Thrombose

Thrombose ist den meisten Menschen ein Begriff, schließlich handelt es sich dabei um eine der häufigeren Krankheiten, auf die es ganz besonders im Alter zu achten gilt. Auftreten kann Thrombose im Allgemeinen immer dann, wenn die Blutgerinnung im Körper nicht so funktioniert wie sie sollte. Ganz besonders gefährlich kann es werden, wenn Thrombose nicht bemerkt wird. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger sich entsprechend zu informieren. Thrombose kommt oft vor, ohne entsprechende Symptome zu verursachen. Ganz im Gegenteil, oft merkt man gar nicht, was im eigenen Körper vorgeht. Aus diesem Grund hat Sanubi für Sie alles Wichtige zum Thema Thrombose zusammengetragen, sodass sie sich einen guten Überblick verschaffen können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Thrombose: Definition
  2. Thrombose: Verschiedene Arten und Symptome
  3. Thrombose: Die Ursachen
  4. Wie diagnostiziert man Thrombose?
  5. Die Behandlungsmöglichkeiten von Thrombose
  6. Thrombose ist ein vermeidbares Übel

Thrombose: Definition

Vielen ist der Begriff Thrombose zwar bekannt, vor allem wenn es um das Leben im Alter geht, doch wie so oft bietet es sich auch hier an eine Definition festzulegen, bevor man sich im Detail mit der Thematik auseinandersetzt:

“Thrombose bezeichnet eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Thrombus, auch Blutgerinnsel genannt, innerhalb eines Blutgefäßes gebildet hat und dieses so teilweise oder komplett verschließt.”

Wichtig ist hierbei die Tatsache, dass Thrombose im ganzen Körper auftreten und je nach Lokalisation und Blutgefäß unterschiedlich schwerwiegende Folgen haben kann. Beispielsweise führt eine Thrombose im Gehirn zu einem Schlaganfall, während eine Thrombose im Herzen einen Herzinfarkt nach sich zieht. Aber auch weniger dramatische Fälle von Thrombose gibt es, zum Beispiel in den Beinen. In jedem Fall ist eine Früherkennung genauso wichtig, wie eine passende Behandlung.

Thrombose: Verschiedene Arten und Symptome

Thrombose lässt sich in zwei verschiedene Unterarten einteilen, deren Symptome oft sehr unterschiedlich ausfallen können. Ganz wichtig ist zunächst, dass viele Fälle von Thrombose oft unbemerkt bleiben, bzw. beinahe symptomfrei verlaufen. Das ist einer der Hauptgründe, weswegen Thrombose oftmals so gefährlich werden kann. Insbesondere weil ein Thrombus im falschen Gefäß schnell fatale Folgen, wie einen Gefäßverschluss, haben kann. In diesem Sinne gilt es, auch schon bei Verdacht auf Thrombose, sofort zu handeln. Es ist besser einmal überreagiert zu haben, als die Anzeichen zu ignorieren. Sanubi stellt Ihnen die beiden wichtigsten Formen der Thrombose vor und listet zudem die dazugehörigen Symptome auf.

Venenthrombose

Eine Venenthrombose kommt in der Regel sowohl im Becken als als auch im Beinbereich der betroffenen Menschen vor und betrifft dort die Beinvenen. Diese Form der Thrombose macht sich zudem selten bemerkbar, oftmals bleibt sie über lange Zeit undiagnostiziert. Dieser Umstand kann extrem gefährlich sein, denn im schlimmsten Fall kann eine Venenthrombose zu einer Lungenembolie führen, wenn der Thrombus in eine der Venen in der Lunge wandert.
Im Zuge einer Venenthrombose, bzw. Beinvenenthrombose, kann es zu den folgenden Komplikationen kommen:

  • Probleme beim Atmen
  • Schweregefühl, Spannungsgefühl, Wärmegefühl in den Beinen
  • Plötzliche Schmerzen in der Wade
  • Schwellungen im Unterschenkel und Oberschenkel
  • Verfärbungen des Beines, in der Regel bläulich, und hervortretende Venen
  • Mattigkeit, Unwohlsein
  • Oftmals verschwinden die Beschwerden komplett, oder bessern sich zumindest, sobald man aufsteht

Arterielle Thrombose

Die arterielle Thrombose betrifft nicht die Venenkanäle, sondern die Arterien, die dafür verantwortlich sind den menschlichen Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Im Falle einer arteriellen Thrombose werden also bestimmte Bereiche des Körpers nicht mehr ausreichen oder gar nicht mehr mit Sauerstoff, sowie Nährstoffen, versorgt. Das Resultat sind deutliche Symptome und ein geringerer Handlungsspielraum. Insbesondere der Umstand, dass ein Thrombus im Herzen oder im Gehirn in kurzer Zeit tödliche Folgen haben kann, ist beängstigend.
Sanubi listet für Sie entsprechende Symptome auf, sodass Sie im Notfall umgehend reagieren können:

  • Vorübergehende Lähmung
  • Sehstörungen, Flimmern
  • Probleme beim Sprechen, Sprachstörungen
  • Starke Schmerzen beim Gehen
  • Schwindelanfälle
  • Bewusstseinsstörungen
  • Engegefühl und Schmerzen im Brustbereich
Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Thrombose: Die Ursachen

Von Natur aus ist unser Körper eigentlich gut gewappnet, um mit der Gefahr umzugehen, die durch übermäßige Blutgerinnung in den Gefäßsystemen entsteht. Nichtsdestotrotz kann es passieren, dass gewisse Faktoren zusammenkommen und das Resultat ein Thrombus ist. Die Ursachen von Thrombose fallen daher grundsätzlich unterschiedlich aus, können sowohl erblich bedingt oder durch äußerliche Faktoren ausgelöst werden und lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen. Sanubi hat für Sie die wichtigsten Ursachen zusammengefasst.

1. Veränderungen der Blutzusammensetzung

Ist die Rede von einer Änderung der Blutzusammensetzung, meint man damit normalerweise eigentlich die Folge davon, welche eine erhöhte Blutgerinnungsneigung ist. Dieser Umstand wird oftmals auch als Thrombophilie bezeichnet. Ist das der Fall gerinnt das Blut schneller, was früher oder später zu Bildung von Thromben führt.
Folgende Ursachen können zur Veränderung der Blutzusammensetzung führen:

  • Gerinnungsstörungen im Rahmen einer Hyperkoagulabilität
  • Verstärkte Blutgerinnung, erblich bedingt
  • Medikamentös oder erblich bedingte verminderte Fähigkeit, Blutgerinnsel aufzulösen, auch Fibrinolyse genannt, z. B. APC-Resistenz, Gerinnungsfaktor-V-Mutation oder Protein-S-Mangel
  • Dehydration, “dickes Blut”
  • Bestimmte Medikamente, Toxine oder Nahrungsmittel, z. B. Anti-Baby-Pille
  • Schwangerschaft

2. Schäden der inneren Gefäßwände

Veränderungen der Gefäßwände können eine weitere Ursache für Thrombose sein. Konkret werden dabei die inneren Gefäßwände durch unterschiedlichste Einwirkungen beschädigt, was den Blutfluss stören und zu problematischen Blutgerinnungen führen kann.
Die folgenden Umstände können die Gefäßwände beschädigen:

  • Traumatische Schäden, wie Verletzungen, Quetschungen oder Verbrennungen
  • Operationen
  • Diabetes mellitus
  • Tumore
  • Degenerative, häufig altersbedingte, Veränderungen
  • Entzündungen der Venen
  • Durch Rauchen entstandene, hypoxische Gefäßwandschädigungen

3. Probleme bei der Blutströmungsgeschwindigkeit

Ein gestörter Blutfluss kann ebenfalls eine Ursache für Thrombose sein. Dabei verlangsamt sich, aufgrund von verschiedener Faktoren, der Blutfluss was sogenannte Strömungswirbel zur Folge hat, welche die Bildung von Thromben begünstigen.
Unter anderem folgende Faktoren können die Blutströmungsgeschwindigkeit beeinträchtigen:

  • Krampfadern und erweiterte Venen, bzw. Varizen
  • Äußerer Druck, eingeklemmte Gliedmaßen
  • Bettlägerigkeit und Bewegungsunfähigkeit
  • Gipsverbände
  • Zu langes Sitzen, insbesondere bei eingeschränktem Bewegungsraum und angewinkelten Knien.

Wie diagnostiziert man Thrombose?

Die Diagnose von Thrombose ist nicht immer leicht, ganz besonders Venenthrombose bleibt oft lange Zeit unerkannt. Oftmals kann nicht sicher diagnostiziert werden ob eine Erkrankung vorliegt oder nicht. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten zur Diagnose.
Der erste Schritt ist in der Regel ein klinischer Befund. Hier werden Punkte vergeben, die auf einer Liste von Symptomen basieren, von denen jedes jeweils einen Punkt wert ist.
Folgende Beschwerden können erfasst werden:

  • Aktive Krebserkrankung
  • Bettruhe über drei Tage oder großer chirurgischer Eingriff in den letzten zwölf Wochen
  • Lähmung oder kürzliche Immobilisation der Beine
  • Schmerzen oder Verhärtung entlang der tiefen Venen
  • Sichtbare Kollateralvenen
  • Schwellung des ganzes Beins
  • Umfangsvermehrung des Unterschenkels zur Gegenseite von 3 cm oder mehr
  • Eindrückbares Ödem
  • Zuvor aufgetretene Beinvenenthrombose

Von der errechneten Gesamtpunktzahl werden dann immer zwei Punkte für mögliche andere Ursachen abgezogen. Hat man am Ende zwei oder mehr Punkte, dann muss von einem erhöhten Beinvenenthromboserisiko ausgegangen werden.
Mithilfe von Sonographie lässt sich Thrombose ebenfalls diagnostizieren. Falls danach noch Unklarheiten bestehen kann auch auf eine Phlebographie, also eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel, zurückgegriffen werden.
Auch durch Untersuchungen im medizinischen Labor ist es möglich Gerinnsel bzw. deren Wahrscheinlichkeit zu untersuchen. Dabei wird die Konzentration von Fibrinspaltprodukten, die als Abbauprodukte von Thromben dienen, gemessen. Dieser Test wird D-Dimer-Test genannt und sofern dieser negativ ausfällt und auch die Punktezahl des klinischen Befundes dementsprechend niedrig ausfällt, kann generell davon ausgegangen werden, dass keine Thrombose vorliegt.

TIPP: Besonders bei älteren Menschen ist Thrombose keine Seltenheit. Manche verfügen zusätzlich über einen Pflegegrad. Wussten Sie schon, dass man in einem solchen Fall Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€ hat?

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten

Die Behandlungsmöglichkeiten von Thrombose

Thrombose kann mit unterschiedlichen Mitteln, darunter auch Hilfsmittel, behandelt werden. Dabei richtet sich die jeweilige Therapie häufig nach der Ausprägung, Art und Lokalisation der Thrombose des Patienten. Sanubi stellt Ihnen die wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten kurz vor.

Medikamente

Wie viele andere Leiden kann Thrombose ebenfalls mit Medikamenten bekämpft werden. Hierzu gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Präparaten, die allesamt dazu dienen, die unerwünschte Gerinnung des Blutes zu vermeiden. Zu Beginn handelt es sich dabei meist um Heparinpräparate oder Faktor-Xa-Hemmer. Diese bauen das Blutgerinnsel ab, anschließend gilt es mithilfe von sogenannten 4-Hydroxycumarinen, wie etwa Phenprocoumon, Warfarin oder Ethylbiscoumacetat, die erneute Bildung eines Thrombus zu vermeiden. Letztere Medikamente bergen einige Risiken, denn sie erhöhen die Blutungsbereitschaft. Dementsprechend sollte unbedingt ein Arzt die Therapie überwachen und regelmäßige Check-Ups sind dabei ein Muss.

Kompression

Kompressionen sind eine weitere Möglichkeit Thrombose zu therapieren. Dabei geht es vor allem darum den Außendruck des Gewebes zu erhöhen und somit die Venen leicht zu verengen, sodass ultimativ der Blutfluss gefördert, bzw. beschleunigt wird. Ganz wichtig ist, dass Kompressionen immer von einem Fachmann angelegt werden müssen. Unsachgemäße Arbeit kann zu großen Komplikationen bei den Patienten führen und potentiell fatale Folgen haben.

Mobilisation

Im Bereich der Mobilisation von Thrombosekranken hat sich historisch betrachtet viel getan. In früheren Jahren galt für Betroffene noch völlige Bettruhe, wo sogar Berührungen aller Art vermieden werden sollten. Geschuldet waren diese Auflagen, der Angst vor einer Lungenembolie. Heutzutage ist die Regelung nicht mehr so streng und die Mobilisierung erfolgt je nach Beschwerden.

Operative Eingriffe

Operative Eingriffe werden bei der Behandlung von Thrombose in der heutigen Zeit vermieden, wenn es möglich ist. Oftmals gelingt die Therapie nämlich mit nicht-invasiven Methoden und der Körper muss somit nicht mit einer Operation belastet werden. In Ausnahmefälle muss dennoch zu einem chirurgischen Eingriff vorgenommen werden, insbesondere bei Herzinfarkten, Schlaganfällen oder einer Lungenembolie.

Nachsorge

Auch die Nachsorge von thrombosekranken Patienten ist äußerst wichtig. Dabei gilt es vor allem erneute Blutgerinnsel, an der selben Stelle zu vermeiden und gleichzeitig den Körper dauerhaft gesünder zu machen, sodass weitere Erkrankungen vermieden werden können. Zusätzlich gilt es darauf zu achten, dass mit dem regelmäßig aufkommenden postthrombotischen Syndrom adäquat umgegangen wird. Konkret heißt das, viel Bewegung für die Patienten, andauernde Kompressionen und das Vermeiden von längerem Sitzen.

Thrombose ist ein vermeidbares Übel

Thrombose kann in sehr vielen Fällen vermieden oder zumindest lange hinausgezögert werden. Um das zu bewerkstelligen gilt es jedoch die entsprechende Prophylaxe vorzunehmen. Die Vorbeugungsmaßnahmen umfassen drei Hauptbereiche. Der erste Schritt ist Bewegung, denn regelmäßige Bewegung, selbst wenn es sich dabei nur um Spazierengehen handelt, ist eine Grundmaßnahme, die nicht nur das Thromboserisiko verringert, sondern auch im Allgemeinen Ihrer Gesundheit zugutekommt. Sollte Sie einmal keine Zeit haben für längere Bewegungen, so verringern Sie Ihr Risiko auch schon, wenn Sie einfach nur kurz vom Schreibtisch aufstehen. Als nächstes gilt es Risikofaktoren zu vermeiden. Das heißt verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten und vermeiden Sie Übergewicht. Zu guter Letzt noch, trinken Sie viel. Flüssigkeiten, also Wasser, Tee oder verdünnte Fruchtsäfte, sind essentiell um dickes Blut zu vermeiden und den Blutstrom aufrecht zu erhalten. Trinkt man viel, kann die Gefahr von Thromben, bzw. Blutgerinnseln stark verringert werden. Alles in Allem ist es also enorm wichtig, sich zum einen über Thrombose zu informieren und andererseits entsprechend vorzubeugen. Berücksichtigen Sie die passenden Prophylaxemaßnahmen, so können Sie weiterhin unbeschwert leben.

WICHTIG: Vergessen Sie nicht, dass Menschen mit Pflegegrad ein Anrecht auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, im Wert von 40€, haben. Sanubi liefert schnell genau die Produkte, die benötigt werden.

Jetzt kostenlos Pflegehilfsmittel erhalten