Parkinson

Parkinson, auch Parkinson-Krankheit, Parkinson-Syndrom oder Morbus Parkinson genannt, ist eine neurologische Krankheit, die von einem langsam fortschreitenden Verlust von Nervenzellen geprägt ist. Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Krankheit auf der Welt und alleine in Deutschland gibt es zwischen 300.000 und 400.000 Parkinson-Patienten. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung deren Häufigkeit im Alter stark zunimmt und die von zahlreichen teils einschneidenden Symptomen begleitet wird. Zum heutigen Zeitpunkt ist keine Heilung möglich, nichtsdestotrotz wird immer weiter nach einem Heilmittel geforscht. Davon abgesehen lassen sich viele der Leitsymptome gut behandeln, insbesondere bei einer rechtzeitigen Diagnose und regelmäßigen Arztbesuchen. Sanubi erklärt Ihnen in dieser großen Übersicht alles Wichtige zum Thema Parkinson, inklusive Symptomen, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Früherkennungsmerkmalen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Parkinson?
  2. Parkinson: Verschiedene Formen der Krankheit
  3. Morbus Parkinson: Symptome
  4. Diagnose Parkinson
  5. Parkinson: Ursachen
  6. Die Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson
  7. Parkinson kann gut behandelt werden

Was ist Parkinson?

Die meisten Menschen kennen die Krankheit Parkinson, sei es von erkrankten Angehörigen, aus dem Fernsehen oder aus anderen Quellen. Nichtsdestotrotz hilft eine genaue Beschreibung, um sich mit dem Thema besser auseinandersetzen zu können. Sanubi hat für Sie eine entsprechende Definition vorbereitet:

“Parkinson ist eine neurologische Krankheit, die ein Absterben der dopaminproduzierenden Nervenzellen zur Folge hat. Daraus entsteht ein Mangel an Dopamin im gesamten Körper, worauf sich die Leitsymptome von Parkinson, nämlich Bewegungsarmut (Akinese), Muskelzittern (Tremor), Muskelstarre (Rigor) und posturale Instabilität, zurückführen lassen.”

In der Regel kündigt sich Parkinson bei den meisten Patienten zwischen dem 40. Und dem 65. Lebensjahr an. In diesem Zeitraum zeigen sich erste Symptome, sogenannte Früherkennungsmerkmale, die oft schon Jahre im Voraus auf eine bevorstehende Parkinson-Erkrankung hindeuten. Morbus Parkinson bricht bei den meisten Menschen zwischen dem 50. und dem 79. Lebensjahr aus. Parkinson ist nicht nur in Deutschland weit verbreitet, auch weltweit fallen viele Menschen, vor allem solche, die das 60. Lebensjahr überschritten haben, der Nervenkrankheit zum Opfer. Schätzungen zufolge leidet etwa 1 Prozent der Weltbevölkerung über 60 an Parkinson.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Parkinson: Verschiedene Formen der Krankheit

Arzt unterschreibtSpricht man von Parkinson, so ist in der Regel nicht eine spezifische Krankheit gemeint. Parkinson beschreibt vielmehr eine heterogene Gruppe an Nervenerkrankungen, die zwar dieselben Symptome haben, aber oftmals unterschiedliche Auslöser und mitunter zusätzlich Abweichungen im Krankheitsverlauf aufweisen. Grundsätzlich unterteilt man Parkinson dementsprechend in 4 verschiedene Untergruppen. Sanubi erklärt die wichtigsten Details zu den jeweiligen Kategorien der Parkinson-Syndrome.

Idiopathische Parkinson-Syndrome

Idiopathische Parkinson-Syndrome, oftmals mit IPS abgekürzt, stellen die häufigste Form der Parkinson-Erkrankung dar und betreffen damit rund 75% aller Parkinson-Kranken. Im weiteren Verlauf dieses Artikels ist im Zweifelsfall immer genau diese Form von Parkinson der zentrale Gegenstand, da die meisten anderen Ausprägungen entweder extrem selten sind oder aber in Kombination, bzw. als Symptom, einer anderen Krankheit auftreten. Das idiopathische Parkinson-Syndrom hebt sich deshalb ab, weil es auftritt, ohne dass irgendwelche Ursachen oder Auslöser erkennbar sind.

Familiäre Parkinson-Syndrome

Familiäre Parkinson-Syndrome haben anders als idiopathische Parkinson-Syndrome eine klare Ursache und zwar sind sie allesamt genetisch bedingt. Diese vererbbaren Formen von Parkinson sind sehr selten und werden normalerweise nach dem jeweiligen Genort benannt, wie es beispielsweise bei “PARK1” der Fall ist.

Symptomatische Parkinson-Syndrome, bzw. sekundäre Parkinson-Syndrome

Symptomatische Parkinson-Syndrome, oftmals auch als sekundäre Parkinson-Syndrome bezeichnet, unterscheiden sich dahingehend, als dass sie einen klaren Auslöser haben und dieser Auslöser das eigentliche Problem ist, während die Symptome von Parkinson gleichzeitig nur als Nebenwirkungen fungieren. Diese Form des Parkinson-Syndroms kann eine ganze Reihe von verschiedenen Unterformen haben.

Sanubi listet die wichtigsten davon für Sie auf:

  • Durch Medikamente induziertes Parkinson-Syndrom, kann mitunter auch durch den Missbrauch von Amphetaminen ausgelöst worden sein
  • Vaskuläres Parkinson-Syndrom
  • Posttraumatisches Parkinson-Syndrom
  • Toxininduziertes Parkinson-Syndrom, z. B. durch eine Kohlenmonoxidvergiftung oder Mangan ausgelöst
  • Entzündliches Parkinson-Syndrom, möglicherweise auch bei diffusen durch Erreger bedingte Gehirnerkrankungen
  • Metabolisches Parkinson-Syndrom, wie es etwa bei Morbus Wilson auftritt

Atypische Parkinson-Syndrome, bzw. Parkinson-Syndrome im Rahmen anderer neurodegenerativer Erkrankungen

Atypische Parkinson-Syndrome, mitunter auch Parkinson Plus genannt, bezeichnen Parkinson-Syndrome im Rahmen anderer neurodegenerativer Erkrankungen. Im Klartext bedeutet das, dass in einem solchen Fall nicht nur die sogenannte Substantia nigra betroffen ist, sondern dass zusätzlich auch andere Teile des Gehirns betroffen sind, was neben einem Dopaminmangel, noch zu weiteren Symptomen führt. Dementsprechend kommt es im Rahmen dieser Parkinson-Erkrankungen zu erheblich größeren Beschwerden.

Folgende Erkrankungen fallen in diese Gruppe:

  • Multisystematrophie
  • Progressive supranukleäre Blickparese
  • Kortikobasale Degeneration
  • Lewy-Körperchen-Demenz

INFO: Man sollte nicht vergessen, dass bei vorhandenem Pflegegrad pflegebedürftigen Menschen Pflegehilfsmittel, im Wert von 40€, pro Monat zustehen. Falls diese benötigt werden, liefert Sanubi nicht nur schnell und diskret, sondern übernimmt auch die Korrespondenz mit der Pflegekasse.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Morbus Parkinson: Symptome

Parkinson zeichnet sich durch eine Reihe von unterschiedlichen Symptomen aus, diese können zunächst in zwei Kategorien unterteilt werden. Zum einen gibt es eine Reihe von Merkmalen, anhand deren eine Früherkennung der Parkinson-Krankheit möglich ist. Zum anderen gibt es Symptome, die sich im Verlauf der Parkinson-Erkrankung bemerkbar machen. Sanubi zählt für Sie alle wichtigen Symptome auf.

Frühe Symptome

Wie zuvor schon angedeutet, lässt sich Parkinson oft anhand einiger Symptome, die teilweise schon Jahre vorher auftreten, vorhersagen. Leider ist das nicht immer ganz so einfach, wie es sich anhört, denn viele dieser Symptome können auch noch andere Ursachen haben.

Besagte Symptome zeigen sich folgendermaßen:

  • Störung des Geruchssinns
  • Störung des Traumschlafs durch atypische starke Bewegungen
  • Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit
  • Leichte Depressionen, Abgrenzung zu einer Altersdepression sollte gemacht werden
  • Verstopfung

Kardinalsymptome, bzw. Leitsymptome

Bei allen Parkinsonkranken können mehrere Leitsymptome, auch Kardinalsymptome genannt, ausgemacht werden. Zunächst lässt sich einheitlich feststellen, dass alle Patienten an Akinese leiden. Zusätzlich manifestiert sich eines, oder mehrere der anderen Leitsymptome, nämlich Tremor, Rigor oder eine posturale Instabilität. Sanubi erklärt Ihnen diese Kardinalsymptome im folgenden Verlauf genauer.

Akinese

Akinese wird unter anderem auch als Bradykinese oder Hypokinese bezeichnet und stellt das zentrale Symptom einer jeden Parkinson-Erkrankung dar. Darunter versteht man eine allgemeine Bewegungsarmut, die sich bei allen Bewegungen der Betroffenen bemerkbar macht. Davon ist auch der Gesichtsausdruck, das Sprachvermögen, die Feinmotorik und der Speichelfluss betroffen. Gleichzeitig erschwert sind die Bewegungen des Oberkörpers, des Rumpfes und das Gehen an sich. Dementsprechend wird das Gangbild beeinträchtigt, die Schritte werden kürzer und ein für Parkinson typischer, kleinschrittiger Gang zeichnet sich ab.

Tremor

Ein Tremor, auch Ruhetremor genannt, ist ebenfalls ein Leitsymptom von Parkinson. Der Tremor tritt hierbei durch eine wechselseitige Anspannung gegenwirkender Muskeln auf und erzeugt so ein leichtes Zittern. Dieser Tremor ist einseitig betont, nimmt bei Bewegung ab und ist eines der sichtbarsten Symptome bei Morbus Parkinson. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass ein Tremor vor allem bei idiopathischen Parkinson-Syndromen vorkommt.

Rigor

Rigor bezeichnet eine Muskelsteifheit, die aufgrund einer Steigerung des Muskeltonus auftritt. Verursacht wird sie durch eine unwillkürliche Anspannung der gesamten quergestreiften Muskulatur, was darüber hinaus zu Schmerzen an der betroffenen Stelle führen kann. Für andere ist der Rigor meist nur auf den zweiten Blick erkennbar und äußert sich dann in einer leichten Beugung des Rumpfes, des Ellenbogengelenks, des Nackens und der Knie.

Posturale Insabilität

Im Rahmen des Parkinson-Syndroms kann es zusätzlich zu einer verminderten Stabilität beim Aufrechterhalten des Körpers kommen. Gewisse reflexartige Ausgleichsbewegungen finden dann nicht mehr oder nur verzögert statt und führen so zu einer geringeren Sicherheit beim Stehen und Gehen. Außerdem bekommen deshalb viele Parkinsonkranke Angst zu fallen, was zu einer zusätzlichen, psychologischen Hürde bei der Fortbewegung werden kann.

Begleitsymptome

Neben den Kardinalsymptomen kann es je nach Krankheitsverlauf bei Parkinson zu vielen unterschiedlichen Begleitsymptomen kommen, die erkrankte Patienten beeinträchtigen. Sanubi zählt für Sie die wichtigsten dieser Symptome auf, die sich je nach individuellem Krankheitsbild unterschiedlich stark, oder mitunter auch gar nicht, manifestieren können.

Sensible Symptome

Hierbei handelt es sich um Symptome die sich vor allem als Sensibilitätsstörungen und Beeinträchtigungen der Sinnesorgane bemerkbar machen.

Darunter fallen folgende Befindlichkeiten:

  • Missempfindungen, in der Fachsprache Dysästhesien genannt
  • Minderung oder komplettes Versagen des Geruchssinnes, in der Medizin als Hyposmie bezeichnet
  • Verschiedene Arten von Schmerzen

Vegetative Störungen

Im Zuge von Morbus Parkinson kann es zu zahlreichen vegetativen Störungen kommen.

Wie genau sich diese zeigen, erklärt Ihnen Sanubi jetzt:

  • Gesteigerte Talgproduktion, daraus resultiert oft ein sogenanntes “Salbengesicht”
  • Blasenfunktionsstörungen
  • Temperaturregulationsstörungen
  • Sexuelle Dysfunktion
  • Bewegungsstörungen im Magen-Darm-Trakt
  • Kreislaufregulationsstörungen
  • Dysphagie, bzw. Schluckstörungen

Psychische Probleme

Parkinson ist eine schwerwiegende Nervenkrankheit und die Belastungen, denen der Körper dadurch im Laufe der Zeit ausgesetzt ist, sind groß. Dementsprechend können auch die Auswirkungen auf die Psyche einschneidend sein.

Die daraus entstehenden Symptome sehen folgendermaßen aus:

  • Allgemeine Niedergeschlagenheit, gedrückte Stimmung
  • Verlangsamung der Denkabläufe, eine sogenannte Bradyphrenie
  • Entfernungen und Geschwindigkeiten können nur mehr schwer eingeschätzt werden
  • Sinnestäuschungen
  • Eine echte Demenz kann Teil des Krankheitsverlaufs sein und wird als Lewy-Körperchen-Demenz bezeichnet.

TIPP: Unabhängig wie genau die Symptomatik der Parkinson-Krankheit aussieht, können Pflegehilfsmittel den Alltag um ein Vielfaches erleichtern. Wussten Sie schon, dass Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€ monatlich, von der Pflegeversicherung, genauer gesagt der Pflegekasse, bei vorhandenem Pflegegrad bezahlt werden?

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Diagnose Parkinson

Um die korrekte Diagnose für eine Parkinson-Erkrankung stellen zu können, hält man sich in der Regel an die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Diese empfiehlt als Grundlage zunächst eine komplette klinisch-neurologische Untersuchung. Zusätzlich soll zumindest von einem bildgebenden Verfahren Gebrauch gemacht werden, dabei kann es sich sowohl um eine Kernspintomographie, also ein MRT, des Gehirns, eine Craniale Computertomographie, also ein CCT oder um ein szintigrafisches Verfahren handeln. Darauf aufbauend können noch weitere Untersuchungen erfolgen, wie etwa ein L-Dopa-Test, eine Positronen-Emissions-Tomographie, kurz PET, oder eine Einzelphotonen-Emissions-Tomographie, abgekürzt mit SPECT. Insgesamt geht es bei der Diagnostik und den dazugehörigen Maßnahmen darum, auf der einen Seite die Kernsymptome von Parkinson zu erfassen. Auf der anderen Seite gilt es gleichzeitig andere Krankheiten, mit ähnlicher Symptomatik, auszuschließen.

Parkinson: Ursachen

Die Ursachen für Morbus Parkinson können auf verschiedenen Ebenen gefunden werden, wobei eine Kernursache, auf die die Krankheit selbst zurückzuführen ist, insbesondere bei idiopathischen Parkinson-Syndromen nicht festgestellt werden kann. Klar ist jedoch warum es auf einem funktionalen Level zu den Symptomen von Parkinson kommt und was genau, sowohl davor als auch währenddessen, im Körper vor sich geht. Um die Ursachen verstehen zu können, müssen drei Ebenen betrachtet werden. Sanubi geht für Sie besagte Teilbereiche durch und erklärt Ihnen dabei alles Wichtige.

Funktionelle Ebene

Auf funktioneller Ebene handelt es sich bei Parkinson um eine degenerative Erkrankung des extrapyramidalmotorischen Systems oder der Basalganglien. Im Klartext bedeutet das, dass Nervenzellen absterben und zwar jene in der Pars compacta der Substantia nigra, beides Teile des Gehirns. Diese Nervenzellen produzieren Dopamin, ein wichtiger Botenstoff und leiten es in den Rest des Körpers weiter. Erste Anzeichen von Morbus Parkinson machen sich erst bemerkbar, nachdem 55 bis 60 Prozent der dopaminergen Zellen abgestorben sind. Daraufhin kommt es zu einem Überschuss des anderen Botenstoffes Glutamat, was ein Ungleichgewicht der Funktion der Basalganglien hervorruft. Bedingt dadurch zeigen sich schließlich folgende Leitsymptome der Parkinson-Erkrankung, nämlich Akinese, Rigor und Tremor.

Zelluläre Ebene

Betrachtet man die zelluläre Ebene bei Parkinson, kann man zunächst klar aufzeigen, dass es sich bei dem Parkinson-Syndrom nicht um eine isolierte Krankheit handelt, sondern viel mehr um eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die allesamt dieselben Symptome aufweisen und diese aufgrund derselben neurologischen Dysfunktion verursacht werden. Wodurch dieser Umstand jedoch genau bedingt wird, hängt vom Patienten ab und kann dementsprechend von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Insbesondere in der jüngeren Forschung konnten mehr und mehr verschiedene zelluläre Mutationen oder Abweichungen festgestellt werden, auf die das Ausbrechen von Parkinson zurückgeführt werden kann. Nichtsdestotrotz fehlt nach wie vor ein Hinweis auf den eigentlichen Auslöser und die Forschung beschäftigt sich dementsprechend weiterhin intensiv mit dieser Frage.

Äußerliche Ebene

Auch die äußerliche Ebene, also externe Einflüsse müssen bei der Ursachenforschung der Parkinson-Krankheit in Betracht gezogen werden. Hier gibt es, vor allem aus der neueren Forschung, einige wichtige Erkenntnisse. Verschiedene Giftstoffe, sogenannte Neurotoxine, die die Substantia nigra schädigen, werden schon seit den 1980er Jahre als externe Auslöser in Betracht gezogen. Solche Giftstoffe sind insbesondere in landwirtschaftlichen Spritzmitteln und Reinigungsstoffen zu finden.

Die wichtigsten dieser Neurotoxine finden sich in folgenden Produkten:

  • Paraquat
  • Trichloräthylen
  • Perchloräthylen
  • Octenol
  • Rotenon
  • Lindan

Darüber hinaus können Infektionen, sowie Schädel-Hirn-Traumata als zusätzliche externe Auslöser ausgemacht werden. Auch virale Erreger, die über den Magen und den Vagusnerv zu einer Erkrankung führen, haben bei betroffenen Patienten, im weiteren Verlauf ihres Lebens, das Parkinson-Risiko erhöht.

TIPP: Falls man wegen des Parkinson-Syndroms einen Pflegegrad erhalten hat, dann sollte man seinen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€ pro Monat, nicht vergessen.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Möglichkeit Parkinson durch eine direkte Behandlung der eigentlichen Ursache zu heilen oder den Verlauf komplett aufzuhalten. Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten und Therapieformen, die dazu dienen sowohl den Verlauf positiv zu beeinflussen, als auch das Befinden der Parkinson-Kranken zu verbessern. Sanubi erklärt Ihnen im folgenden Abschnitt die wichtigsten Vorgehensweisen und geht dabei auf die gängigsten Therapien ein.

Medikamentöse Behandlung

Die Behandlung mit Medikamenten erfolgt hauptsächlich durch dopaminerge Arzneimittel, die den Dopaminhaushalt ausgleichen, bzw. die Dopaminproduktion ankurbeln oder das fehlende Dopamin ersetzen sollen. Um dies zu bewerkstelligen gibt es eine Vielzahl von Wirkstoffen, die teilweise unterschiedliche Nebenwirkungen hervorrufen und dementsprechend eine begleitende Therapie mit anderen Medikamenten notwendig machen.

Da das Feld sehr breit ist, zählt Sanubi für Sie die drei wichtigsten Wirkstoffe, die zur medikamentösen Behandlung des Parkinson-Syndroms angewendet werden und allesamt in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich sind, auf:

  • L-Dopa-Präparate
  • Dopaminagonisten
  • COMT-Hemmer

Behandlung von Morbus Parkinson im fortgeschrittenen Stadium

Mit zunehmendem Fortschreiten der Parkinson-Krankheit werden auch die Symptome immer schlimmer. Aus diesem Grund ist eine stetige Anpassung der Medikamente notwendig. Dies gestaltet sich jedoch im weiteren Verlauf der Erkrankung immer schwieriger, denn Parkinson-Patienten nehmen, in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit, meist viele Medikamente im Rahmen einer Kombinationstherapie ein. Dementsprechend schwer ist es die Betroffenen medikamentös richtig einzustellen. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass die Magenfunktion der Patienten nach und nach schlechter wird, weshalb Tabletten oftmals nicht richtig verdaut und so entweder gar nicht wirken oder gleich mehrere auf einmal zersetzt werden. Das Zeitfenster, in dem eine korrekte Behandlung mit Medikamenten erfolgen kann, wird also immer kleiner.

Um dies auszugleichen, gibt es verschiedene Herangehensweisen, die Sanubi zusammenfassend für Sie auflistet:

  • Apomorphin-Therapie
  • Kontinuierliche L-Dopa-Therapie
  • Tiefe Hirnstimulation

Sollten Sie mehr Informationen benötigen, empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt. Dieser kann dann individuellen Rat geben, der genau auf die jeweilige Situation zugeschnitten ist und die etwaigen Optionen erläutert.

Experimentelle Therapien

Zusätzlich zu den bereits etablierten Behandlungsmethoden wurde in den letzten Jahren versucht experimentelle Therapien zu entwickeln. Besonders hervorzuheben gilt es an dieser Stelle vor allem zwei Methoden, nämlich die Gentherapie und die Behandlung mit Stammzellen. Mittels der Gentherapie wird versucht die Dopaminproduktion in den Basalganglien wieder zu steigern, was eine Linderung der motorischen Symptome hervorrufen soll. Bisher waren die Ergebnisse dieser Herangehensweise relativ gut, konnten aber noch nicht richtig wissenschaftlich belegt werden. Im Rahmen einer Behandlung mit Stammzellen wurden verschiedene Therapiewege ausprobiert, von denen sich allerdings nur wenige als vielversprechend erwiesen haben. Es werden zwar weiterhin neue Methoden ausprobiert, jedoch rücken mehr und mehr andere Theorien in den Fokus der Wissenschaft.

Komplementäre Behandlungsmöglichkeiten

Eine positive Beeinflussung der Parkinson-Krankheit ist durch verschiedene komplementäre Behandlungen möglich. Das wichtigste Element dieser Behandlungsmöglichkeiten ist regelmäßige Bewegung. Mit dieser fängt man bestenfalls in den Frühstadien der Krankheit an und geht später in eine Physiotherapie über, die speziell für Parkinson-Kranke ausgelegt ist. Darüber hinaus bietet sich eine begleitende, logopädische, bzw. sprachtherapeutische Behandlung an. Auch eine Ergotherapie kann sehr hilfreich sein.

Alternativmedizinische Behandlungen

Wie bei vielen anderen Erkrankungen, für die es bis jetzt keine Heilung gibt, sind auch bei Morbus Parkinson verschiedene alternativmedizinische und homöopathischen Wirkstoffe und Behandlungsmethoden sehr gebräuchlich. Darunter fallen verschiedene Entspannungsübungen, Meditation und Bewegungstechniken wie Qigong, Yoga oder Taijiquan. Außerdem sind Massagen und Akupunktur weit verbreitet, ebenso wie diverse Nahrungsergänzungsmittel. Bei keiner dieser Therapieformen konnte eine Wirksamkeit nachhaltig festgestellt werden, im Gegenteil einige Nahrungsergänzungsmittel und andere homöopathische Wirkstoffe können gefährliche Wechselwirkungen mit der Parkinson-Medikation verursachen.

Parkinson kann gut behandelt werden

Parkinson ist eine Diagnose, die weitreichende Folgen für die Betroffenen haben kann. Es handelt sich dabei zwar um eine sehr verbreitete Krankheit, die das menschliche Nervensystem betrifft, nichtsdestotrotz sind die Auswirkungen für Patienten einschneidend. Zum heutigen Zeitpunkt konnte in diesem Rahmen weder eine genaue, einheitliche Ursache eruiert, noch ein Heilmittel gefunden werden. Trotz alledem gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten und viele davon sind nicht nur erprobt, sondern auch sehr ausgereift, wie etwa die Therapie mit L-Dopa. Parkinson-Kranke sollten also in keinem Fall vor dem Kampf gegen die Nervenkrankheit zurückschrecken. Ganz im Gegenteil, bei rechtzeitiger Erkenntnis, regelmäßigen Arztbesuchen und einer strikten Einnahme der Medikamente, können die Symptome des Parkinson-Syndroms für eine sehr lange Zeit stark verbessert, wenn nicht sogar komplett unterdrückt werden. Auch im späteren Verlauf der Krankheit gibt es zahlreiche Therapieformen, sodass Menschen, die an der Parkinson-Erkrankung leiden, keinesfalls auf verlorenem Posten stehen.

WICHTIG: Vergessen Sie nicht, dass Menschen mit Pflegegrad ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€, haben. Sanubi liefert schnell genau die Produkte, die benötigt werden.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten