspartner – Pflegekasse übernimmt die Kosten bis zum niedrigsten Vergleichspreis

Schauen wir uns nun den Absatz 2 genauer an. Wie schon gehört, übernimmt die Pflegekasse also 40 Euro / monatlich für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Auch wichtig ist, dass beschrieben wird, dass die Leistung in Form von Kostenerstattung erfolgen kann. Unter “Beantragung der Pflegehilfsmittel zum Verbrauch” schauen wir uns die Kostenerstattung genauer an.

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist immer auch, dass die Pflegehilfsmittel im Pflegehilfsmittelverzeichnis gelistet sind.

Zuzahlung:
Versicherte ab dem 19. Lebensjahr müssen für technische Pflegehilfsmittel folgende Zuzahlung leisten:

  • 10 % der Kosten des Hilfsmittels
  • maximal 25 Euro je Hilfsmittel

Kurz und knapp: Bei technischen Pflegehilfsmitteln kann es zu einer Zuzahlungspflicht kommen, jedoch nicht mehr als 25 Euro pro Hilfsmittel. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden bis zu 40 Euro / monatlich von der Pflegekasse erstattet. Alles darüber hinaus muss selbst gezahlt werden.

Beantragung der Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Die Leistungen der Pflegekasse werden natürlich nicht automatisch erbracht sondern müssen beantragt und genehmigt werden. Schauen wir uns an, wie man das am besten bewerkstelligt.

Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch muss ein Antrag an die Pflegekasse gestellt werden. Der Antrag kann formlos sein, sollte aber folgende Punkte beinhalten:

  • Name des Patienten
  • Geburtsdatum
  • Art des Pflegemittels

Liegt eine ärztliche Empfehlung oder ein Gutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) vor, reicht das meist als Grund für die Antragsgenehmigung aus. Die ärztliche Empfehlung oder das Gutachten des MDK sind allerdings nicht zwingend erforderlich.

Gründsätzlich werden die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch als Sachleistungen erbracht. Wir erinnern uns, dass die Pflegekassen Verträge mit ihren Leistungserbringen haben. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch können allerdings auch per Kostenübernahme im Rahmen einer Kostenerstattung ausgezahlt werden.

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Ablehnung des Antrags

Wird der Antrag auf Pflegehilfsmittel von den Pflegekassen abgelehnt ist das nicht schön, aber kein Grund zu verzweifeln. Oft lohnt sich ein Widerspruch. Hier sollte noch mal detailliert auf die Begründung eingegangen werden. Wird der Antrag zum zweiten Mal abgelehnt, bleibt wohl nur noch der Weg über das Sozialgericht.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bestellen

Die Bedürfnisse einer jeden zu pflegenden Person sind unterschiedlich. Dementsprechend benötigt man auch ein individuelles Paket an Pflegehilfsmitteln. Jedoch weiss man nach kurzer Zeit meist, welche Pflegehilfsmittel man in welchen Umfang benötigt. Der einfachste Weg die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zu bestellen ist über uns. Wir übernehmen die komplette Abwicklung mit der Krankenkasse, man hat also keine Arbeit und bekommt jeden Monat die bedarfsgerechte Versorgung mit Pflegehilfsmitteln zugesandt. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch bestellen.

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Inkontinenz in der Pflege

Toilette InkontinenzWie wir bereits wissen, gehören Inkontinenzprodukte nicht zu den Pflegehilfsmitteln. Da Inkontinenz bei pflegebedürftigen Personen weit verbreitet ist, möchten wir hier einen kurzen Überblick über die Antragstellung geben. Hierzu wird ein Inkontinenz-Rezept vom Arzt benötigt, welches bei der Krankenkasse vorgelegt werden muss. Hier noch einige Informationen zur Inkontinenz-Rezepterstattung. Was muss auf dem Inkontinenz-Rezept vermerkt sein?

  • Die Kennzeichnung als Hilfsmittelrezept, das ist die “7”
  • Die Diagnose, z. B. Harninkontinenz
  • Der Produktname, z. B. Inkontinenzwindeln
  • Die Stückzahl, z. B. 2 Windeln zum Verbrauch
  • Die Fallgruppe

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur, wenn eine Fallgruppe identifiziert wurde. Fallgruppen sind Begründungen für die Versorgung mit den Hilfsmitteln. Mögliche Fallgruppen / Begründungen sind:

  • Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
  • Zur Prävention einer Dekubitus
  • Zur Prävention von Hauterkrankungen

Werden diese Punkte beachtet sollte die Ausstellung eines Rezepts und die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse reibungslos klappen. Inkontinenzprodukte können Sie bequem in unserem Shop bestellen.

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Zusammenfassung

Fassen wir alles noch mal kurz zusammen:

  • Für Hilfsmittel ist die Krankenkasse zuständig, für Pflegehilfsmittel die Pflegekasse
  • Wir unterscheiden zwischen “technischen Pflegehilfsmitteln” und “Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch”
  • Anspruch auf Pflegehilfsmittel hat man, wenn eine Pflegestufe vorliegt, die Pflege eine angehörige Person durchführt und zuhause stattfindet
  • Es gibt vier Pflegestufen, die sich nach Pflegeaufwand unterscheiden

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