Bei einem Schlaganfall setzt plötzlich eine Durchblutungsstörung im Gehirn ein. Für Patienten kann das weitreichende Folgen haben und im Anschluss einen Pflegebedarf auslösen. Wie der Umgang mit Menschen nach einem Schlaganfall aussehen sollte, ist ganz unterschiedlich. Während manche Patienten nur einen leichten Hilfebedarf haben, entwickeln andere eine Demenz nach Schlaganfall oder sind dauerhaft stark eingeschränkt.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Pflege nach einem schweren Schlaganfall gestalten können und wo Angehörige Unterstützung erhalten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Schlaganfall tritt nicht nur im Alter auf, selbst Kinder können durch einen Schlaganfall pflegebedürftig werden.
  • Zur Pflegebedürftigkeit können Lähmungserscheinungen, Orientierungsstörungen und Koordinationsstörungen sowie Sprachstörungen beitragen.
  • Eine Rehabilitation, Physiotherapie und Übungen für zu Hause helfen nach einem Schlaganfall kognitive und physiologische Fähigkeiten zurückzuerlangen.
  • Pflegebedürftigen Patienten stehen nach einem Schlaganfall verschiedene Leistungen wie Pflegegeld, Entlastungsbetrag, Pflegesachleistungen und Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zu.
  • Pflegende Angehörige erhalten Unterstützung in Selbsthilfegruppen oder Pflegestützpunkten. Auch der behandelnde Arzt ist ein wichtiger Ansprechpartner.

Schlaganfall in der Pflege

Die Statistik zeigt, dass ein Schlaganfall in jedem Alter auftritt, allerdings steigt mit zunehmendem Lebensalter das Risiko für die lebensbedrohliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Schlaganfall – was kommt danach? Diese Frage stellen sich viele Betroffene und Angehörige. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was ist bei der Pflege von Schlaganfallpatienten zu beachten?

Das Leben nach dem Schlaganfall ist für Angehörige genauso wie für Betroffene häufig nicht mehr dasselbe. Laut Statistiken leben etwa 85 % der Patienten mit den Folgen eines Schlaganfalls. Wie diese Folgen aussehen, ist ganz unterschiedlich.

Je nach Ausprägung des Schlaganfalls und betreffender Hirnregion führt ein Schlaganfall beispielsweise zu:

  • Lähmungserscheinungen (halbseitig)
  • Sprachstörungen
  • Schwindel
  • Koordinationsstörungen
  • Orientierungsstörungen
  • Sehstörungen
  • Persönlichkeitsveränderungen

Bei der Pflege von Schlaganfallpatienten gibt es daher einiges zu beachten. Zum einen sollten die individuellen Einschränkungen berücksichtigt werden. Das klappt zum Beispiel mit einer Analyse der Pflegesituation und einer angepassten Unterstützung im Alltag. Zum anderen ist die Vorsorge, also die Verhinderung eines erneuten Schlaganfalls, wichtig. Dabei helfen Schlaganfall-Medikamente, die die Blutgerinnung herabsetzen und Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck bekämpfen.

Was können Angehörige bei Schlaganfall tun?

Viele Menschen sind nach einem Schlaganfall vorübergehend oder dauerhaft auf Unterstützung aus ihrem Umfeld angewiesen. Sie als pflegender Angehöriger können Ihr Familienmitglied unterstützen. Finden Sie dafür heraus, welche Einschränkungen Ihrem Angehörigen im Alltag Probleme bereiten. Falls Sprachstörungen die Kommunikation erschweren, können Sie auch in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Pflegekräften ermitteln, wie hoch der Pflegebedarf ist.

Typische Pflegetätigkeiten in der häuslichen Schlaganfall-Pflege sind:

  • Hilfe beim Ankleiden und bei der Mobilisation
  • Körperpflege-Maßnahmen wie Zähneputzen, Unterstützung beim Duschen oder Baden
  • Nahrungszubereitung und Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
  • Begleitung zu Arztterminen und Mitgestaltung der Freizeit

Einem erneuten Schlaganfall mit Medikamenten vorzubeugen, das hat in vielen Fällen höchste Priorität. Vor allem dann, wenn Grunderkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck bestehen. Die medizinische Behandlungspflege, ärztlich angeordnet und durch die Krankenkasse bezahlt, übernimmt dabei eine wichtige Rolle. Erfüllt Ihr Angehöriger die Voraussetzungen für die medizinische Behandlungspflege, kommt ein professioneller Pflegedienst in das häusliche Umfeld – Pflegefachkräfte begleiten dann die Medikamentengabe.

Gut zu wissen!

Ein Schlaganfall kann das Leben für Betroffene von jetzt auf gleich völlig auf den Kopf stellen. Angehörige sind dann wichtige Bezugspersonen, die den Kontakt zur Außenwelt herstellen. Insbesondere dann, wenn ein schwerer Schlaganfall die Eigenständigkeit des Patienten maßgeblich einschränkt, können Sie dazu beitragen, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten.

Warum kann man nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen?

Stellen Sie sich vor, Sie wachen im Krankenhaus auf, wissen genau, was Sie sagen möchten, können sich aber nicht mitteilen. Genau das passiert oft Menschen, bei denen der Schlaganfall in der linken Gehirnhälfte auftritt. Dort befindet sich nämlich das Sprachzentrum, das durch die Durchblutungsstörung in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Wie lange dauert es nach einem Schlaganfall wieder sprechen zu können?

Ein Schlaganfall ist für Angehörige, aber vor allem für Patienten beängstigend. Die Angst, sich nicht mehr verständlich äußern zu können, ist eine große Belastung. Doch dahingehend gibt es eine gute Nachricht. Etwa ein Drittel der Schlaganfallpatienten bemerkt nach 4-6 Wochen eine Verbesserung der Sprachstörung. Möglich macht das die Aktivität der Nervenzellen, die sich nach etwa 3-4 Wochen wieder normalisiert. Zwar bedeutet das nicht, dass neue Gehirnzellen entstehen, das Gehirn verfügt allerdings über die einzigartige Fähigkeit, neue Verbindungsmuster zwischen den verschiedenen Nervenzellen entstehen zu lassen. Diese Umorganisation führt dazu, dass viele Menschen auch nach einem vorübergehenden Sprachverlust die Kommunikationsfähigkeit wiedererlangen.

Wie kommuniziert man mit Schlaganfallpatienten?

Ganz wichtig für Sie als Angehörigen ist, dass Sie sich klarmachen, dass Schlaganfallpatienten, auch wenn sie nicht mehr richtig sprechen und Gesprochenes verstehen können, trotzdem noch denken.

Folgende Tipps unterstützen die Kommunikation zwischen Angehörigen und Patienten:

  1. Nehmen Sie dem Angehörigen die Wörter nicht vorweg. Warten Sie stattdessen, bis Ihr Familienmitglied seine Gedanken formuliert hat, auch wenn das einige Zeit dauert. Denken Sie daran: Jeder sprachliche Erfolg motiviert den Patienten dazu, seine Sprache wiederzuerlangen.
  2. Reden Sie langsam und deutlich. Ihrem Angehörigen hilft es, wenn Sie Ihr Anliegen in klare Worte packen – Mimik und Gestik sind sinnvolle Sprachbegleiter.
  3. Geben Sie Ihrem Angehörigen eine positive Rückmeldung. Ihr Familienmitglied hat es geschafft, einen Satz zu formulieren, Sie konnten den Inhalt aber nicht ganz verstehen? Dann fragen Sie einfach nach: „Meinst du den Supermarkt um die Ecke?“ Ihr Angehöriger fühlt sich durch die erneute Nachfrage darin bestätigt, dass die Nachricht richtig ankommt.
  4. Lassen Sie Fehler, Fehler sein. Menschen mit Sprachstörungen machen oft Fehler beim Satzbau oder verwenden einen Begriff an nicht passender Stelle. Verzichten Sie darauf, Ihren Angehörigen zu korrigieren. Ansonsten fühlt er sich vermutlich frustriert und verunsichert – im schlimmsten Fall verweigert Ihr Familienmitglied es komplett zu sprechen.
  5. Animieren Sie Freunde, Bekannte und Angehörige. Viele Menschen fühlen sich sehr verunsichert, wenn sie sich mit jemandem unterhalten, der Sprachstörungen hat. Dabei spielen Ungeduld und die Angst, nicht richtig zu reagieren, eine Rolle. Vermitteln Sie Menschen in Ihrem Umfeld, wie wichtig es ist, dass sich der Patient nicht ausgeschlossen fühlt und Spracherlebnisse erfährt.

Wie kann ein Fallbeispiel in der Parkinson-Pflege aussehen?

Menschen mit Schlaganfall können im weiteren Verlauf mit einem sehr unterschiedlichen Pflegebedarf reagieren. Die Pflege nach Schlaganfall sollte daher immer individuell auf die betreffende Person angepasst werden. Wir möchten Ihnen im Folgenden skizzieren, wie eine Pflege zu Hause nach Schlaganfall aussehen kann.

Fallbeispiel Pflege Schlaganfall:

Herr Blum ist 57 Jahre alt. Vor sechs Monaten erlitt er einen Schlaganfall. Zurück blieben Sprachstörungen und eine Halbseitenlähmung. Außerdem ist Herr Blum harninkontinent. Durch seine körperlichen und kognitiven Einschränkungen hat er Probleme, sich mitzuteilen und sich im Alltag selbst zu versorgen. Deshalb hilft ihm seine Tochter Sabine. Sie leistet Unterstützung bei der Körperpflege, Mobilisation und Ernährung. Unterstützung erhält sie wiederum von einem ambulanten Pflegedienst, der unter anderem die medizinische Behandlungspflege (Verabreichung von Insulin) übernimmt.

Welche Prophylaxen bei Schlaganfall?

Bei der Pflege von Patienten mit Schlaganfall ist es besonders wichtig, erneuten Schlaganfällen vorzubeugen. In der Regel entsteht ein Schlaganfall durch eine Durchblutungsstörung im Gehirn, manchmal ist er aber auch Folge einer Hirnblutung. Glücklicherweise können Sie bei der Pflege bei Menschen mit Schlaganfall unmittelbar Rücksicht auf die klassischen Risikofaktoren nehmen.

Vorbeugende (prophylaktische) Maßnahmen auf einen Blick:

  • Vermeiden Sie Bluthochdruck bei Ihrem Angehörigen. Bluthochdruck lässt Blutgefäße verkalken sowie verengen und erhöht somit das Schlaganfall-Risiko. Kontrollieren Sie daher regelmäßig die Blutdruckwerte – ein optimaler Wert liegt bei maximal 135/85 mmHg. Mit einer kochsalzarmen Ernährung und einem Gewichtsverlust können Sie den Blutdruckwert positiv beeinflussen.
  • Motivieren Sie Ihren Angehörigen mit dem Rauchen aufzuhören. Tabakkonsum erhöht ebenfalls das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.
  • Lassen Sie die Zuckerkrankheit überwachen. Diabetiker haben ein zwei- bis dreifach erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Ist Ihr Angehöriger zuckerkrank, sollten seine Werte regelmäßig überprüft und bei Bedarf Insulin verabreicht werden.
  • Helfen Sie Ihrem Angehörigen dabei, Übergewicht zu verlieren. Auch Übergewicht kann das Schlaganfall-Risiko negativ beeinflussen. Mit einer nährstoffreichen, fleischarmen und betont pflanzlichen Ernährung kann Ihr Familienmitglied nicht nur überflüssiges Gewicht verlieren, sondern auch erhöhte Blutfette senken. Auch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft ist wichtig.

Pflegegrade bei Schlaganfall

Ob Ihr Angehöriger sich nach einem Schlaganfall wieder vollständig erholt, ist zunächst nicht vorhersehbar. Auch wenn Patienten mit der richtigen Therapie viele Fortschritte machen, können Langzeitfolgen wie halbseitige Lähmungen, Sprachstörungen oder kognitive Einschränkungen weiterhin bestehen. Wichtig: Ihr Angehöriger hat einen Anspruch auf einen Pflegegrad, sofern er in seiner Selbstständigkeit eingeschränkt ist.

Was für eine Pflegestufe nach Schlaganfall?

Es gibt keine allgemeingültige Pflegestufe (neu Pflegegrad) für Schlaganfallpatienten. Welchen Pflegegrad die Pflegekasse erteilt, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit die Selbstständigkeit Ihres Angehörigen eingeschränkt ist. Hat Ihr Familienmitglied einen leichten Schlaganfall erlitten, kann er vermutlich nach der Rehabilitation ein überwiegend selbstständiges Leben führen – Pflege und Betreuung sind dann nur sporadisch nötig. Bei einem schwerwiegenden Schlaganfall sieht das anders aus. Patienten sind dann mehrmals täglich oder sogar rund um die Uhr auf eine Pflegeperson angewiesen.

Welcher Pflegegrad bei Lähmung?

Die Pflegekasse hat die Möglichkeit, einen Pflegegrad zwischen 1 und 5 zu vergeben. Auch bei Schlaganfallpatienten gilt: Je höher der Pflegegrad ausfällt, desto häufiger ist er auf eine pflegerische Unterstützung im Alltag angewiesen. Wenn Ihr Angehöriger bei seiner Pflegekasse einen Pflegegrad beantragt, beauftragt diese wiederum den medizinischen Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK. Der MDK bestimmt dann einen Gutachter, der in das häusliche Umfeld Ihres Angehörigen kommt und die jeweilige Einschränkung der Selbstständigkeit festhält. Bei einer Lähmung kommt prinzipiell Pflegegrad 3-5 infrage. Dabei kommt es darauf an, ob der Patient noch Aufgaben im Alltag selbst übernehmen kann oder eine vollständige Immobilität vorliegt.

Was bedeutet Pflegegrad 3 bei Schlaganfall?

Hat die Pflegekasse Ihrem Angehörigen Pflegegrad 3 zugesprochen, bedeutet das, dass seine Selbstständigkeit schwer beeinträchtigt ist. Bei dieser Feststellung ist davon auszugehen, dass Ihr Angehöriger die Herausforderungen in den Bereichen Körperpflege, Mobilisation und Ernährung nicht selbst bewältigen kann. Das Pflegegutachten, das Ihnen die Pflegekasse aushändigt, führt detailliert auf, welche Einschränkungen der Pflegebedürftige aufweist.

Wie hoch ist der Grad der Behinderung bei Schlaganfall?

Ihr Angehöriger kann nach einem Schlaganfall einen Grad der Behinderung aufweisen – dann hat er die Möglichkeit, einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten. Bei der Beurteilung des Schwerbehindertengrads werden die bestehenden Hirnschäden in den Mittelpunkt gerückt. Sie stellen die Gesamtbewertung dar. Allerdings gibt es noch isoliert vorkommende Syndrome, wie zentral vegetative Störungen, die zur Gesamtbetrachtung herangezogen werden können.

Vorliegende Behinderung Grad der Behinderung (GdB)
Hirnschäden mit geringer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit 30-40
Hirnschäden mit mittlerer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit 50-60
Hirnschäden mit starker Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit 70-100

Tabelle 1 Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an: Grad der Behinderung bei Hirnschäden – GdB – betanet

Was steht mir nach einem Schlaganfall zu?

Menschen stehen nach einem Schlaganfall gewisse Leistungen zu. Das ist aber nur dann der Fall, wenn ein Pflegegrad vorliegt, also die Selbstständigkeit beeinträchtigt ist. Die Pflege nach Schlaganfall zu Hause profitiert von diesen Leistungen, denn nur so gelingt es Angehörigen in vielen Fällen, die häusliche Pflege überhaupt erst zu ermöglichen.

Schlaganfall: Leistungen für das Leben danach:

Welche Therapie gibt es bei Schlaganfall?

Je nach Ausprägung des Schlaganfalls wartet auf Patienten ein teils langwieriger Therapieprozess. Im akuten Zustand müssen zunächst die Vitalfunktionen stabilisiert, die Gefäßverschlüsse beseitigt und die Gehirnblutung gestoppt werden. Danach ist es wichtig, einen erneuten Schlaganfall zu vermeiden, zum Beispiel mittels blutverdünnender Medikamente. Um Bewegungs- und Sprachstörungen zu lindern, können verschiedene Therapiemaßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen beispielsweise die Ergotherapie oder die Logopädie. Mehr zum Thema Schlaganfall erfahren Sie in unserem gesonderten Schlaganfall-Ratgeber.

Pflege/Unterbringungsformen bei Schlaganfall

Menschen, die einen Schlaganfall durchlebt haben, können grundsätzlich zu Hause oder in einer stationären Einrichtung gepflegt werden. Bei der Unterbringungsform spielen die Verfügbarkeit von pflegenden Angehörigen und die Ausprägung der bleibenden Schlaganfall-Folgen eine übergeordnete Rolle.

Pflege Zuhause

Kann man einen Schlaganfall-Patienten zu Hause pflegen? Diese Frage bewegt viele Angehörige unmittelbar nach dem Schlaganfall. Die gute Nachricht ist, dass Sie Ihr Familienmitglied durchaus zu Hause versorgen können. Womöglich ist es dazu aber nötig, die Wohnumgebung an die Patientenbedürfnisse anzupassen. Schließlich können Treppen, hohe Türschwellen oder beengte Räumlichkeiten Pflegebedürftige vor große Herausforderungen stellen. Vor allem dann, wenn Ihr Angehöriger eine Gangunsicherheit oder eine Halbseitenlähmung aufweist. Wussten Sie, dass Sie bis zu 4000 Euro von der Pflegekasse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen erhalten? Erkundigen Sie sich am besten direkt bei der Pflegekasse nach den Voraussetzungen. Wenn sich das Wohnumfeld prinzipiell für die Pflege Ihres Angehörigen eignet, stellt sich noch die zeitliche Frage. Sollten Sie nicht die nötige Zeit aufwenden können, haben Sie auch die Möglichkeit, eine Tagesbetreuung oder eine 24-Stunden-Pflege einzuplanen.

Zuhause mit Tagesbetreuung

Ihre berufliche Situation oder andere Faktoren verhindern, dass Sie die Pflege Ihres Angehörigen allein übernehmen? Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, wie Ihr Familienmitglied trotzdem in der häuslichen Umgebung verbleiben kann. Eine davon ist die Tagesbetreuung. Eine polnische Pflegekraft, die in das häusliche Umfeld einzieht, ein ambulanter Pflegedienst, der in regelmäßigen Abständen vorbeischaut oder die stundenweise Unterbringung in einer Tageseinrichtung sind mögliche Optionen.

Pflege-Wohngemeinschaft für Menschen nach einem Schlaganfall

Eine Wohngemeinschaft eignet sich für Menschen, die nach einem Schlaganfall pflegebedürftig sind, in der Regel recht gut. Schließlich sind viele Menschen vergleichsweise jung, wenn sie einen Schlaganfall durchleben – eine Seniorenresidenz oder ein Pflegeheim wird den Interessen der Altersgruppe daher nicht immer gerecht. In einer WG pflegen die Bewohner oftmals eine enge Verbindung zueinander, erhalten vielfältige Pflegeangebote und unterstützen sich gegenseitig.

Unterbringung im Pflegeheim

Vor allem, wenn der Pflegebedarf groß ist, kann eine Unterbringung in einem Pflegeheim sinnvoll sein. Hier wird Ihr Angehöriger umfangreich versorgt und ein interdisziplinäres Team entwickelt geeignete Therapieangebote. Der Vorteil hierbei ist, dass Ergotherapeuten, Logopäden, Mediziner und Pflegekräfte direkt vor Ort sind.

Wie lange kann man einen Schlaganfall-Patienten allein lassen?

Wie lange ein Patient nach einem Schlaganfall allein zu Hause bleiben kann, ist sehr unterschiedlich. Bei maßgeblichen Beeinträchtigungen und einem vergleichsweise hohen Pflegeaufwand ist der Patient in der Regel auf eine rund um die Uhr Betreuung angewiesen.

In folgenden Fällen kann ein Umzug in ein Pflegeheim ratsam sein:

  • Der Patient selbst äußert den Wunsch, in ein Pflegeheim umzuziehen.
  • Sie fühlen sich als pflegender Angehöriger überfordert.
  • Die räumliche Distanz zwischen Ihnen und Ihrem Angehörigen verhindert eine häusliche Pflege.
  • Der Patient verfügt über einen hohen Pflegegrad und womöglich über Begleiterkrankungen wie Demenz.
  • Die häusliche Umgebung hat viele Barrieren und stellt Ihren Angehörigen somit vor zu große Herausforderungen.

Die Frage nach der Unterbringung ist für alle Gesprächspartner ein sehr sensibles Thema. Nähern Sie sich daher am besten mit viel Feingefühl der Abklärung und fragen Sie auch Ihren Angehörigen, was er für das Beste hält. So können Sie tiefgreifende Konflikte im Voraus vermeiden.

Hilfsmittel für Schlaganfallpatienten

Der Pflegebedarf im Anschluss an einen Schlaganfall kann groß sein. Doch Sie als pflegender Angehöriger müssen nicht alle Einschränkungen ausgleichen. Hilfsmittel für Schlaganfallpatienten sind besonders clever, denn sie können die Selbstständigkeit des Betroffenen erhöhen, die Hygiene unterstützen und Ihnen Entlastung im Pflege-Alltag bringen.

Auf folgende Hilfsmittel können Angehörige nach einem Schlaganfall setzen:

  • Technische Hilfsmittel nach Schlaganfall: Zum Beispiel Rollator, Rollstuhl, Pflegebett, Badewannenlift oder Notrufsystem – auf medizinische Anordnung trägt die Krankenkasse bzw. Pflegekasse die Kosten.
  • Schlaganfall: elektronische Hilfsmittel und Alltagshilfen: wie sprechende Zeigetafeln oder Kombinationsgeräte mit Touchscreen und Sprachausgabe. Bei Bewegungseinschränkungen sind einfache Hilfsmittel wie besonderes Besteck, Dosenöffner, Teleskopschuhanzieher oder Greifzangen sinnvoll.
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch nach Schlaganfall: Bettschutzeinlagen und Schutzkittel zur Inkontinenz-Pflege bei Schlaganfall. Außerdem Desinfektionsmittel, Flächendesinfektion und Einmalhandschuhe.

Achtung: Weder für technische Pflegehilfsmittel noch für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch müssen Sie oder Ihr Angehöriger vollumfänglich selbst aufkommen. Die Kasse übernimmt in der Regel die Kosten für die technischen Hilfsmittel, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Nur einen geringen Eigenanteil in Höhe von 10 %, maximal 25 Euro, müssen Sie bei technischen Hilfsmitteln einplanen. Bei Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch gestaltet sich die Kostenübernahme noch einfacher. Unabhängig von der Höhe des Pflegegrads erhalten Pflegebedürftige 40 Euro im Monat, um Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie Bettschutzeinlagen zu erwerben. Um unnötigen Papierkram zu vermeiden und die Pflegehilfsmittel schnell zu erhalten, greifen viele Angehörige auf die Sanubi Pflegebox zurück.

Wesensveränderung nach Schlaganfall – der richtige Umgang mit Angehörigen

Nach dem Schlaganfall ein anderer Mensch – pflegende Angehörige haben manchmal das Gefühl, dass ihnen plötzlich ein komplett anderer Mensch gegenübersteht. Mit den möglichen Ursachen beschäftigen sich Forscher. Eine These geht davon aus, dass die Persönlichkeitsmerkmale, die sich vor allem im Frontalhirn befinden, sich durch die Schädigung des Gehirnareals verändern. Bei dem sogenannten Frontalhirnsyndrom kann es zu plötzlichen Aggressionen oder sozialem Rückzug kommen. Angst, Depressionen oder Aggressionen können auch dadurch entstehen, dass sich das Leben nach dem Schlaganfall für den Betroffenen komplett verändert. Plötzlich ist er auf die häusliche Pflege nach dem Schlaganfall angewiesen und kann vielleicht nicht mehr das tun, wonach ihm ist. Schlaganfall-Betroffene sind manchmal dauerhaft auf Medikamente nach dem Schlaganfall angewiesen – sie werden also ständig an ihren Gesundheitszustand erinnert. Außerdem kann es zu einer Demenz nach Schlaganfall kommen. Die sogenannte vaskuläre Demenz tritt vor allem nach mehrmaligen Schlaganfällen auf.

Folgende Tipps können Sie beachten, wenn Ihr Angehöriger Wesensveränderungen zeigt:

  • Finden Sie in vertrauten Gesprächen heraus, ob Ihr Angehöriger psychischen Druck, zum Beispiel durch die Immobilität, empfindet.
  • Beobachten Sie die Wesensveränderung genau, notieren Sie sich am besten die gezeigten Symptome.
  • Besprechen Sie mit dem behandelnden Arzt, inwieweit eine Therapie notwendig ist.
  • Zeigen Sie Mitgefühl und Verständnis für die Situation, seien Sie als Gesprächspartner für Ihren Angehörigen da.
  • Erkundigen Sie sich, welche Selbsthilfeangebote es in Ihrer Umgebung für Ihren Angehörigen gibt – Reden hilft oft bei psychischem Druck!

Wie gehe ich mit einem Schlaganfallpatienten um?

Pflegende Angehörige fühlen sich manchmal unsicher und wissen nicht, wie sie mit ihrem Angehörigen nach dem Schlaganfall umgehen sollen. Nicht nur im Falle einer Wesensveränderung, sondern ganz grundsätzlich gibt es dafür einige Empfehlungen.

  • Empfehlung: Behandeln Sie Ihren Angehörigen mit Liebe und Respekt
    Es klingt womöglich banal, aber bei der Pflege ergeben sich immer wieder Situationen, in denen Missverständnisse bestehen und die Beziehung zueinander verkomplizieren. Neben einem liebevollen Umgang, bei dem sich der Pflegebedürftige nicht als Last vorkommt, ist auch der Respekt sehr wichtig. Treffen Sie am besten keine Entscheidungen alleinig, die Ihren Angehörigen betreffen. Sprechen Sie gemeinsam über die weitere Pflege und vorhandene Probleme – das stärkt ihre Bindung und lässt sie als Team zusammenwachsen.
  • Fordern, aber überfordern Sie Ihren Angehörigen nicht
    Therapieangebote zeigen Ihrem Angehörigen den Weg in ein selbstständiges Leben. Auch zu Hause kann der Patient daran arbeiten, seine Aufmerksamkeitsspanne und die Bewegungskontrolle zu verbessern. Das gelingt mit kleinen Bewegungsübungen oder Sprachübungen. Als Pflegeperson sind Sie eine wertvolle Hilfe, denn Sie können Ihren Angehörigen motivieren und bei verschiedenen Übungen begleiten. Unser Tipp: Überfordern Sie Ihren Angehörigen nicht, nehmen Sie ihm aber auch nicht jeden Handschlag ab. Beides kann sich negativ auf die Motivation auswirken. Planen Sie genügend Ruhepausen ein und stärken Sie mit lobenden Worten das Selbstbewusstsein Ihres Familienangehörigen.
  • Geben Sie Ihrem Angehörigen ein Stück Lebensqualität wieder
    Unabhängig davon, wie stark der Schlaganfall das Leben Ihres Angehörigen verändert hat, es gibt immer etwas, das Sie für seine Lebensqualität tun können. Wie wäre es mit einem leckeren Mittagessen, einem Ausflug in den Park oder einem Treffen mit Freunden? Achten Sie aber auch hier darauf, den Schlaganfall-Patienten nicht zu überfordern. Gerade Situationen, in denen sich Ihr Angehöriger viel äußern muss bzw. möchte, können ihn schnell ermüden lassen. Beobachten Sie genau, wann es Zeit ist, nach Hause zurückzukehren.

Wo bekomme ich Hilfe bei Parkinson?

Erneuter Schlaganfall trotz Medikamente, Wesensveränderungen oder anstrengende Pflegetage – auch für Angehörige bedeutet die Pflegesituation eine völlig neue Herausforderung. Deshalb ist die Schlaganfall-Hilfe für Angehörige und Patienten auch so wichtig. Hier bekommen Sie Unterstützung, Tipps und die Gelegenheit, sich etwas vom Herzen zu reden.

  • Schlaganfall-Hilfe für Betroffene: Schlaganfallpatienten können sich an Selbsthilfegruppen wenden. Hier können sie Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen und Tipps für Ihren Alltag bekommen. Auch die Rehabilitation ist eine wichtige Maßnahme für Patienten. In einer speziellen Einrichtung werden sie vollumfänglich versorgt und therapiert. Neben Medizinern und Pflegefachkräften arbeiten auch Ergotherapeuten, Logopäden und Psychologen an dem Therapieerfolg mit. Eine Kur nach Schlaganfall kann der behandelnde Arzt in die Wege leiten und wird von der Krankenkasse übernommen.
  • Schlaganfall-Hilfe für Angehörige: Selbsthilfegruppen sind nicht nur für Betroffene, sondern auch für Angehörige da. Sie dienen unter anderem dazu, besser mit der Pflegesituation zurechtzukommen und sich emotionalen Ballast von der Seele zu reden. Eine wichtige Anlaufstelle für pflegende Angehörige ist der Pflegestützpunkt. Die örtliche Beratungsstelle gibt Informationen rund um die Pflege und hilft Ihnen bei der Beantragung von Pflegekassen-Leistungen.

Gut zu wissen!

Auf den Webseiten des Zentrums für Qualität und Pflege erfahren Sie, welche Beratungsangebote es in Ihrer Nähe gibt.

Praxistipps und Übungen

Es gibt eine Menge, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Angehörigen im Alltag erreichen können – wir geben Ihnen dafür sinnvolle Praxistipps und Übungen an die Hand.

Die Schlaganfall Angehörigen-Checkliste

Sie wissen nicht, wie Sie sich optimal auf die Pflege Ihres Angehörigen vorbereiten können und wie die Durchführung klappt? Wir haben Ihnen eine Checkliste mit den wichtigen Schritten zusammengestellt.

  • Erkundigen Sie sich bei dem behandelnden Arzt nach der notwendigen pflegerischen und medizinischen Versorgung.
  • Überlegen Sie, ob Sie sich vorstellen können, Ihren Angehörigen im häuslichen Umfeld zu betreuen und wie viel Zeit Sie dafür mitbringen.
  • Überprüfen Sie das häusliche Umfeld auf nötige Umgestaltungsmaßnahmen.
  • Lassen Sie sich in einem Pflegestützpunkt beraten.
  • Beantragen Sie gemeinsam mit Ihrem Angehörigen einen Pflegegrad und nach Bewilligung Pflegekassen-Leistungen.
  • Nutzen Sie das Budget in Höhe von 40 Euro für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.
  • Führen Sie ein Pflegetagebuch, indem Sie notwendige Pflegemaßnahmen notieren, das hilft auch dem behandelnden Mediziner.
  • Schätzen Sie in regelmäßigen Abständen ab, ob sich der Pflegebedarf verändert hat und ob Sie gegebenenfalls Unterstützung benötigen. In dem Fall ist die Pflegekasse Ihres Angehörigen der richtige Ansprechpartner.
  • Vergessen Sie sich nicht selbst und gönnen auch Sie sich in regelmäßigen Abständen Ruhepausen.

Welche Ernährung nach Schlaganfall?

Viele pflegende Angehörige interessieren sich dafür, wie die Ernährung nach einem Schlaganfall aussehen sollte. Eine spezielle Diät gibt es nicht, da Übergewicht aber das Risiko für Schlaganfälle erhöhen kann, ist eine gesunde und abwechslungsreiche Kost besonders empfehlenswert.

Achtung: Bei Schluckstörungen ist die Ernährung nach Schlaganfall unbedingt anzupassen. Gestalten Sie das Essen und Trinken nach dem Schlaganfall so, dass sich Ihr Angehöriger möglichst nicht verschlucken kann. Dafür eignet sich eine weiche bis breiige Konsistenz der Speisen am besten.

Wie können Ergotherapie und Physiotherapie nach Schlaganfall helfen?

Die Ergotherapie und die Physiotherapie können Ihrem Angehörigen nach einem Schlaganfall helfen, Einschränkungen abzumildern. Vor allem die allgemeine Krankengymnastik, die neurologische Krankengymnastik, aber auch die Wärmetherapie und Kältetherapie werden bei Schlaganfallpatienten eingesetzt.

Folgende Behandlungsziele hat die Physiotherapie:

  • Förderung und Optimierung der Motorik
  • Verbesserung der Koordinationsfähigkeiten und des Gleichgewichts sowie grob- bzw. feinmotorischen Bewegungen
  • Stärkung der Kraft, Ausdauer und Belastbarkeit
  • Regulierung der Muskelspannung und Reduzierung von Versteifungen

Die Ergotherapie bezieht bei der Schlaganfall-Behandlung außerdem noch den Alltag und das Patientenumfeld mit ein. Das Ziel ist, den Betroffenen möglichst viel Selbstständigkeit im Alltag zu verleihen.

Gut zu wissen!

Neben der Physiotherapie ist auch die Logopädie ein wichtiger Teil der Schlaganfalltherapie. Ziele sind hier, die sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten sowie Fertigkeiten des Patienten zu stärken.

Welche Übungen nach Schlaganfall?

In einer Rehaeinrichtung oder einer Physiotherapie-Praxis bekommen Betroffene und Angehörige einen Einblick in wichtige Bewegungsübungen. Diese können zu Hause weitergeführt werden. Die Übungen haben das Ziel, den Alltag zu vereinfachen und Ihrem Angehörigen wieder mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Doch wie sehen Schlaganfall-Physiotherapie-Übungen für zu Hause aus? Wir verraten es Ihnen.

Physiotherapie nach Schlaganfall – die besten Übungen für zu Hause

  1. Rücken drehen: Bitten Sie Ihren Angehörigen, sich auf einen Stuhl zu setzen. Der Betroffene legt nun die linke Hand auf die Außenseite des rechten Oberschenkels und positioniert den Rücken in eine aufrechte Haltung. Die rechte Hand umschließt die linke Hand – trotzdem soll die Bewegung vom Rumpf her in Gang gesetzt werden und nicht über die Arme. Ihr Angehöriger dreht seinen Rücken in einer sanften Bewegung so weit er kann, danach kehrt er in die Ausgangsposition zurück. Pro Seite wird die Übung 15-mal durchgeführt.
  2. Flaschenkreise: Bitten Sie Ihren Angehörigen, sich auf einen Stuhl an einen Tisch zu setzen und die Hände um eine Wasserflasche zu schließen. Die Finger werden dabei ineinander verflechtet. Nun führt Ihr Angehöriger die Wasserflasche in großen kreisenden Bewegungen über den Tisch – insgesamt zehn langsame Kreise sollen dabei entstehen.
  3. Dehnendes Lehnen: Bitten Sie Ihren Angehörigen, auf der Bettkante Platz zu nehmen und sich aus dem Sitzen heraus auf den betroffenen Arm zu stützen. Der Arm selbst befindet sich etwa einen Fuß entfernt vom Körper, also in schräger Position. Dabei spürt Ihr Angehöriger eine leichte Dehnung auf der betroffenen Seite. Zehn Sekunden lang wird die Dehnung aufrechterhalten, dann entspannt sich der Arm wieder – insgesamt drei Wiederholungen auf beiden Seiten machen die Übung komplett.
  4. Rollende Flasche: Ihr Angehöriger greift erneut zur Wasserflasche. In der betroffenen Hand liegt sie zunächst lose, danach umschließen die Finger die Flasche komplett. Im Anschluss lockert sich der Griff um die Flasche wieder. Ihr Angehöriger wiederholt diese Übung insgesamt zehnmal.
  5. Stift drehen: Diese Übung kann Betroffenen zunächst schwerfallen und eignet sich deshalb vor allem für Fortgeschrittene. Der auf einem Tisch liegende Stift wird mal in die eine und mal in die andere Richtung gedreht.

FAQ - Häufige Fragen zur Pflege nach Schlaganfall