Das Immunsystem ist ein Wunderwerk der Natur. Mit einem ausgeklügelten Mechanismus schützt es Sie vor Umgebungseinflüssen. Ein geschwächtes Immunsystem kann den körpereigenen Schutzschild herunterfahren. Somit haben Bakterien, Viren, Pilze und Co. ein leichtes Spiel.

In diesen Artikel lesen Sie, wie Ihr Immunsystem aufgebaut ist und wie es funktioniert. Zudem geben wir Ihnen Tipps, mit denen Sie Ihr Immunsystem schnell stärken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Immunsystem greift auf verschiedene Organe zurück
  • Experten unterscheiden das angeborene von dem erworbenen Immunsystem
  • Durch eine gesunde Ernährung, Sport und Erholung wird das Immunsystem gekräftigt
  • Im Alter lässt das Immunsystem naturgemäß nach

Definition – Was ist das Immunsystem, einfach erklärt?

Das Abwehrsystem ist jeden Tag für uns im Einsatz, aber gibt es eine einheitliche Immunsystem-Definition, die beschreibt, was das ausgeklügelte System jeden Tag leistet? Tatsächlich sind sich Experten darüber einig, was das Immunsystem ist und welche Aufgaben es besitzt.

Bei dem Immunsystem handelt es sich um ein körpereigenes Abwehrsystem. Es hat die Aufgabe, fremde Substanzen und mikroskopisch kleine Lebewesen auf Abstand zu halten. Das dient in erster Linie dazu, Infektionen und Erkrankungen zu vermeiden. Das Immunsystem hat die Fähigkeit, zwischen eigenen und fremden Strukturen zu unterscheiden. Mediziner trennen das angeborene von dem erworbenen Immunsystem. Menschen verfügen genauso über ein Immunsystem wie Tiere, Mikroorganismen und Pflanzen.

Gut zu wissen!

Wenn das Immunsystem intakt ist, können die meisten Krankheitserreger erfolgreich abgewehrt werden. Ein Kontakt mit krankmachenden Erregern löst in dem Fall wenige bis gar keine Beschwerden aus.

Immunsystem – Aufbau und Aufgaben

Gäbe es das Immunsystem nicht, wären Sie inneren und äußeren Einflüssen schutzlos ausgeliefert. Das Abwehrsystem hat spezielle Aufgaben, denen es jeden Tag unermüdlich nachkommt.

Dazu zählen:

  • Abwehr, Eliminierung und Abtransport von Krankheitserregern wie Viren, Bakterien, Parasiten und Pilzen
  • Krankmachende Veränderungen im Körper erkennen und bekämpfen (z.B. Krebszellen)
  • Umweltbedingte Schadstoffe analysieren und bei Bedarf neutralisieren

Welches Organ ist für das Immunsystem zuständig?

Besonders spannend ist, dass es nicht nur ein Organ gibt, was sich für Ihre Gesundheit einsetzt. So greift das Immunsystem auf eine Reihe von Akteuren zurück. Sie schaffen innere und äußere Barrieren, die eine Erkrankung verhindern. Hat doch eine Infektion stattgefunden, tut das Immunsystem sein Bestes, um die Störenfriede zu eliminieren. Auch daran sind verschiedene Körperstrukturen beteiligt. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, welche Partner im Kampf gegen Krankheitserreger zusammenarbeiten.

Haut und Schleimhäute

Krankheitserreger müssen zunächst die Hautbarriere überwinden, bevor sie überhaupt in den Körper eindringen. Haut und Schleimhäute verhindern dies in vielen Fällen. Nicht nur der äußere Schutzmantel, sondern auch Nasenschleimhäute sind daran beteiligt. Sie besitzen die außerordentliche Fähigkeit, Bakterien und Viren an Ort und Stelle herauszufiltern sowie abzutransportieren. Der Atemwegsschleim geleitet die ungebetenen Gäste ebenfalls nach draußen.

Hemmende Substanzen

Wussten Sie, dass sich in Ihrem Speichel Enzyme befinden, die Bakterien ausbremsen? Auch in der Tränenflüssigkeit oder im Urin lassen sich entsprechende Helfer nachweisen. Die Magensäure macht es durch den hohen Säureanteil unbequem für Krankheitserreger, die mit Lebensmitteln aufgenommen werden. 

Mikroorganismen 

In Ihrem Körper herrscht ein reges Treiben. Auch wenn Bakterien gerne verteufelt werden, gibt es auch gute Arten unter ihnen. Sie besiedeln den Darm oder die Haut und helfen dabei, Keime zu vernichten. Besonders spannend: In Ihrem Darm befinden sich rund 80 % aller Immunzellen. Daher kann das größte innere Organ mit Recht als Sitz der Gesundheit bezeichnet werden.

Lymphatische Organe 

Es gibt verschiedene Organe, in denen Abwehrzellen hergestellt werden. Zudem sind einige von ihnen unmittelbar an der Immunabwehr beteiligt. Wichtige lymphatische Organe und Lymphgefäße sind das Knochenmark, die Milz, die Thymusdrüse, die Mandeln, die Lymphknoten und die Lymphgefäße im Darm. Das lymphatische Gewebe, das sich im Harntrakt befindet und das Immungewebe in den Atemwegen sind ebenfalls an der komplexen Immunreaktion beteiligt.

Immunzellen

Sie vereinen in Ihrem Körper verschiedene Zellen. Leukozyten, auch weiße Blutkörperchen genannt, sind die Botschafter des Abwehrsystems. Sie treten in Kontakt miteinander, um den Krankheitserreger schnell und effektiv zu eliminieren. Dabei sind sie auf die Hilfe von Botenstoffen (Zytokine) oder Oberflächenmarkern angewiesen. Ein besonderer Dank geht an Monozyten, Lymphozyten, Granulozyten, Leukozyten, NK-Zellen und dendritische Zellen.

Thymusdrüse: Ausbildungslager für Immunzellen

Wie Sie sehen, gibt es viele Bereiche in Ihrem Körper, die an einer reibungslosen Immunabwehr beteiligt sind. Immunzellen wissen nicht von Anfang an, was sie zu tun haben. Ihren Unterrichtsstoff erlernen sie in der Thymusdrüse. Das kleine Organ ist sozusagen das Trainingslager für Immunzellen. Hier lernen sie, wie körpereigene Zellen von körperfremden Zellen unterschieden werden können. Die Thymusdrüse ist nicht in jedem Alter gleich aktiv. In den ersten Lebensjahren läuft sie auf Hochtouren, danach bildet sich das Organ schrittweise zurück.4

Immunsystem-Aufbau – unspezifisches und spezifisches Immunsystem

Ihr Abwehrsystem wird nochmals in zwei verschiedene Systeme unterteilt. Dazu gehört die unspezifische Abwehr (angeborenes Immunsystem) und die spezifische Abwehr (erworbenes Immunsystem). Beide arbeiten zusammen, um Eindringlinge bestmöglich zu vertreiben.

Angeborenes Immunsystem

Das angeborene Immunsystem ist, wie der Name schon sagt, angeboren. Es setzt auf breiter Basis an und kann schnell agieren. Da es auf jeden Eindringling gleich reagiert, trägt es auch den Titel unspezifisches Immunsystem. Abwehrzellen und Eiweiße sowie Haut und Schleimhäute stehen dem angeborenen Immunsystem bei.

Erworbenes Immunsystem

Das erworbene Immunsystem reagiert ganz gezielt auf Erreger, allerdings braucht die Abwehrreaktion in der Regel länger. Bemerkenswert ist, dass sich die spezifische Abwehr an die Eindringlinge erinnert – beim erneuten Kontakt werden deutlich schneller Abwehrmaßnahmen eingeleitet. Das erworbene Immunsystem lernt ein Leben lang. Es wird durch die T-Lymphozyten, B-Lymphozyten und Antikörper unterstützt.

Ursachen für ein schwaches Immunsystem

Vielleicht kennen auch Sie eine Person, die ständig krank zu sein scheint. Jede Erkältung wird mitgenommen und Beschwerden wie Husten oder Schnupfen gehören zum Alltag. Der Grund dafür könnte ein schwaches Immunsystem sein. Ein schwächelndes Immunsystem kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden.

Dazu zählen:

  • Nährstoffdefizit
  • Grunderkrankungen
  • Stress
  • Bewegungsmangel
  • Alter
  • Unzureichende Nachtruhe
  • Hoher Konsum von Nikotin oder Alkohol

Gut zu wissen!

Viele Menschen fragen sich, wie viele Erkältungen im Jahr normal sind. Experten vertreten die Meinung, dass zwischen zwei und fünf Erkältungen völlig im Rahmen liegen. Da Kinder noch ihr Immunsystem trainieren, gelten hier acht kleinere Infekte als normal.

Ursachen entgegen wirken – besonders für ältere Menschen sinnvoll

Nicht nur die Haut altert, sondern auch das Immunsystem. Im höheren Lebensalter reagiert das körpereigene Abwehrsystem nicht mehr so zügig und effektiv wie noch in jüngeren Jahren. Grund für die schwindenden Abwehrkräfte ist der Umstand, dass das Immunsystem nicht mehr dazu fähig ist, gegen jeden neuen Eindringling neue Antikörper herzustellen. Daher greift der Organismus auf Antikörper von Immunzellen zurück, die bei vergangenen Infektionen eine Rolle gespielt haben. Allerdings kann darunter die Leistungsfähigkeit des Immunsystems leiden. Die Folge: häufigere Infektionen.

Schon gewusst?

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Immunsystem stärken – Tipps 

Stellen Sie sich die Frage: „Wie kann ich mein Immunsystem stärken“? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie, denn es gibt eine ganze Reihe an Tipps, mit denen Sie Ihre körpereigene Abwehr auf Vordermann bringen. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihre Lebensgewohnheiten hinterfragen und mögliche Schwachstellen aufdecken. An dieser Stelle möchten wir Ihnen verraten, welche einfachen Kniffe das Immunsystem stärken.

Immunsystem aufbauen mit Sport

Sport ist ein hervorragendes Instrument, um das Immunsystem zu stärken. Forscher haben hierzu interessante Beobachtungen gemacht. Sie stellten fest, dass die Konzentration an Immunzellen im Blut ansteigt, wenn Fitness betrieben wird. Der Prozess dauert nur wenige Sekunden und wird darauf zurückgeführt, dass der Körper Adrenalin ausschüttet. Viele Akteure im Immunsystem profitieren von der sportlichen Betätigung. Dazu zählen Granulozyten, T-Lymphozyten, B-Lymphozyten, Monozyten und Killerzellen.

Nachdem die Sportstunde abgeschlossen wurde, reduziert sich die Anzahl der Immunzellen wieder. Demnach ist der günstige Effekt nur von überschaubarer Dauer. Auch deshalb ist es wichtig, dass Sie sich regelmäßig sportlich betätigen. Scheinbar sind vor allem intensive Trainingseinheiten und Ausdauersport sinnvoll, um das Immunsystem bei Laune zu halten. Die sogenannten Neutrophile und Makrophagen werden durch Fitness in regelmäßigen Abständen zum Fressen angeregt. Auch die Killerzellen und Lymphozyten können ihre Aufgaben womöglich durch Sport besser wahrnehmen.

So trainieren Sie richtig:

  • Planen Sie Sport an 2-3 Tagen in der Woche ein
  • Dazwischen sollte ein Tag Pause liegen
  • Das Fitnessprogramm sollte nicht zur völligen Erschöpfung führen
  • Besonders gut geeignet sind Radfahren, Schwimmen, Nordic Walking und Wandern.

TIPP!

Wenn Sie bis zur völligen Erschöpfung trainieren, kann das auch einen umgekehrten Effekt auslösen. Mit kräfteraubenden Fitnesseinlagen belasten Sie Ihr Immunsystem und setzen den natürlichen Killerzellen zu.

Immunsystem schnell stärken mit Erholung

Da wo Anspannung ist, sollte auch Entspannung sein. Viel zu oft, sehen wir uns stressigen Situationen gegenüber. Diese werden durch berufliche und private Verpflichtungen ausgelöst. Das Problem ist, dass dabei Stresshormone ausgeschüttet werden. Diese stammen noch aus längst vergangenen Tagen und haben uns vor Feinden beschützt, indem sie uns Kraft für die Flucht verliehen haben. Besonders praktisch war, dass sie durch die Bewegung bei der Flucht automatisch abgebaut wurden.

Stress entsteht heute durch ganz unterschiedliche Auslöser, zum Beispiel durch einen vollen Terminplaner. Der weitverbreitete Bewegungsmangel führt allerdings dazu, dass die Stresshormone nicht mehr ausreichend abtrainiert werden. Das kann auch dem Immunsystem zum Verhängnis werden.

Eine ordentliche Portion Entspannung bekommen Sie während der Nachtruhe. Hier zeigt sich, dass das Immunsystem besonders aktiv ist. Immunaktive Substanzen werden im Schlaf vermehrt ausgeschüttet, um unerwünschte Substanzen zu vernichten. Um die Erholung zu vertiefen, sollten Sie auch tagsüber auf genügend Entspannungsphasen vertrauen.10

So erholen Sie sich richtig:

  • Schlafen Sie 6-8 Stunden pro Nacht
  • Entspannen Sie sich täglich mindestens 20 Minuten
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken wie Yoga, Meditieren oder progressive Muskelentspannung
  • Decken Sie Stressauslöser auf und versuchen Sie, diese zu vermeiden

Wann ist das Immunsystem am stärksten?

Ihr Immunsystem hat während der Nacht eine herausragende Kraft. Während der Nachtruhe sind viele Akteure des Immunsystems aktiv, um überflüssige oder schadhafte Substanzen zu eliminieren.

Immunsystem aufpolieren mit gesunder Ernährung

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung kann dafür sorgen, dass Sie sich rundum wohl fühlen. Zudem leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Zivilisationskrankheiten. Ein starkes Immunsystem ist auf viele Nährstoffe angewiesen. Diese können Sie Ihrem Körper mit ausgewählten Lebensmitteln zur Verfügung stellen.

Eiweiß wird von Ihrem Organismus eingesetzt, um Antikörper zu produzieren. Immunzellen profitieren ebenfalls von einer ausreichenden Versorgung mit Eiweiß. Zink wird besonders häufig mit einem guten Immunsystem in Verbindung gebracht. Tatsächlich unterstützt der Nährstoff Ihren Körper dabei, spezifische Immunzellen herzustellen. Weitere wichtige Nährstoffe sind Kupfer, Eisen, Selen und Lithium.

Eine besondere Rolle nehmen Vitamine ein. Sie besitzen ein antioxidatives Potenzial und sind somit in der Lage, aggressive Sauerstoffmoleküle auf Abstand zu halten. Die sogenannten freien Radikale entstehen durch Umwelteinflüsse oder körpereigene Stoffwechselprozesse.

Sammeln sie sich vermehrt im Körper an, kann das zu dem gefürchteten oxidativen Stress führen. Dieser wird mit Alterungsprozessen und verschiedenen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Vitamin A, C, E und D liefern Futter für das Immunsystem. Die B-Vitamine setzen sich dafür ein, dass Ihr Körper Botenstoffe, die ebenfalls wichtig für das Immunsystem sind, richtig nutzen kann.

So ernähren Sie sich richtig:

  • Bevorzugen Sie unverarbeitete, frische Nahrungsmittel
  • Essen Sie 3-5 Portionen Gemüse und Obst pro Tag
  • Trinken Sie mindestens 1,5 l täglich, vorzugsweise Wasser oder ungesüßten Kräutertee
  • Reduzieren Sie den Konsum von Zucker, Salz und Weißmehlprodukten
  • Schließen Sie diagnostizierte Versorgungslücken mit hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln

Welches Obst ist am besten für das Immunsystem?

Ihr Immunsystem freut sich vor allem über Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen oder Grapefruit. Sie vereinen viel Vitamin C, was die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt. So können vor allem auch Smoothies zur Stärkung des Immunsystems dienen, da zahlreiche gesunde Obstsorten ideal kombiniert werden können.

Immunsystem stärken: Hausmittel

Bestimmte Lebensmittel, Nährstoffe und viel Bewegung haben einen positiven Einfluss auf Ihr Abwehrsystem. Zudem gibt es einige Hausmittel, die Ihr Immunsystem unterstützen. 

Grüner Tee

Grüner Tee vereint viele Substanzen, die als positiv für das Immunsystem beurteilt werden. Dazu zählen die sogenannten Catechine, die sich durch ein hohes antioxidatives Potenzial auszeichnen. Sie können nicht nur Entzündungen entgegenwirken, sondern auch ein entgleistes Immunsystem wieder auf die Spur bringen. Bei dem Verzehr sollten Sie jedoch darauf achten, grünen Tee in Bio- Qualität zu bevorzugen. So gehen Sie unerwünschten Inhaltsstoffen aus dem Weg.11

Wechselbäder

Ein Wechsel zwischen heiß und kalt kurbelt den Stoffwechsel an und fördert die Durchblutung. Davon kann auch das Immunsystem deutlich profitieren. Experten empfehlen zudem regelmäßige Saunagänge. Aber Vorsicht: Bei Herzkreislaufkrankheiten sollten Sie vor der Anwendung sicherheitshalber Ihren Arzt befragen.

Regelmäßig lüften

Egal, ob zu Hause oder auf der Arbeit: Regelmäßiges Lüften sollte dazu gehören. Das dient nicht nur dazu, Bakterien und Viren nicht in einem Raum einzuschließen, sondern auch um die Schleimhäute zu befeuchten. Trockene Schleimhäute bieten nämlich eine optimale Angriffsfläche.

Immunsystem stärken: Medikament

Es gibt nicht die eine Pille, die jedem Menschen zu einem starken Immunsystem verhilft. Verschiedene Präparate können aber durchaus sinnvoll sein, um die körpereigene Abwehr sanft anzustoßen. In der Apotheke erhalten Sie Tabletten und Kapseln, die verschiedene Nährstoffe zur Verfügung stellen. Zudem schwören viele Menschen auf die Kraft der Probiotika. Entsprechende Präparate enthalten nützliche Bakterienkulturen, die sich im Darm ansiedeln sollen. Auf diese Weise soll einer Dysbalance im Darm vorgebeugt und Krankheitserreger besser eliminiert werden.

Welche Mittel stärken das Immunsystem?

Ausgewählte Mittel können das Immunsystem stärken. Viele davon sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Dazu zählen:

  • Tabletten oder Kapseln mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen
  • Tinkturen und Pulver mit Pflanzenextrakten
  • Probiotika und Präbiotika

Prinzipiell ist es möglich, das Immunsystem mit einem Medikament zu stärken. Allerdings sind diese kein Ersatz für eine gesunde Lebensweise. Daher empfehlen wir Ihnen, zunächst Ihre Ernährung und Ihr Bewegungsverhalten zu hinterfragen, bevor Sie eine Zinkkur für das Immunsystem oder etwas Ähnliches verfolgen.

Immunsystem testen

Das Immunsystem ist eine sehr komplexe Körpereinheit. Anders wie einzelne Organe kann es nur schwer untersucht werden. Dennoch gibt es Möglichkeiten, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise des Immunsystems zu ziehen. So können ein Blutbild und der zelluläre Immunstatus sowie vorhandene Immunglobuline durchaus wertvolle Erkenntnisse liefern.

Gut zu wissen!

Interessieren Sie sich für einen Immunsystem-Test? Dann sollten Sie Ihren Hausarzt darauf ansprechen. Zudem gibt es spezielle Test-Kits im Internet, mit denen Sie zu Hause Ihre Nährstoffbilanz untersuchen können.

Wie kann ich mein Immunsystem wieder aufbauen?

Fassen wir noch einmal zusammen. Sie haben die Möglichkeit, mit genügend Bewegung, einer abwechslungsreichen Ernährung und viel Erholung Ihr Immunsystem zu stärken. Zudem können Sie Ihrem Abwehrsystem mit einer Vitaminkur oder Probiotika unter die Arme greifen. Denken Sie daran, dass Ihr Lebenswandel maßgeblich darüber bestimmt, wie fit Sie sich fühlen und wie kräftig Ihr Immunsystem ist. Insbesondere im Alter sollten Sie dem wertvollen System viel Aufmerksamkeit schenken.

FAQ - Häufige Fragen zum Immunsystem