Sie zeigen die Uhrzeit an, erinnern an wichtige Ereignisse, erkennen Gefahren und ermöglichen die örtliche Orientierung – Pflegehilfsmittel zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten können eine wertvolle Hilfe für Menschen mit einem Pflegegrad sein.

Wir verraten Ihnen, welche Funktionen die Geräte haben, für wen sie sich eignen und ob die Pflegekasse die Kosten dafür übernimmt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflegehilfsmittel zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten sollen den Pflegealltag vereinfachen und die Selbstständigkeit Pflegebedürftiger erhöhen.
  • Betroffene können auf Produkte zur örtlichen Orientierung, zur zeitlichen Orientierung, zur Erinnerung an wesentliche Ereignisse oder zum Erkennen von Risiken und Gefahren zurückgreifen.
  • Insbesondere vergessliche Pflegebedürftige oder solche, die sich mehr Struktur in ihrem Alltag wünschen, profitieren von den Produkten.
  • Die Pflegekasse beteiligt sich an den Kosten für die Pflegehilfsmittel, wenn der Betroffene auf die Produkte angewiesen ist und die Pflege im häuslichen Umfeld stattfindet.
  • Ein Sanitätshaus oder ein Pflegestützpunkt kann Pflegebedürftige und pflegende Angehörige eingehend zu dem Thema beraten.

Was sind Pflegehilfsmittel zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten?

Die unter diese Kategorie fallenden Pflegehilfsmittel dienen dazu, Menschen vor Gefahren zu bewahren, mehr Struktur in den Alltag zu bringen und die Orientierung zu verbessern. Im GKV Hilfsmittelverzeichnis finden Sie die Pflegehilfsmittel unter der Produktgruppe 52 (Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung/Mobilität), Punkt 3. Hier aufgeführt zählen sie zu den technischen Pflegehilfsmitteln – somit ist die Pflegekasse für sie zuständig.

Folgende Pflegehilfsmittel fallen in diese Kategorie:

  • Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung
  • Pflegehilfsmittel zur zeitlichen Orientierung
  • Erinnerungshilfen für wesentliche Ereignisse
  • Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren

Je nach Pflegebedürftigkeit kommen die Pflegehilfsmittel einzeln oder kombiniert zum Einsatz.

Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung

Manchmal fällt es Pflegebedürftigen schwer, sich in ihrem Umfeld zurechtzufinden, also örtlich zu orientieren. Das kann für sie zur Gefahr werden, zum Beispiel dann, wenn sie nicht mehr nach Hause finden und orientierungslos durch die Straßen irren. Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung geben Sicherheit und das gute Gefühl, bei Bedarf eine Hilfestellung zu bekommen. So können sich Pflegebedürftige innerhalb und außerhalb ihres bekannten Radius aufhalten, ohne Angst haben zu müssen, „verloren zu gehen“. Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung sind auch für pflegende Angehörige eine wertvolle Hilfe – mit ihnen können sie den Standort ihres Familienmitglieds nachverfolgen und auf die Notruffunktion gezielt reagieren.

Wie funktionieren Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung?

Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung funktionieren mit einem GPS-Tracker. Mithilfe einer Uhr, einer Halskette oder eines kleinen Gerätes, dass der Pflegebedürftige mit sich trägt, können Sie als pflegender Angehöriger genau nachverfolgen, wo sich Ihr Familienmitglied aufhält. Besonders praktisch ist die sogenannte GEO-Zaun-Funktion, mit der Sie Bereiche definieren können, in denen sich der Pflegebedürftige frei bewegen kann. Verlässt er diese vordefinierten Bereiche, alarmiert Sie das Produkt sofort. Außerdem verfügen Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung über eine Alarmkette bzw. einen Notrufknopf – so kann der Betroffene auch selbst aktiv Hilfe herbeirufen.

Wo kann man Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung kaufen?

Entsprechende Produkte sind sowohl online als auch in einem Sanitätshaus erhältlich. Die Pflegehilfsmittel greifen oft auf eine ausgetüftelte Technik zurück, die für viele Menschen zunächst erklärungsbedürftig ist. Insbesondere, wenn Sie einen Beratungsbedarf haben, empfehlen wir Ihnen einen Besuch in einem Sanitätshaus. Die erfahrenen Berater stellen Ihnen hier Pflegehilfsmittel vor, die zu Ihrer Pflegesituation passen und beantworten Ihnen wichtige Fragen, auch zur Funktionsweise.

Wie benutzt man Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung?

Damit Sie erfahren, wo sich Ihr Angehöriger aufhält, ist es wichtig, dass der Betroffene das GPS-Gerät stets bei sich trägt. Handgeräte werden üblicherweise an der Gürtelschlaufe befestigt, Uhren am Handgelenk fixiert und Ketten um den Hals gelegt. Der Knackpunkt ist, dass Pflegende stets sicherstellen müssen, dass der Betroffene die Geräte nicht zu Hause vergisst. Über ein Empfangsgerät, Ihr Smartphone oder Ihren PC können Sie den Aufenthaltsort Ihres Familienmitglieds einsehen. Betätigt der Betroffene die Notruffunktion erhalten Sie ebenfalls eine Meldung – manchmal wird der Notruf auch direkt an eine Notrufzentrale weitergeleitet.

Wie teuer ist ein Pflegehilfsmittel zur örtlichen Orientierung?

Hier kommt es maßgeblich darauf an, für welches Modell Sie sich entscheiden. Auch der Hersteller und der Umfang der Funktionen bestimmen den Preis. Gängige Ausführungen kosten zwischen 50 und 200 Euro – ein Preisvergleich kann sich durchaus lohnen.

Pflegehilfsmittel zur zeitlichen Orientierung

Nicht nur die örtliche, sondern auch die zeitliche Orientierung kann für Pflegebedürftige eine Herausforderung sein. Mit speziellen Pflegehilfsmitteln erhalten sie auch hier die nötige Unterstützung im Alltag. Besonders beliebt sind Uhren, die auf die besonderen Belange von Pflegebedürftigen zugeschnitten sind. Unterwegs, aber auch zu Hause bieten sie ein großes Maß an Sicherheit und helfen beispielsweise dabei, die Tagesstruktur und Termine einzuhalten.

Wie funktionieren Pflegehilfsmittel zur zeitlichen Orientierung?

Spezielle Uhren für Pflegebedürftige haben viele nützliche Funktionen. Zunächst zeigen sie die Uhrzeit, das Datum und den Wochentag an – so ermöglichen sie die zeitliche Orientierung. Je nach Modell gibt es zusätzliche Funktionen wie eine GPS- Ortung, mit der Angehörige den Standort nachverfolgen können oder eine Notruftaste, mit der Pflegebedürftige eine schnelle Hilfe per Knopfdruck erhalten. Manchmal verfügen die Uhren auch über eine Sturzerkennung. Wird ein schwerer Sturz erkannt, vibriert die Uhr am Handgelenk. Reagiert der Betroffene nach einigen Sekunden nicht, hierzu muss er eine Meldung an der Uhr ausschalten, wird automatisch der Notruf gestartet.

Wo kann man Pflegehilfsmittel zur zeitlichen Orientierung kaufen?

Onlinehändler haben mittlerweile eine große Auswahl an Geräten, die Pflegebedürftige bei der zeitlichen Orientierung unterstützen. Alternativ können Sie sich auch in einem Sanitätshaus beraten lassen, welches Pflegehilfsmittel sich für Ihren Angehörigen anbietet.

Wie benutzt man ein Pflegehilfsmittel zur zeitlichen Orientierung?

Entscheidet sich der Pflegebedürftige für eine entsprechende Uhr, ist es natürlich notwendig, dass er sie für die zeitliche Orientierung stets trägt. In der Regel sind zusätzliche Funktionen wie die Notruftaste oder die Sturzerkennung selbsterklärend oder laufen im Hintergrund automatisch ab. Machen Sie sich am besten vor dem Einsatz der Uhr mit den verschiedenen Funktionen vertraut und erklären Sie auch Ihrem Angehörigen, wie er beispielsweise die Notfalltaste betätigt.

Gut zu wissen!

Um Ihren Angehörigen die zeitliche Orientierung im häuslichen Umfeld zu erleichtern, können Sie eine große Wanduhr anbringen oder eine gut lesbare Uhr auf den Nachttisch stellen.

Wie teuer ist ein Pflegehilfsmittel zur zeitlichen Orientierung?

Die Kosten für ein entsprechendes Pflegehilfsmittel variieren stark, in Abhängigkeit von dem Modell, Hersteller und dem Funktionsumfang. Üblicherweise kosten die cleveren Uhren für Pflegebedürftige ca. 200 Euro. Ein Sanitätshaus kann Sie eingehend zu den verschiedenen Ausführungen und den zugehörigen Preisen informieren.

Erinnerungshilfen für wesentliche Ereignisse

Im Pflegealltag warten viele Ereignisse auf Pflegebedürftige. Dazu zählen beispielsweise Arzttermine. Erinnerungshilfen für wesentliche Ereignisse tragen dazu bei, dass Betroffene Anstehendes nicht vergessen. Mit dem Pflegehilfsmittel strukturieren zu Pflegende auch ihren Alltag ganz geschickt. Um 12:00 Uhr ist es Zeit für das Mittagessen, um 16:00 Uhr kommt die Tochter zu Besuch und jede Stunde das Trinken nicht vergessen – all diese nützlichen Erinnerungen helfen bei der Bewältigung des Alltags und vermitteln Sicherheit.

Wie funktionieren Erinnerungshilfen für wesentliche Ereignisse?

Die Erinnerungshilfen gibt es in verschiedenen Formen. Pflegebedürftige können dabei auf spezielle Uhren setzen. Beliebt sind auch lautsprecherähnliche Geräte, die ganz einfach auf dem Nachttisch oder in der Küche Platz nehmen können. Der Ablageort kann aber auch durchaus flexibel gestaltet werden – so können Pflegebedürftige das Gerät auf Wunsch an verschiedenen Stellen ablegen. Für eine leichtere Auffindbarkeit empfiehlt sich jedoch, nur wenige Ablageorte zu bestimmen. Erinnerungshilfen sind programmierbar. Das bedeutet, Sie können das Ereignis einspeichern und so Ihren pflegebedürftigen Angehörigen an die anstehenden Termine erinnern lassen. Betroffene können sich die Erinnerungen, je nach Modell, entweder anzeigen lassen oder anhören.

Wo kann man Erinnerungshilfen für wesentliche Ereignisse kaufen?

Auch hier sind Onlinehändler und Sanitätshäuser die richtigen Ansprechpartner. Da Erinnerungshilfen meist über mehrere nützliche Funktionen verfügen, kann es sinnvoll sein, sich vor dem Kauf beraten zu lassen. So finden Sie ein Gerät, das zu dem Pflegealltag des Betroffenen passt, und sind vollumfänglich über alle Funktionen aufgeklärt.

Wie benutzt man Erinnerungshilfen für wesentliche Ereignisse?

Erinnerungshilfen sind genauso clever wie einfach konzipiert: Sie programmieren das anstehende Ereignis ein und versehen es mit einer Erinnerung. Ihr Angehöriger wird dann mithilfe eines akustischen Signals an den Termin oder die Aufgabe erinnert. Das ist besonders praktisch, wenn Ihr Familienmitglied öfter Mahlzeiten oder die Flüssigkeitsaufnahme vergisst. Auch Arzttermine und anstehende Besuche geraten so nicht aus dem Blick. Pflegebedürftige setzen zu Hause häufig auf Tischgeräte und nutzen unterwegs Uhren, um sich an wichtige Ereignisse zu erinnern. Wichtig: Überprüfen Sie regelmäßig, ob die eingespeicherten Termine noch aktuell sind, und löschen Sie überflüssige heraus. Begrenzen Sie die Funktion auf wichtige Ereignisse, so beugen Sie Irritationen und einem gewissen Gefühl von Überforderung bei dem Betroffenen vor.

Wie teuer ist eine Erinnerungshilfe für wesentliche Ereignisse?

Möchten Sie die Erinnerungsfunktion einer Uhr nutzen, bekommen Sie meist ein Gesamtpaket. Uhren für Pflegebedürftige besitzen neben einer Erinnerungshilfe auch häufig einen Notfallknopf und eine GPS-Funktion. Entsprechende Geräte kosten um die 200 Euro. Einfache Erinnerungshilfen, die optisch an einen Wecker erinnern, kosten etwa 55 Euro.

Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren

Im häuslichen Umfeld lauern viele Gefahren – bei Unachtsamkeit kann es zu schweren Unfällen kommen. Mit speziellen Produkten kann das Risiko, das von Haushaltsgegenständen ausgeht, minimiert werden. Der große Vorteil ist, dass die cleveren Pflegehilfsmittel auf potentielle Gefahren hinweisen und der Pflegebedürftige direkt reagieren kann. Mit Produkten zum Erkennen von Risiken und Gefahren erhalten auch pflegende Angehörige ein gutes Gefühl, wenn ihr Familienmitglied stundenweise alleine zu Hause ist.

Wie funktionieren Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren?

Es gibt verschiedene Produkte, die dazu beitragen, Risiken und Gefahren zu erkennen. Da Haushaltsgeräte eine nicht unerhebliche Gefahrenquelle bergen, fallen Herdüberwachungssysteme beispielsweise in diese Kategorie. Sie besitzen eine Abschaltautomatik – überhitzt sich die Herdumgebung, nimmt der Pflegebedürftige einen Alarm wahr, gleichzeitig wird die Stromzufuhr unterbrochen. Hat der Betroffene also versehentlich den Herd angelassen und verlässt das Haus, kann so das Risiko von einem Wohnungsbrand minimiert werden.

Wo kann man Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren kaufen?

Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren wie Herdüberwachungssysteme sind zwar online erhältlich, viele Senioren kaufen sie aber in einem Sanitätshaus. Achtung: Die Montage von einem Herdüberwachungssystem muss unbedingt von einem Fachmann übernommen werden. Bei der Koordinierung der Installation können Sanitätshäuser behilflich sein.

Wie benutzt man Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren?

Hier kommt es auf das Produkt an. Für die Herdüberwachung ist eine Montage über bzw. im Herd nötig. Ein Fachmann installiert die Sensoreinheit über dem Herd, zum Beispiel unter der Abzugshaube und bringt ein Steuergerät im oder hinter dem Herd an. Schaltet Ihr Familienmitglied den Herd an, startet die Überwachung automatisch. Löst der Hitzesensor aus, wird die Stromzufuhr gekappt. Der Betroffene kann auch eine Kochzeit einstellen – wird sie erreicht, schaltet der Herd ab.[1]

Wie teuer sind Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren?

Auch hier spielen das Produkt, die Ausführung und der Hersteller eine Rolle. Für die Herdüberwachung sollten Sie etwa 200 bis 500 Euro einplanen. Dazu kommen die Kosten für die Montage des Gerätes. Am besten informieren Sie sich vorab, wie viel Budget Sie insgesamt für den Kauf und die Montage der Herdüberwachung einplanen müssen.

Für wen eignen sich die speziellen Pflegehilfsmittel?

Pflegehilfsmittel zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten erleichtern den Pflegealltag enorm. Sie unterstützen Pflegebedürftige und pflegende Angehörige dabei, den Alltag zu strukturieren. Außerdem geben sie Sicherheit, indem sie die örtliche und zeitliche Orientierung ermöglichen. Da viele Termine im Pflegealltag anstehen, sind entsprechende Produkte auch hier hilfreich. Erinnerungshilfen können Pflegebedürftige wichtige Ereignisse ins Gedächtnis rufen – entweder akustisch oder visuell. Zum Schutz des Pflegebedürftigen sollten Gefahrenquellen aufgedeckt und Risiken minimiert werden. Dazu können Produkte zum Erkennen von Risiken und Gefahren einen entscheidenden Beitrag liefern, zum Beispiel in Form einer Herdüberwachung. Pflegehilfsmittel zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten unterstützen also Pflegebedürftige und pflegende Angehörige gleichermaßen. Doch für wen eignen sich die Produkte eigentlich genau?

Folgende Personengruppen können von den Produkten besonders profitieren:

  • Personen mit beginnender Vergesslichkeit.
  • Menschen die Unterstützung bei der Strukturierung ihres Alltags benötigen.
  • Pflegebedürftige mit Demenz.
  • Personen, die das Essen, Trinken und wichtige Termine vergessen.
  • Pflegebedürftige und Angehörige, die sich ein extra Maß an Sicherheit wünschen, sowohl im häuslichen Umfeld als auch außer Haus.

Kosten und Kostenübernahme

Es gibt viele verschiedene Produkte zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten, die mit ganz unterschiedlichen Kosten verbunden sind. Ein einfacher GPS-Tracker ist bereits ab 50 Euro erhältlich, eine spezielle Uhr für Pflegebedürftige kostet rund 200 Euro und für ein Herdüberwachungssystem müssen Sie deutlich tiefer in die Tasche greifen – ein solches System erfordert ein Budget von bis zu 500 Euro. Unser Tipp: Lassen Sie sich individuell in einem Sanitätshaus beraten. Hier erhalten Sie Informationen zu den verschiedenen Produkten und können die Preise dafür direkt erfragen. Pflegebedürftige müssen die Kosten für die Produkte aber oftmals nicht selbst tragen. Generell gilt: Produkte, die im Hilfsmittelkatalog aufgeführt sind, können grundsätzlich von der Pflegekasse übernommen werden. Dazu zählen auch bestimmte Produkte, die zur Verbesserung der kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten beitragen. Allerdings muss feststehen, dass der Pflegebedürftige auf die gewählten Pflegehilfsmittel angewiesen ist. In dem Fall muss der Betroffene lediglich einen Eigenanteil in Höhe von 10 % der Kosten (maximal 25 Euro) pro Pflegehilfsmittel einplanen.

Gut zu wissen!

Was viele Pflegebedürftige und pflegende Angehörige nicht wissen, ist, dass es eine zumutbare Belastung bei den Pflegehilfsmittel-Kosten gibt. Sobald der Betroffene die Belastungsgrenze überschreitet, kann er von Zuzahlungen befreit werden. Die Pflegekasse gibt Pflegebedürftigen gerne Auskunft darüber, ob eine Befreiung in ihrem Fall möglich ist.

Pflegehilfsmittel bei kognitiven und kommunikativen Defiziten beantragen

Erleichtern die Pflegehilfsmittel den Alltag und werden vom Betroffenen benötigt, ist eine entsprechende Beantragung bei der Pflegekasse sinnvoll. Am besten informieren Sie sich dazu vorab bei einem Dienstleister, beispielsweise im Sanitätshaus. Hier erfahren Sie, welche Produkte sich für den vorliegenden Pflegefall eignen und ob die Kasse sich daran beteiligt. Ein Sanitätshaus kann auch bei der Antragstellung helfen. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten übrigens nur dann, wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt und die Pflege im häuslichen Umfeld stattfindet. Nähere Informationen zu den Voraussetzungen, dem Antragsverfahren und der Bewilligung erhalten Sie direkt bei Ihrer Pflegekasse. Alternativ können Sie sich auch bei einem Pflegestützpunkt beraten lassen. Hier erhalten Sie nicht nur Informationen rund um den Pflegealltag, sondern auch konkrete Unterstützungsangebote und Antragsformulare.[1]

Gut zu wissen!

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch unterstützen die Hygiene und erleichtern Pflegemaßnahmen. Pflegebedürftigen steht für Handschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen und Co. 40 Euro pro Monat zur Verfügung. Mit der Sanubi Pflegebox kann sich Ihr Familienmitglied Pflegehilfsmittel zum Verbrauch selbst zusammenstellen.

Tipps für die Anwendung der Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten vereinfachen die häusliche Pflege und stärken die Selbstständigkeit des Betroffenen. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Pflegehilfsmittel mit wenigen Tipps optimal in den Alltag einbinden.

  1. Setzen Sie auf Freiwilligkeit: Auch wenn ein GPS-Tracker aus Ihrer Sicht sinnvoll ist, sollten Sie Ihr Familienmitglied nie dazu zwingen, eine entsprechende Uhr zu tragen. Suchen Sie das offene Gespräch und stellen Sie dem Betroffenen die Vorzüge in Aussicht. Ihr Familienmitglied wird auch andere Produkte zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten wahrscheinlich besser annehmen, wenn sie die Vorteile für den Alltag mit praxisnahen Beispielen vorstellen: „Schau mal, hier kannst du eine Erinnerungsfunktion eintragen und verpasst ab jetzt keinen Arzttermin mehr!“
  2. Überprüfen Sie die Funktionstüchtigkeit: Egal, ob eine smarte Uhr oder ein Gerät mit Erinnerungsfunktion, die elektronischen Produkte benötigen alle ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Überprüfen Sie, ob Ihr Familienmitglied die Akkus der Gerätschaften auflädt bzw. die Batterien austauscht. Außerdem empfiehlt sich ein regelmäßiger Check zur Überprüfung der Funktionstüchtigkeit. Erkundigen Sie sich dabei am besten direkt, ob die Bedienung klappt oder ob es noch offene Fragen bei Ihrem Angehörigen gibt.
  3. Reinigen Sie die Geräte regelmäßig: Eine hygienische Umgebung ist für Pflegebedürftige sehr wichtig, um der Ausbreitung von Krankheitserregern entgegenzuwirken. Da Produkte zur Verbesserung der kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten häufig mit den Händen in Berührung kommen, reinigen Sie diese bestenfalls regelmäßig. Dazu können Sie einen feuchten Lappen und Desinfektionsmittel nutzen. Gerade bei elektronischen Geräten sollten Sie mit Reinigern allerdings vorsichtig sein, um die Funktionsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.

FAQ – die wichtigsten Fragen zu Pflegehilfsmitteln zur Verbesserung kognitiver und kommunikativer Fähigkeiten