Arthritis

Arthritis ist eine weit verbreitete, mitunter schwere, entzündliche Gelenkerkrankung, die früher auch unter dem Namen Andreaskrankheit bekannt war. Häufig äußert sich die Gelenkentzündung durch geschwollene, schmerzende Gelenke, die sich mitunter auch überhitzt anfühlen können. In jedem Fall sollte bei den ersten Anzeichen von Arthritis ein Arzt aufgesucht werden. Wird die Krankheit nämlich nicht zeitnah diagnostiziert, kann es zu schweren Folgen kommen. Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten Arthritis zu behandeln und das oftmals sehr erfolgreich. Sanubi erklärt Ihnen im folgen Artikel alles Wissenswerte zum Thema Arthritis, inklusive der unterschiedlichen Formen von Arthritis, den Symptomen, der Ursachen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Arthritis?
  2. Arthritis: Verschiedene Formen und Ursachen
  3. Die Symptome von Arthritis
  4. Diagnose Arthritis
  5. Arthritis: Der Krankheitsverlauf
  6. Behandlungsmöglichkeiten bei Arthritis
  7. Arthritis: Ein gesunder Lebensstil beugt vor

Was ist Arthritis?

Arthritis ist mit Sicherheit den meisten Menschen ein Begriff, was genau damit allerdings gemeint ist, oftmals nicht. Aus diesem Grund hat Sanubi für Sie zum besseren Verständnis eine Definition vorbereitet.

“Der Begriff Arthritis beschreibt eine Entzündung der Gelenke. Diese kann sowohl chronischer als auch akuter Natur sein und verschiedene bakterielle, sowie nicht-bakterielle Ursachen haben. Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellungen, Rötungen und eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit der betroffenen Gelenke.”

Arthritis ist definitiv eine Krankheit die wesentlich häufiger im Alter, vor allem bei Menschen über 65 Jahren, vorkommt. Nichtsdestotrotz haben im Speziellen neuere Studien ergeben, dass jüngere Menschen ebenfalls betroffen sind und das häufiger als früher angenommen worden ist. In diesem Zusammenhang muss auch die Dunkelziffer bei Arthritis angesprochen werden, da die Krankheit oftmals nicht oder nicht korrekt diagnostiziert wird. Vor allem Menschen unter 65 gehen bei Symptomen ungern zum Arzt und leiden deshalb unnötig. Sanubi rät bei den ersten Anzeichen einer Arthritis-Erkrankung umgehend einen Fachmann aufzusuchen.

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Arthritis: Verschiedene Formen und Ursachen

Wie zuvor schon angedeutet gibt es verschiedene Formen von Arthritis. Klassifiziert werden diese Arthritisformen anhand ihrer Ursache. Sanubi hat für Sie die wichtigsten Abgrenzungen aufgelistet und erklärt zudem im Detail welche Unterformen es gibt, sowie alles andere, das es sonst noch zu beachten gilt.

Bakterielle Arthritis

Bakterielle, eitrige Arthritis ist eine akute und äußerst gefährliche Infektionskrankheit, bei der Keime im Gelenk für die Entstehung und Symptome der Erkrankung verantwortlich sind. Die bakterielle Arthritis wird auch mit den Synonymen Gelenkempyem und Pyarthros umschrieben. Eine bakterielle Arthritis kann in der Regel auf zwei Ursachen zurückgeführt werden. Einerseits können die Keime über eine Verletzung, also posttraumatisch, oder andererseits über den Blutweg, in der Fachsprache hämatogen genannt, in das Gelenk kommen. Neben Verletzungen sind oft ärztliche, bzw. chirurgische Eingriffe ein Auslöser für eine bakterielle Arthritis.

Folgende Erreger können dabei als Hauptursachen ausgemacht werden:

  • Staphylococcus aureus
  • Staphylococcus epidermidis
  • Streptococcus pyogenes

Bei Kindern und immunschwachen Patienten können mitunter auch seltenere Keime oder Shigellen verantwortlich gemacht werden. Zusätzlich gibt es folgende Sonderformen von bakterieller Arthritis:

  • Lyme-Arthritis
  • Tabische Arthropatie
  • Glenktuberkulose
  • PAPA-Syndrom

Nicht-bakterielle Arthritis

Eine nicht-bakterielle Arthritis wird generell dem rheumatischen Formenkreis zugeordnet. Gemeint sind damit Autoimmunprozesse, bei denen körpereigene Substanzen fälschlicherweise als Fremdkörper wahrgenommen werden und daraufhin vom Immunsystem, also dem Abwehrsystem des eigenen Körpers angegriffen werden. Dabei gibt es unterschiedliche, nicht-bakterielle Arthritiden und welche genau das sind, erklärt Ihnen Sanubi jetzt.

Rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis ist eine der häufigsten entzündliche Gelenkerkrankungen. In Deutschland schätzt man die Zahl der Erkrankten auf 800.000 Menschen, wovon rund 75 Prozent weiblich sind und der Rest Männer. Zusätzlich erkranken Frauen im Durchschnitt meist 10 Jahre früher als männliche Betroffene. Erschwerend hinzu kommt, dass an der rheumatoiden Arthritis auch jüngere Menschen erkranken können. Die eigentlichen Ursachen einer rheumatoiden Arthritis sind zum heutigen Zeitpunkt nicht geklärt. Vermutet wird jedoch eine autoimmune Ursache, deren Auslöser sowohl durch Krankheiten bedingt, also auch über die Genetik befördert sein kann.

Darüber hinaus gibt es folgende Sonderformen der rheumatoiden Arthritis:

  • Caplan-Syndrom
  • Felty-Syndrom
  • Juvenile idiopathische Arthritis

Gicht

Gicht, auch Urikopathie oder Arthritis urica genannt, ist eine weitere Form der nicht-bakteriellen Arthritis. Gicht ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung, die in der Regel schubweise verläuft. Bedingt werden die Symptome durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen innerhalb der Gelenke. Begleitend dazu werden auch die Nieren geschädigt. Gicht weist dabei sowohl akute als auch chronische Symptome auf und kann vererbt werden oder durch die Lebensführung bedingt sein.

Psoriasis-Arthritis

Psoriasisarthritis, auch Psoriasisarthropathie oder einfach PSA genannt, ist wie alle anderen Arthritisformen,ebenfalls eine entzündliche Gelenkerkrankung. Die autoimmune Krankheit weist hierbei allerdings einige Besonderheiten auf. Besonders nennenswert ist, dass sie häufig zusammen mit einer Schuppenflechte auftritt und hauptsächlich die Hände und Füße betrifft. Die genauen Ursachen Psoriasis-Arthritis sind allerdings bis jetzt ungeklärt.

Unterscheidung nach der Verteilung

Neben der ursächlichen Unterscheidung zwischen den verschiedenen Formen von Arthritis bietet sich zusätzlich eine Abgrenzung anhand der Verteilung im Körper des Patienten an. Unterschieden wird dann zwischen Monarthritis, wenn nur ein Gelenk betroffen ist, Oligoarthritis, im Falle einiger, bzw. nur weniger erkrankter Gelenke und Polyarthritis, wenn viele Gelenke geschädigt sind.

Abgrenzung zur Arthrose

Eine ganz wichtige Abgrenzung, die es vorzunehmen gilt, wenn man sich mit dem Thema Arthritis auseinandersetzt, ist die zwischen Arthritis und Arthrose. Arthrose ist, anders als Arthritis, eine sogenannte kalte Erkrankung. Gemeint damit ist, dass Arthrose auftritt wenn ein Gelenkverschleiß gegeben ist. Es handelt sich bei Arthrose also um eine natürliche Abnutzungserscheinung, während Arthritis sowohl auf konkrete Auslöser, seien es bakterielle oder nicht-bakterielle, zurückzuführen ist, als auch im Rahmen des Krankheitsbildes entzündlicher Natur ist, die auf eine Überwärmung, Rötung und, oder Schwellung zurückzuführen ist. Arthrose sollte also keinesfalls mit Arthritis verwechselt werden.

TIPP: Man sollte nicht vergessen, dass bei vorhandenem Pflegegrad den pflegebedürftigen Menschen Pflegehilfsmittel, im Wert von 40€, pro Monat zustehen. Falls diese benötigt werden, liefert Sanubi nicht nur schnell und diskret, sondern übernimmt auch die Korrespondenz mit der Pflegekasse.

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Die Symptome von Arthritis

Arzt unterschreibtDie Symptome von Arthritis sind in der Regel relativ gut zu erkennen und betreffen eigentlich immer die Gelenke selbst. In diesem Rahmen können einige Leitsymptome, in der medizinischen Fachsprache auch als Kardinalsymptome bezeichnet, ausgemacht werden.

Welche genau das sind erklärt Ihnen Sanubi jetzt:

  • Gelenkschmerzen, je nach betroffener Person können dieser unterschiedlich stark sein
  • Rötung der betroffenen Gelenke
  • Schwellungen an den den Stellen, wo die Arthritis vermutet wird
  • Hitzegefühl, bzw. Überwärmung
  • Beeinträchtigungen der Beweglichkeit und Funktion der Gelenke

Darüber hinaus können sich noch andere Symptome bemerkbar machen und zwar vor dem eigentlichen Auftreten der Kardinalsymptome. Insbesondere im Rahmen einer rheumatoiden Arthritiserkrankung macht sich oft früh eine gewisse Symptomatik bemerkbar, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt.

Folgende Symptome können erste Warnzeichen darstellen:

  • Leichtes Fieber
  • Schweregefühl in den Muskeln
  • Abgeschlagenheit
  • Depression
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit

Diagnose Arthritis

Ganz wichtig ist, wenn man an Arthritis leidet, dass die Krankheit so bald wie möglich diagnostiziert wird. Oftmals gibt es dabei allerdings gewisse Hindernisse. Zum einen sind die Symptome zwar eindeutig, können aber nicht immer sofort der Arthritis zugeschrieben werden. Aus diesem Grund muss in der Regel eine Differentialdiagnose erfolgen, um auf Nummer sicher zu gehen, dass auch wirklich die vermutete Krankheit vorliegt. Zum anderen ist es oft nicht einfach zwischen den verschiedenen Formen der Arthritis zu unterscheiden. In jedem Fall rät Ihnen Sanubi bei den ersten Anzeichen, umgehend einen Facharzt aufzusuchen. Dieser kann nicht nur eine korrekte Diagnose stellen, sondern steht Ihnen auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die Frage geht, wie nun weiter verfahren werden soll. Im Rahmen der Diagnostik werden verschiedene Techniken verwendet. Unabhängig von der Ursache beginnt es meist damit, dass der Arzt die betroffenen Stellen abtastet. Je nach Bedarf können außerdem Röntgenbilder oder Ultraschallaufnahmen hinzukommen.

Arthritis: Der Krankheitsverlauf

Je nach Form der Arthritis kann der Krankheitsverlauf unterschiedlich ausfallen. Bei einer bakteriellen Arthritis handelt es sich meist um eine akute Krankheit und dementsprechend ist eine schnelle Behandlung gefragt. Im Rahmen dieser Erkrankung wird nämlich, bedingt durch die schädlichen Keime, nach und nach der gesamte Knorpel im Gelenk zerstört. Daraufhin kann es zu weiteren, allgemeinen Entzündungserscheinungen kommen, die bis hin zu einer Sepsis reichen können, welche zu einem akuten Nierenversagen und damit zum Tod führen kann. Eine nicht-bakterielle Arthritis verläuft in der Regel chronisch und zeichnet sich durch Schübe aus, wo starke Beschwerden abwechselnd zu symptomlosen Zeiten auftreten. Bei der häufigsten Form der nicht-bakteriellen Arthritis, der rheumatoiden Arthritis, lässt sich der Krankheitsverlauf in 4 Stadien unterteilen. In Stadium 1 treten schubweise Schmerzen und Schwellungen auf. In Phase 2 nimmt die Beweglichkeit der Gelenke mehr und mehr ab. Ab Stadium 3 setzt eine zunehmende Zerstörung der Gelenkknorpel und Knochen ein. Im letzten Abschnitt kommt es schließlich zur Gelenkversteifung und groben Verformungen der betroffenen Stellen.

INFO: Vor allem bei fortgeschrittener Arthritis haben Erkrankte oft einen Pflegegrad. Sollte dies der Fall sein, stehen der besagten Person Pflegehilfsmittel, im Wert von 40€ monatlich, zu.

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Behandlungsmöglichkeiten bei Arthritis

behandlungEine bakterielle Arthritis kann nicht nur, sie muss sogar schnellstmöglich behandelt werden. Da es sich dabei um eine akute Erkrankung handelt ,muss in den meisten Fällen umgehend ein chirurgischer Eingriff erfolgen. Mit Hilfe einer Gelenköffnung und unter Umständen auch einer Gelenkspiegelung wird dann durch eine ausführliche Gelenkspülung und ein Débridement das infizierte Material entfernt. Liegt eine chronische, bakterielle Arthritis vor, kommen in der Regel entsprechend angepasste Antibiotika zum Einsatz, die je nach Patient 6 bis 12 Monate lang eingenommen werden müssen. Die nicht-bakterielle Arthritis ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilbar, kann aber je nach Unterform relativ gut behandelt werden, sodass im besten Fall die Symptome komplett zum Ruhen kommen. In diesem Rahmen können verschiedene Maßnahmen angewandt werden. Zum einen gibt es eine Reihe von Medikamenten, die eingenommen werden können. Wirkstoffe wie Cortison oder Antibiotika können unter Umständen helfen. Hierbei geht es zuallererst darum die Schmerzen in den Griff zu bekommen, ehe man versucht die Ursachen zu bekämpfen. Neben schmerzlindernden und entzündungslindernden Medikamten sind Biologicals, also genetisch zugeschnittene Wirkstoffe heutzutage sehr effektiv. Zum anderen verschaffen Spülungen und Drainagen unter Umständen Abhilfe. Nicht unterschätzt werden sollte auch eine individuell angepasste und professionelle Physiotherapie, bzw. Bewegungstherapie. Zu guter Letzt sollte man immer auch seine Ernährung auf die Situation zuschneiden. Eine gesunde Ernährung, bei der Nahrungsmittel, die die Bildung von schmerzfördernden Enzymen unterstützen, vermieden werden, kann sehr hilfreich sein.

Arthritis: Ein gesunder Lebensstil beugt vor

Wie viele andere Krankheit, die vermehrt im Alter auftreten, kann auch einer Arthritis vorgebeugt werden. Selbstverständlich soll kein Versuch unternommen werden, die Ausmaße einer Arthritiserkrankung kleinzureden. Gerade ältere Menschen, die von ihr betroffen sind, brauchen bei einem fortgeschrittenen Krankheitsverlauf Pflege. Diese Pflegeleistungen können im Rahmen der häuslichen Pflege, also der Pflege zu Hause erfolgen, entweder durch pflegende Angehörige oder aber innerhalb einer 24-Stunden-Pflege, beispielsweise durch polnische Pflegekräfte. Selbstverständlich ist wie so oft eine stationäre Pflege ebenfalls möglich, wie es etwa beim betreuten Wohnen der Fall ist. Ist man jedoch noch jünger oder einfach bis jetzt noch nicht von Arthritis betroffen, hilft es sich ins Gedächtnis zu rufen, dass ein gesunder Lebensstil das Risiko einer Erkrankung verringern kann. Dazu gehört vor allem Bewegung, eine gesunde Ernährung, sowie die Vermeidung von Übergewicht und die Abstinenz von Zigaretten. Das Gute ist, folgt man diesen Richtlinien, dann beugt man nicht nur der Arthritis vor, man verringert auch das Risiko anderer Krankheiten, wie Demenz, Alzheimer, ParkinsonCOPD oder eines Schlaganfalls, zum Opfer zu fallen. In diesem Sinne kann man nur den Ratschlag erteilen, sich ein Herz zu fassen, gesund zu leben und seine Zeit unbeschwert zu genießen.

WICHTIG: Vergessen Sie nicht, dass Menschen mit Pflegegrad ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€, haben. Sanubi liefert schnell genau die Produkte, die benötigt werden.

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