Pflegebett

Pflegbett

Es gibt verschiedene Gründe, die eine Pflegebedürftigkeit herbeiführen können, darunter Krankheiten, das fortschreitende Alter oder ein unvorhergesehener Unfall. In manchen Fällen führt das dazu, dass man schlichtweg mehr Zeit benötigt, um bekannte Tätigkeiten auszuführen. In anderen Fällen kann dies aber auch bedeuten, dass man Hilfe benötigt, etwa durch Pflege, häusliche Pflege, ambulante Pflege oder pflegende Angehörige. Fast immer führt ein Pflegebedürfnis auch dazu, dass das Zuhause an die neuen Umstände angepasst werden muss. Ein Pflegebett ist ein wichtiges Hilfsmittel, das die eigenen vier Wände besser bewohnbar, die Nachtruhe erholsamer und damit auch den Alltag einfacher macht. Sanubi erklärt Ihnen in diesem Artikel alles Wichtige über Pflegebetten und deren Nutzen im Rahmen des barrierefreien Wohnens.

Was ist ein Pflegebett?

Zunächst stellt sich die Frage, was genau ist eigentlich ein Pflegebett und wie unterscheidet es sich von einem herkömmlichen Bett. Um einen bestmöglichen Einstieg in das Thema gewährleisten zu können, hat Sanubi eine Definition für Sie vorbereitet:

“Ein Pflegebett ist ein besonderes Bett, bzw. ein Bettsystem, das durch spezielle Vorrichtungen die Pflege eines Patienten oder Pflegebedürftigen vereinfacht. Außerdem ermöglicht es die Verwendung von bestimmten Pflegebettzubehör.”

Darüber hinaus muss klargestellt werden, dass Pflegebetten nicht immer gleich aussehen oder ausgestattet sein müssen. Je nach persönlichen Bedürfnissen kann man auf unterschiedliche Ausführungen zurückgreifen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang also, dass man sich vorab gut informiert und dann die richtige Wahl trifft.

Unterschied zum Krankenbett

Neben den Pflegebett gibt es auch das sogenannte Krankenbett. Von der Ausstattung und Ausführung bezeichnen die beiden an und für sich dasselbe Hilfsmittel, genauer gesagt dieselbe Hilfsmittelkategorie. Der Unterschied zwischen Pflegebett und Krankenbett liegt in der Kostenübernahme. Werden die Kosten von der Pflegeversicherung, bzw. der Pflegekasse, übernommen, spricht man von einem Pflegebett. Kommt hingegen die Krankenversicherung, also die Krankenkasse, für die Ausgaben auf, spricht man von einem Krankenbett. Grundsätzlich kann das meiste, was im folgenden Artikel angesprochen wird, sowohl auf das Krankenbett, als auch auf das Pflegebett angewandt werden.

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Pflegebett: Ausstattung

Nachdem klargestellt wurde, was ein Pflegebett im Allgemeinen überhaupt ist, geht es im nächsten Absatz um die Ausstattung eines Pflegebettes und darum welche Bestandteile dieses von einem herkömmlichen Bett unterscheiden. Konkret kann ein Pflegebett über die folgende Ausstattung verfügen. (Bitte beachten Sie dabei, dass nicht jedes Pflegebett alle nachfolgenden Merkmale aufweisen muss):

  • Aufstehhilfe
  • Aufrichthilfen
  • Bettleiter
  • Galgen bzw. Bettgalgen
  • Seitengitter
  • Seitenpolster
  • Fußstützen
  • Fixierbandagen, sofern die rechtlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind
  • Pflegetische
  • Spezielle Matratzen, z. B. zur Prophylaxe gegen Dekubiti, wie etwa Wechseldruckmatratzen oder Antidekubitusmatratzen zur Dekubitusprophylaxe
  • Pflegetische
  • Elektromotorische Lakenaufzugsvorrichtung

Verschiedene Arten von Pflegebetten

Unterschiedlichen Ausstattungen führen dazu, dass sich Pflegebetten anhand ihres Typs unterscheiden lassen. Welche das sind, erklärt Ihnen Sanubi jetzt:

● Seitenlagerungsbett

Das Seitenlagerungsbett dient hauptsächlich dazu den Körper der Patienten an unterschiedlichen Stellen zu belasten. Aus diesem Grund kann die Liegefläche auf verschiedene Positionen verlagert werden. Dadurch lagert dann das Gewicht der pflegebedürftigen Person auf wechselnden Körperstellen, was Erkrankungen wie einem Dekubitus entgegenwirkt.

● Stehbett

Das Stehbett ist eine Form des Pflegebettes, bei der sich das Fußende absenken lässt, wodurch es dem Patienten möglich wird sich langsam in eine stehende Position zu begeben.

● Aufstehbett

Beim Aufstehbett lässt sich ebenfalls ein Teil des Bettes absenken, dies dient in dem Fall dann dazu, dass das Aufstehen erleichtert wird. Alternativ kann auch eine sogenannte Aufstehhilfe angebracht sein, die denselben Effekt erzielt.

● Schwerlastbett

Ein Schwerlastbett ist ein besonders robustes Bett, dass in der Regel auch größer ist als herkömmliche Betten und das mit einer Größe von meist 120 x 200 cm oder 120 x 220 cm. Ausgerichtet ist ein Schwerlastbett meist für besonders große oder schwere Patienten, die zusätzlichen Platz benötigen.

● Smartbett

Das Smartbett, unter Umständen auch intelligentes Pflegebett oder Pflegebett 4.0 genannt, ist ein Pflegebett dass mit technischen Mitteln, wie einer Sensorfunktion oder einer Meldefunktion ausgestattet ist. Diese Sensorik kann unterschiedliche Dinge erfassen, wie beispielsweise die Anwesenheit des Patienten, gewisse Bewegungsprofile oder aber ob es besonders feucht ist im Bett. Aufgrund dieser Informationen kann dann die Pflege des Pflegebedürftigen entsprechend effizient gestaltet werden.

● Ultraniedrigbett

Ein Ultraniedrigbett, auch Niederflurbett, Niedrigstbett oder Floor-Bed genannt, ist ein Pflegebett, das über eine Absenkfunktion auf bis zu 10 cm über dem Boden verfügt. Durch diese Vorrichtung soll verhindert werden, dass Patienten durch einen Sturz aus dem Bett Verletzungen erleiden. Zusätzlich bietet die geringe Höhe die Möglichkeit für bewegungstechnisch eingeschränkte Menschen wieder zurück ins Bett zu steigen und zwar ohne dabei auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

● Bett-in-Bett-Systeme

Bei Bett-in-Bett-Systemen handelt es sich um Optionen für reguläre Betten, die mit Hilfe eines speziellen Bettrahmens oder anderer technischer Möglichkeiten, in ein Pflegebett umgebaut werden können. Diese Variante richtet sich an Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen, kein komplettes Pflegebett oder Krankenbett kaufen können oder möchten.

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Pflegebett: Kostenübersicht

Als Nächstes ergibt sich noch die Frage nach der Kostenübersicht beim Kauf eines Pflegebettes. Grundsätzlich hängen hier die Kosten zunächst vom gewählten Modell und den damit verbundenen Modalitäten, sowie der Ausstattung, ab. Leider kann aus diesem Grund keine allgemeingültige Aussage getroffen werden, wie viel man für das individuell optimale Pflegebett bezahlen muss. Davon unabhängig kann man von einem Mindestbetrag von 500 Euro ausgehen, nach oben hin sind dabei wenig Grenzen gesetzt und es existieren durchaus Pflegebetten, die mehrere 1000 Euro kosten.

Pflegebett: Kostenübernahme

Die finanzielle Belastung für das richtige Pflegebett kann recht hoch ausfallen, was nicht selten dazu führt, dass das Budget gesprengt wird. Insbesondere wenn zusätzlich noch andere Hilfsmittel, wie etwa Hörgeräte, Hausnotruf oder Treppenlift gekauft werden müssen. Glücklicherweise muss man die Ausgaben nicht notwendigerweise komplett selbst tragen. Sowohl seitens der Krankenkasse, als auch von Pflegekasse gibt es die Möglichkeit einer Kostenübernahme. Festgelegt ist diese Kostenübernahme im Hilfsmittelverzeichnis bzw. Pflegehilfsmittelverzeichnis, für die der Krankenkasse im fünften Sozialgesetzbuch, kurz SGB V, und bei der Pflegekasse im elften Sozialgesetzbuch, kurz SGB XI. In beiden Fällen übernimmt dann die zuständige Kasse die Kosten für das Pflegebett, allerdings wird ein Eigenanteil fällig. Dieser Selbstbehalt beträgt 10 Prozent des Kaufpreises, ist aber mit einem Maximalbetrag von 25 Euro gedeckelt. Selbstverständlich muss eine solche Kostenübernahme immer erst genehmigt werden, wozu ein entsprechender Antrag an die jeweilig zuständige Institution geschickt werden muss. Liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, sprich ist Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 oder Pflegegrad 5 vorhanden, dann ist die Pflegeversicherung verantwortlich, in allen anderen Fällen die Krankenversicherung.

Pflegebett mieten

Eine Alternative zur Anschaffung des Pflegebettes, beispielsweise wenn die Kasse den Antrag nicht genehmigt hat oder aus anderen Gründen auf einen Kostenübernahmeantrag verzichtet wurde, stellt die Miete eines Pflegebettes dar. Eine solche Anmietung bietet sich an, wenn man das Pflegebett nur für einen kurzen Zeitraum benötigt, ansonsten lohnt es sich meist aus finanzieller Sicht nicht, da die jährliche Miete ungefähr knappe 1000 Euro beträgt. Die Pflegebettmiete hat zudem den Vorteil, dass man das Bett am Ende wieder zurückgeben kann und sich somit nicht um eine Entsorgung, einen Weiterverkauf oder eine Einlagerung kümmern muss.

Ein Pflegebett erhöht die Lebensqualität drastisch

Egal ob es nun das Alter ist oder ob es körperliche Einschränkungen sind, die die Anschaffung eines Pflegebettes bzw. Krankenbettes notwendig machen, ist der Bedarf einmal vorhanden, sollte man umgehend handeln. Möglichkeiten zur Kostenübernahme von Seiten der gesetzlichen Versicherungen gibt es, gleiches gilt für private Krankenversicherungen oder private Pflegeversicherungen. Mitunter hat man vielleicht sogar eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, die eine finanzielle Unterstützung bietet. In jedem Fall ist ein Pflegebett nicht nur eine Bereicherung, sondern in fast allen Fällen eine Notwendigkeit, die die Lebensqualität drastisch erhöht.

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